Vom Juden Jesu

zu einer neuen heidnischen Lehre


 

Jesus war kein Trinitarier!

Vom Juden Jesu

zu einer neuen heidnischen Lehre

 

Unten stehend ist das sogenannte Athanasische Glaubensbekenntnis.

Ich zitiere es nicht in voller Länge, aber ausreichend genug, um zu zeigen, wie es die zusammenfassende Aussage

 

„Gott existiert in drei Personen“ entfaltet:

„Wer da selig werden will, der muss vor allem den allgemeinen (katholischen) Glauben festhalten. Jeder, der diesen nicht unversehrt und unverletzt bewahrt, wird ohne Zweifel ewig verloren gehen. Dies aber ist der allgemeine Glaube: Wir verehren den einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit, ohne Vermischung der Personen und ohne Trennung der Wesenheit... Ewig der Vater, ewig der Sohn, ewig der Heilige Geist. Und doch sind es nicht drei Ewige, sondern ein Ewiger... Ebenso ist allmächtig der Vater, allmächtig der Sohn, allmächtig der Heilige Geist. Und doch sind es nicht drei Allmächtige, sondern ein Allmächtiger. So ist der Vater Gott, der Sohn Gott, der Heilige Geist Gott. Und doch sind es nicht drei Götter, sondern ein Gott. So ist der Vater Herr, der Sohn Herr, der Heilige Geist Herr. Und doch sind es nicht drei Herren, sondern ein Herr. Denn wie uns die christliche Wahrheit zwingt, jede Person einzeln für sich als Gott und als Herrn zu bekennen, so verbietet uns der allgemeine Glaube, von drei Göttern oder Herren zu sprechen... Und in dieser Dreifaltigkeit ist nichts früher oder später, nichts größer oder kleiner, sondern alle drei Personen sind einander gleichewig und gleichrangig, so dass in allem, wie bereits oben gesagt worden ist, die Dreifaltigkeit in der Einheit und die Einheit in der Dreifaltigkeit zu verehren ist. Wer also selig werden will, soll diese Auffassung von der Dreifaltigkeit haben.“

 

Achten Sie auf die heftigen Drohungen, die an jene gerichtet sind, die dieses erstaunliche Dogma in Frage stellen.

Aber würde Jesus möglicherweise diesem Glaubensbekenntnis zugestimmt haben? Oder würde Jesus selbst unter das Urteil (anathema: verflucht) dieses „christlichen“ Glaubensbekenntnisses fallen?

Die erschreckende Tatsache ist, dass Jesus jede Verbindung mit diesem bizarren Dokument, das dem gewöhnlichen Leser ziemlich offensichtlichen Unsinn präsentiert, verweigert hätte.

Es liegt auf der Hand, dass Jesus nichts vom Glaubensbekenntnis von Nicäa oder dem athanasischem Glaubensbekenntnis wusste.

Jesus hat den Willen seines Vaters perfekt gelehrt und ausgeführt. Jesu eigene Bestätigung des Glaubensbekenntnisses Israels ist ein Zeugnis für die wichtigste Tatsache im Universum: es gibt nur einen Gott und er ist eine einzige göttliche Person.

 

Könnte der Gott Jesu jemals an die Dreieinigkeit glauben?

Ich glaube, dass dieser Professor der Kirchengeschichte völlig richtig lag, als er folgendes beobachtete:

Das Alte Testament ist streng monotheistisch. Gott ist eine einzige Person. Die Vorstellung, dass man dort eine Dreieinigkeit findet, ist völlig ohne jegliche Grundlage...

Es gibt auch keinen Bruch zwischen dem Alten und dem Neuen Testament. Die monotheistische Tradition wird fortgeführt. Jesus war ein Jude, der von jüdischen Eltern in alttestamentlichen Schriften unterrichtet wurde. Seine Lehre war jüdisch bis ins Mark; tatsächlich ein neues Evangelium, aber keine neue Theologie... und er akzeptierte als seinen eigenen Glauben den großartigen Text des jüdischen Monotheismus: „Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist Einer.“71

 

Standardwerke über die Bibel sind bezüglich dieser Tatsachen ziemlich klar.

