War die Auferstehung Jesu

nach 72 Stunden Grabesruhe?


 

Die mit Jona 2, 1 und Matth. 12, 40 begründete Lehre, die Auferstehung Jesu sei genau nach 72 Stunden Seiner Grablegung erfolgt, ist eine rein menschliche Denkweise.

Sie steht im Widerspruch zur Lehre aus Gottes Geist, die in allen Punkten mit dem ursprünglichen Gotteswort übereinstimmt „Alle Schrift ist Gott=gehaucht und nützlich zur Lehre, ...“ 2. Tim. 3, 16, Konkordante Bibel.

 

Von wem diese 72 Stunden-Lehre erdacht wurde ist unbekannt.

Wir wissen aber, daß diese Irrlehre verschiedene Gemeinschaften prägt und von H. W. Armstrong (Ambassador College) wird sie seit etwa 50 Jahren in Umlauf gebracht.

Es ist nicht nachzuweisen, daß die in Jona 2, 1 und Matth. 12, 40 angeführten drei Tage und drei Nächte volle 72 Stunden sind. -

 

Im Gegenteil! - Jesus sagt in Luk. 9, 22, daß Er am dritten Tage auferweckt wird! 

Und das sind keine 72 Stunden!

 

Bei der 72 Stunden Grabesruhe wurde durch Menschengeist zwischen dem Großen- und dem Wochensabbat der Freitag geschoben, Matth. 15, 8-9. - Dagegen steht in Matth, 28, 1, Konk. Bibel, dem Grundtext, von einem Abend der Sabbate geschrieben! 

Das ist der Abend, der den Großen Sabbat, den 15. Nisan, beschloß und den folgenden Wochensabbat, den 16. Nisan, beginnen ließ!

Es sind also zwei zusammenhängende Sabbate!

 

Mit der Hilfe Gottes werden wir zur Wahrheit finden, wenn wir uns den unverfälschten Schriften zuwenden, bzw. solchen, die dem Grundtext nahe stehen. Z. B. lesen wir in der Konkordanten Wiedergabe, daß Matth. 28, 1; Mk. 16, 2; 16, 9; Luk. 24, 1; Joh. 20, 1; 20, 19; Apg. 20, 7 u. 1. Kor. 16, 2 immer als Sabbattage geschrieben stehen.

 

Ebenso lesen wir es in den Übersetzungen von Dr. M. Luther, dem „Septembertestament“, 1522 und „Die gantze Heilige Schrifft“, 1545, der Vulgata und in den Griechischen Schriften.

Die Veränderung dieser Verse in den „ersten Tag der Woche“ begann nachweisbar ab dem 17. Jh..

Die 72 Stunden-Lehrer bedienen sich auch gern der Stellen Luk. 24, 1 u. 24, 13. Aus revidierten Schriften lehren sie dann falsch, daß die Begegnung mit den Emmaus-Jüngern an einem ersten Tag der Woche gewesen sei.

 

In Wahrheit, nach der Konkordanten Bibel bzw. der Grundschrift, war diese aber ebenfalls an einem Sabbattag – einem Wochensabbat! Wie bereits erklärt, waren im Kreuzigungsjahr Jesu zwei zusammenhängende Sabbate:

Der Jahressabbat, der 15. Nisan, ein Freitag und der Wochensabbat, der 16. Nisan

Somit war der 14. Nisan ein Donnerstag - der Gründonnerstag! Luk. 23, 31!

 

Bei der „72 Stunden Grabesruhe“ wären aber der Todestag Jesu, der 14. Nisan ein Mittwoch, der 15. Nisan ein Donnerstag, der 16. Nisan ein Freitag und der 17. Nisan der Wochensabbat gewesen.

 

Jesus soll nach dieser Version bis zum Wochensabbatende im Grabe gelegen haben und wäre bei Sonnenuntergang auferstanden. 

Und damit hätte Er dann die erdachten 72 Stunden erfüllt.

 

Das Vorstellen Jesu beim Vater fiele demnach auf den Sonntag, den 18. Nisan, Joh. 20, 17. 

Dies jedoch widerspricht der Ordnung Gottes; denn Er bestimmte den 16. Nisan, den Tag der ersten Garbe, am Tage nach dem Sabbat (nach dem Großen Sabbat, dem 15. Nisan) für das Vorstellen Jesu bei Seinem Vater im Himmel! 3. Mos. 23, 10-11; Joh. 20, 17.

 

Nur am 16. Nisan, am Tage der ersten Garbe, als die „erste Garbe“, als der Erstling von den Toten, bekam Jesus Sein Erlösungswerk vom Vater bestätigt! 1. Kor. 15, 14-20. Die Bibel, das Ursprüngliche, muß für uns alle der Maßstab aller Lehre bleiben! 

Und danach ist:

Der 14. Nisan des Herrn Passa!

Es ist der Gedenktag an die Verschonung der Erstgeburt, 2. Mos. 12. - Jesus ist an diesem Tag als das Passa-Lamm für uns am Kreuz gestorben.

