Tradition als Gefahr


 

Jesus war kein Trinitarier!

Tradition als Gefahr

 

Jesus warnte beinahe täglich vor den Gefahren religiöser Traditionen. Er wusste, wie leicht sie zu einer Gefahr für die göttliche Offenbarung in der Schrift werden können. Jesus bemerkte, dass Gott, sein Vater, Männer und Frauen sucht, die Ihn im Rahmen von Geist und Wahrheit anbeten: “Die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten“ (Joh. 4,24).

Das bedeutet, dass Gott jenen Dienst akzeptiert, der durch offenbarte Wahrheit informiert ist und nicht durch lieb gewonnene Traditionen ineffektiv wurde, gleichgültig wie geheiligt sie erscheinen. Ein weiser Gelehrter, der verstorbene Professor F.F. Bruce, stellte dies in seiner Korrespondenz mit mir vor vielen Jahren fest: „Menschen, die einzig im Glauben an der Bibel festhalten (wie sie denken), halten oftmals tatsächlich an einer traditionellen Interpretation der sola scriptura fest. Evangelikale Protestanten können genau so Diener von Traditionen sein, wie Römisch Katholische oder Griechisch Orthodoxe, nur dass sie nicht realisieren, dass es Tradition ist.“26

Ein „wiedergeborener“ evangelikaler Christ zu sein, ist in sich noch keine Garantie dafür, dass man den christlichen Glauben von der Bibel gelernt hat, statt von Traditionen, die der Bibel aufgebürdet wurden. Überraschenderweise scheint treuen Mitgliedern von Kirchen nur selten der Gedanke zu kommen, dass ihre eigenen fundamentalen „selbstverständlich wahren“ Lehren völlig im Widerspruch zu den Lehren des Messias Jesus stehen, den sie als Pionier und Gründer ihres Glaubens bezeichnen.

Die mangelnde Übereinstimmung zwischen der Definition Jesu, wer Gott ist, und der beinahe universellen Definition wer Gott ist, die in den Büchern der Hauptströmungen der Christenheit zu finden ist, sollte besorgniserregend für alle sein, die behaupten, dass die Bibel für Gläubige der endgültige Maßstab ist.

 

Ich bin zuversichtlich, dass ein krasser Unterschied zwischen der Definition Gottes, die von Jesus autorisiert wurde und jener Definition, die von Kirchenmitgliedern heute verlangt wird, demonstriert werden kann. Die Tatsachen sind einfach zu verstehen, obwohl die fremdartigen Ansichten von Gott und Seinem Sohn sie beängstigend kompliziert erscheinen lassen.

Es gibt eine massive Abkehr von der „Schlichtheit“, die Jesus selbst präsentierte. Sein Glaubensbekenntnis – die Definition des wahren Gottes – ist einleuchtend einfach. Es verlangt danach einfach geglaubt zu werden. Glaubensbekenntnisse erinnern uns an den grundlegenden Rahmen unserer Religion.27 Sie sind eine Inhaltsangabe unseres Glaubens in zusammengefasster Form, um jene, die sich Woche für Woche versammeln, an die Substanz ihrer Überzeugungen über Gott, Jesus und die Erlösung zu erinnern.

Viele von uns erinnern sich zeit ihres Lebens an die Worte des Glaubensbekenntnisses, das sie pflichtbewusst in ihren Kirchen aufsagten. Nicht, dass wir es unbedingt inhaltlich verstanden, was wir dabei sagten, aber unser wöchentliches Aussprechen schien bereits schon durch die bloße Altertümlichkeit, sowie die Gelehrsamkeit und das Gewicht einer ungebrochenen Tradition, mit der es offensichtlich gestützt wurde, eine unberührbare Heiligkeit zu erhalten. Wie viele von uns hätten erklären können, was es bedeutet, dass Jesus „in die Hölle hinabgestiegen“ ist?

Das sollte der letzte Ort sein - in Anbetracht dessen was wir unter „Hölle“ verstehen - wo er hingehen sollte. Niemand gab sich die Mühe, uns die völlige Bedeutungsverschiebung zu erklären, die beim Wort „Hölle“ stattfand. Im Fall Jesu bedeutete es in der Schrift einfach, dass er zum Zeitpunkt seines Todes an jenen Ort der Ruhe ging, wo alle Toten sind.

 

Die Kirche scheint irgendwie unsere Umklammerung zu verstärken, indem sie den Glaubensbekenntnissen erlaubt, eine mystische – sogar unverständliche - Atmosphäre zu vermitteln. Vielleicht war es auch gar nie die Absicht, dass sie verständlich sind? 28

Kann religiöser Glaube wirklich so vernünftig und logisch sein, dass er in intelligenten Worten vermittelt werden kann? Andererseits scheint Jesus auf vernünftige und logische Art diskutiert und begründet zu haben, als er versuchte, seine Behauptungen gegen heftigen Widerstand zu verteidigen. Jesus argumentierte offensichtlich vom Alten Testament her, der Bibel seiner Zeit. Würde ein Christ nicht dasselbe tun und das Neue Testament zu seinen Quellen göttlicher Informationen hinzufügen?