Hier ist ein Auszug aus dem Exegetical Dictionary of the New Testament bei seinem Eintrag über das Wort „einer“:

„Die frühe Christenheit hat bewusst vom Judentum die monotheistische Formel „Gott ist einer“ übernommen (5. Mose 6,4). Nach Markus 12, 29-32 hat Jesus ausdrücklich diese jüdische monotheistische Formel bestätigt.72

Paulus war ebenfalls im Kern seines Glaubens „jüdisch“ bezüglich Gott: „Es gibt nur einen Gott und einen Mittler zwischen Gott und den Menschen, den Menschen Christus Jesus“ (1. Tim. 2,5).

Dieses Glaubensbekenntnis als Aussage von Paulus, spiegelte die Sichtweise Jesu von Gott wieder und sollte genügen. Aber die Kirche ging über und aus der Bibel hinaus. Die Zeugen der Kirchengeschichte berichten von dem Chaos, das sich daraus ergab“.

 

Hugh Anderson spricht in seinem Kommentar über das Markusevangelium erstaunlicherweise von einer

„Kirche, die das Shema nicht mehr rezitierte“, während „Jesus unerschütterlich in der Einflusssphäre der jüdischen Frömmigkeit stand“.73

 

Was geschah dann mit der Kirche?

Vergass sie ihren Gründer?

Es gab sicherlich nichts Mangelhaftes an der Theologie des Heilands und seinem Bekenntnis, dass sein Gott der Gott seiner jüdischen Herkunft ist. Warum bleiben wir als Christen nicht im Zentrum der jüdischen Frömmigkeit von Jesus?

Jesu jüdisches Bekenntnis ist ein fester Glaube an das Shema Israels in 5. Mose 6,4, das durch die Propheten Israels, bis zu Jesus selbst in Markus 12, weitergegeben wurde. Führende Juden in der Zeit Jesu gaben dasselbe Glaubensbekenntnis wieder. Josephus war dafür typisch:

„Gott als einen einzigen anzusehen ist normal unter den Hebräern.“74 So auch Philo: „Lasst uns dann tief in unsere Herzen dies als unser erstes und heiligstes Gebot einprägen, dass wir einen Gott anerkennen und ehren der über allem ist, und lasst uns die Vorstellung, dass es mehrere Götter gibt, niemals auch nur die Ohren des Menschen erreichen, dessen Lebensregel es ist, die Wahrheit in Reinheit und Gutem zu suchen.“75

 

Das Glaubensbekenntnis Jesu „ist in Übereinstimmung mit dem jüdischen Bekenntnis.“ 76

Hat unser Herr Jesus nicht das Recht uns mitzuteilen, wer Gott ist?

Wäre es nicht gefährlich für uns und arrogant, wenn wir das Verständnis des Monotheismus des Herrn Jesus ignorieren?

Ich kehre zu den treffenden Argumenten eines führenden zeitgenössischen Experten der systematischen Theologie zurück:

Die Transformation, die diese Entwicklung bedeutet, ist größer als alles, was je innerhalb des Christentums geschah. Sie kann nur mit dem Übergang innerhalb des biblischen Monotheismus selbst verglichen werden, jenem vom unitarischen Monotheismus Israels zum Trinitarismus des Konzils von Chalcedon.

Der Unterschied wird durch den Übergang vom Gebet Shema Yisroel aus 5. Mose 6,4 („Höre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist Einer...“) zum athanasischen Glaubensbekenntnis „Wir verehren den einen Gott in der Dreifaltigkeit und die Dreifaltigkeit in der Einheit“, symbolisiert.

 

War der Übergang des persönlichen Monotheismus Israels zum dreipersonalen Theismus von Nicäa eine legitime Entwicklung der alttestamentlichen Offenbarung?

Christen bestätigen, dass dies so sei, und halten dafür, dass Nicäa eine vollere Entfaltung und keine Verdrehung der Selbstoffenbarung des Gottes Israels ist.