 

Er ruhte am 15. Nisan, dem Großen Sabbat, Joh. 19, 31, dem Fest der ungesäuerten Brote im Grab und am Tag der Erstlingsgarbe, dem 16. Nisan, war Seine Auferstehung.

An diesem Tag stellte Er sich auch als der Erstling, als der Erste, der von den Toten auferstanden ist, bei Seinem Vater im Himmel vor, Matth. 5, 17; 3. Mos. 23, 4-14; 1. Kor. 15, 20; Joh. 20,17! 

 

Damit ist auch durch die Bibel bewiesen, daß das Zeugnis aus Jona 2, 1 (Matth. 12, 39-40), drei Tage und drei Nächte, sich nicht allein auf die Grabesruhe Jesu bezieht.

Es ist vielmehr die Zeit:

ab Seiner Gefangennahme bis zu Seiner Auferstehung, die als „in dem Herzen der Erde“

bezeichnet wird und dem Machtbereich Satans zuzurechnen ist – obwohl Satan keine Macht über Jesus hat, Joh. 14, 28-31 (1. Mos. 3, 15)!

Siehe dazu; Matth, 26, 50; Mark. 16, 9; Matth. 12, 40; 15, 19, Konkordante Bibel; Luk. 10, 18; Joh. 12, 31; Offb. 12, 9!

 

Zur widergöttlichen Lehre der Auferstehung Jesu am Samstag, bei Sonnenuntergang, bestehen auch noch zwei Versionen über das Erscheinen der Marien am Grabe Jesu: Einmal wird behauptet, die Marien wären gleich nach Sabbatschluß, zu Beginn des ersten Tages der Woche, unmittelbar nach Sonnenuntergang, zum Grabe gekommen.

 

Dabei hätte das Wegwälzen des Grabsteines und das Salben des Leichnams Jesu in der Finsternis geschehen müssen.

Mit anderen Worten:

Alle Begebenheiten, die uns in Matth. 28, 1- 15 bekanntgemacht werden, hätten in der Dunkelheit, in der Nacht, stattgefunden.

Das biblische Wort widerspricht dem und sagt, daß Seine Auferstehung und alles um Matth. 28, 1-8 (Joh. 20, 11-19) bei Sonnenaufgang und danach - am Tage – geschah.

 

Zum anderen Male wird aus revidierten Schriften zitiert, die Marien seien in der Frühe, bei Sonnenaufgang des ersten Tages der Woche, am Grabe Christi erschienen, wobei Jesus, wie bei der ersten Version, bereits kurz vor Sabbatschluß, nämlich wenigstens zwölf Stunden vorher, auferstanden sei.

 

Wo war Jesu in dieser Zeit? 

Geschrieben steht aber, daß Jesus der Maria Magdalena am Sabbatmorgen, bei Sonnenaufgang, begegnet ist, und ihr sagte: „Rühre mich nicht an! ...“ - danach fuhr Er auf zu Seinem Vater in den Himmel, kehrte wieder zurück und am selbigen Sabbat erschien Er schließlich den Emmaus-Jüngern! - Joh. 20, 15-17; Luk. 24, 13-31.

 

Daraus ist auch zu erkennen, daß die Spezerei noch am 14. Nisan zubereitet wurde und den Großen Sabbat über waren sie still nach dem Gesetz, Luk. 23, 54-56.

 

Ebenso die Grabeshüter, wären diese von einer Auferstehung kurz vor Sabbatschluß Zeugen geworden, dann hätten sie sich bestimmt noch in der Abenddämmerung auf dem schnellsten Weg zu den Priesterfürsten begeben um von dem einmaligen Ereignis, der Auferstehung Jesu, zu berichten.

Sie gingen aber erst morgens, bei Tagesanbruch, am Wochensabbat zu den Ältesten und bekamen den Auftrag:

"Sprechet: Seine Jünger kamen bei Nacht und stahlen ihn ...“

So steht es im ursprünglichen Wort, in allen unrevidierten Schriften geschrieben!

 

Die Marien kamen also nicht in der Abenddämmerung oder in der zunehmenden Finsternis oder in der Frühe, des ersten Tages der Woche, zum Grabe, sondern

Und sehr früh, morgens, an dem einen der Sabbattage, kommen sie zum Grabe beim Aufgehen der Sonne.“ Mark. 16, 2, Konkordante Bibel 1964.

 

Und kurze Zeit vorher, am 16. Nisan, dem Wochensabbat, dem Tage der Erstlinge, 3. Mos. 23, 10-11, im Jahre 31 n. Chr., in der Frühe, morgens, ist Christus als der Erstling von den Toten auferstanden! Mark. 16, 9, Konkordante Bibel.

 

Siehe auch: „Die Auferstehung Jesu war an einem Wochensabbat“.

 

Heinrich Ramisch

Quelle: http://www.gott-ist-der-ursprung.de/links/

 

www.bibel-aktuell.org


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