Und wenn er behauptet, dass er an die Worte der Schrift in ihrer normalen logischen grammatikalischen Bedeutung glaubt, wäre es dann nicht sehr verdächtig zu hören, wenn Theologen uns erklären, dass Sprache nicht ausreicht, um das Geheimnis der Dreieinigkeit zu erklären?

Die Bibel gibt keinen Hinweis auf die Unzulänglichkeit der inspirierten Sprache, die Gott benutzt, um zu offenbaren, wer er ist (ohne uns zu verwirren). Es wird vorausgesetzt, dass das Christentum auf den geschriebenen Lehren von Jesus gegründet ist, der für sich in Anspruch nahm, der Sohn Gottes und der Messias zu brillante, von Gott gegebene Einsicht, ihn als „den Christus (Messias), den Sohn des lebendigen Gottes“ (Matthäus 16,16-18) zu erkennen, beglückwünschte.

Auf diesem unerschütterlichen Felsengrund hat Jesus versprochen seine Gemeinde zu bauen. Er sorgte für die grundlegende Basis zuverlässiger Ansichten darüber, wer er ist, um uns vor der immer gegenwärtigen Bedrohung durch rivalisierende „Jesusse“ und verzerrte Darstellungen seiner wahren Identität sowie anderen Anwärtern für religiöse Anbetung zu schützen. Die neutestamentliche Gedankenwelt kann auf uns im 21. Jahrhundert schnell sonderbar wirken.

 

Sehen wir die Schlacht um die Wahrheit noch immer als einen fortwährenden Kampf auf Leben und Tod?

Jesus und Paulus taten dies offensichtlich. Weder Jesus noch Paulus vertraten nur anständige Moral oder kultivierten Humanismus. Menschen werden für solche Programme nicht verfolgt und bedrängt. Jesus warnte seine Nachfolger, dass sie täglich ihr Kreuz aufnehmen müssen und er meinte damit die Kreuzigung.

Sie mussten Widerstand von der etablierten Gesellschaft erwarten, die bewiesen hatte, dass sie ihm als Messias halsstarrig feindlich gesinnt ist. Am bestürzendsten ist, dass Jesus die schlimmste Form der Verfolgung aus religiösen Kreisen kommen sah: „Es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen.“ (Johannes 16,2). Solch eine Situation kann nur entstehen, wenn eine massive Verführung religiöser Menschen stattfand.

 

Www.bibel-aktuell.org

 

26 Brief , 13. Juni 1981.

27 Viele wichtige Worte werden aus der lateinischen Sprache abgeleitet. Dies ist teilweise auch für theologische Ausdrücke wahr, da die Kirchensprache der westlichen Christenheit für über tausend Jahre ausnahmslos Latein war. Der englische Ausdruck „creed“ für Glaubensbekenntnis kommt vom lateinischen credo und bedeutet „ich glaube“.

Die erste Zeile des apostolischen Glaubensbekenntnisses lautet in Latein Credo in deum„Ich glaube an Gott“. Glaubensbekenntnisse werden als autorisierte Erklärungen betrachtet, die in zusammengefasster Form die zentralen Glaubensartikel oder Lehrsätze des historischen, christlichen Glaubens bekannt machen.

Vier offizielle Glaubensbekenntnisse sind als ökumenische Glaubensbekenntnisse der Christenheit bekannt. Diese Glaubensbekenntnisse wurden zu verschiedenen Zeitpunkten in der Kirchengeschichte formuliert und beinhalten das „Apostolische Glaubensbekenntnis“, das „Bekenntnis von Nicäa“, das „Athanasische Glaubensbekenntnis“ und das „Christusbekenntnis von Chalcedon“ (Kenneth Richard Samples, „

The Ancient Christian Creeds“, www.augustinefellowship.org).

28 Dieselbe nicht verstandesmäßige Annäherung an die Religion scheint vorherrschend zu sein, wenn einige Katholiken verlangen, dass die Messe nicht in der Landessprache, sondern wie früher in Latein zelebriert wird. Sie bevorzugen augenscheinlich einen unverständlichen Gottesdienst, da sie denken, dass dessen „Mystik“ sie näher zu Gott zieht.

 

Quelle: http://www.trinitaet.com/images/PDF/Buecher/Jesus-war-kein-Trinitarier.pdf


!!!1.Thessalonicher 5:21 prüfet aber alles.

Das Gute behaltet,!!!


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