Tatsächlich werden der Trinitarismus von Nicäa und die christologischen Definitionen von Chalcedon als gültige und notwendige Interpretationen des Anspruches Jesu Christi im Kontext der alttestamentlichen Zeugen, dass Gott einer ist, gesehen.77

 

Der Professor scheint nicht zu bemerken, dass dieser Übergang, den er bestätigt, tatsächlich ein Übergang war, der die Kirche von Jesus selbst entfernte! Seine Bemerkung ist symptomatisch für das riesige geistliche Durcheinander, welches Theologen erlaubt, darauf zu vergessen, dass das Christentum auf Christus selbst begründet werden sollte.

Der Verzicht auf das Glaubensbekenntnis Jesu ist gleichbedeutend mit dem Verzicht auf ihn selbst. Browns Eingeständnis, dass die Kirche das Glaubensbekenntnis Jesu verändert hat, prallt auf die einfach verständliche Aussage im Dictionary of Christ and the Gospels:

„Für Jesus, wie auch für sein Volk durch viele Jahrhunderte, war Gott einer. Er hat diesen alten Glauben nie abgeändert.“78

 

Genau auf diesen Punkt bezieht sich die scharfsichtige Bemerkung von Professor Hiers, der feststellt, dass „die Ausleger der christlichen Überzeugung gewöhnlich nicht besonders daran interessiert waren, was Jesus in seiner eigenen Lebenszeit beabsichtigte und tat,“79 und Professor Loofs, der vor der Hellenisierung des Glaubens und einer „getarnten Einführung des Polytheismus in das Christentum“ 80 warnt, sowie Professor Martin Werner, der es beklagt, dass der Glaube durch das Heidentum unterwandert wurde.81

 

Wenn es nicht aus der Schrift gezeigt werden kann, dass Jesus ein neues Glaubensbekenntnis autorisierte, muss die Kirche zugeben, dass sie eine Definition von Gott angenommen hat, die nicht jene von Christus und daher auch nicht christlich ist.

Eine Revolution ist nötig, wenn wir Jesus in der Angelegenheit mit seiner Definition, wer Gott und er selbst sind, ernst nehmen.

Die Reformation des 16. Jahrhunderts muss als sehr unvollständig und auf vielerlei Weise ungenügend neu bewertet werden.

Es muss die Frage gestellt werden, ob die Reformatoren wirklich meinten, was sie sagten, als sie behaupteten, dass sich die Kirche fortwährend reformieren müsse 82, um ihren ursprünglichen Status zurückzuerlangen. Könnte die Frage wer Gott ist, nicht ein Schlüssel zu den riesigen Problemen sein, die die Christenheit plagen, so wie auch in weiterer Folge die Beziehungen zum Judentum und dem Islam?

 

Www.bibel-aktuell.org

 

71 L.L. Paine, A Critical History of the Evolution of Trinitarianism, Houghton Mifflin and Co., 1900, Seite 4.

72 Exegetical Dictionary of the New Testament , Eerdmans, 1990, Seite 399.

73 Gospel of Mark (New Century Bible Commentary), Eerdmans, 1981, Seite 280.

74 Antiquities 5, Seite 112.

75 Decalogue, Seite 65.

76 Eduard Schweizer, The Good News According to Mark, John Knox Press, 1970, Seite 251.

77 Harold O.J. Brown, Heresies, Seite 431.

78 God, Dictionary of Christ and the Gospels, 1:650.

79 Richard Hiers, Jesus and the Future, 1.

80 Paul Schrodt, The Problem of the Beginning of Dogma in Recent Theology, Peter Lang, 1978, Seite 121.

81 The Formation of Christian Dogma, Harper, 1957, Seite 298.

82 Semper Reformanda.

 

Quelle: http://www.trinitaet.com/images/PDF/Buecher/Jesus-war-kein-Trinitarier.pdf


!!!1.Thessalonicher 5:21 prüfet aber alles.

Das Gute behaltet,!!!


Kommentare

Noch keine Einträge vorhanden.



Flag Counter