Juden waren keine Trinitarier!


 

Jesus war kein Trinitarier!

Juden waren keine Trinitarier!

 

Jeder, der auch nur die geringste Ahnung von der Geschichte Israels hat, weiß, dass Juden niemals jemals an einen dreipersonalen Gott glaubten. Juden waren leidenschaftlich und entschlossen mit dem Glauben verbunden, dass Gott eine einzige göttliche Person ist. Sie sind das, was Theologen hilfreich als „Unitarier“65, oder besser noch als „unitarische Monotheisten“ bezeichnen.

 

Juden haben in ihrer gesamten Geschichte niemals an einen dreieinen Gott geglaubt.

Bis heute schrecken sie von einer solchen Abkehr vom grundlegenden Prinzip ihrer offenbarten Religion mit Entsetzen zurück Jesus war ein Jude. Jesus war ein entschlossener Unitarier. Jesus ist auch der Lehrer und Herr aller bekennenden Christen (Johannes 13,13).

 

Ein Theologieprofessor in Oxford legt diesen Punkt in seinem Vortrag über Dreieinigkeit so dar:

„Wie ich schon letzte Woche sagte, begann die Christenheit als trinitarische Religion mit einer unitarischen Theologie. Es entwickelte sich im Judentum und der Monotheismus des Judentums war, und ist bis heute, unitarisch. Wie kam die Kirche dazu, eine Theologie festzusetzen, die gleichwertig war, um die neue Erkenntnis von Gott, die durch Jesus Christus kam, auszudrücken?

In welchen Begriffen konnten die Christen so von Gott denken, wie er ihnen in der Praxis ihrer Religion geoffenbart worden war?

Sollten sie den Monotheismus verwerfen und eine tritheistische Theologie entwerfen?

Oder konnte der Monotheismus überarbeitet werden und die neue Offenbarung hinzugefügt werden, ohne dass man aufhörte monotheistisch zu sein?

Dies war das Problem, mit dem die Kirche in den ersten Jahrhunderten rang, in denen die Glaubensbekenntnisse formuliert wurden. Letzte Woche haben wir einen Aspekt dieses Teiles der Kirchengeschichte betrachtet und wir bemerkten, dass das christliche Gedankengut sich durch die Verbindung mit den geerbten religiösen Glaubensgrundsätzen des Judentums und den griechischen Traditionen des philosophischen Denkens entwickelte.

Ich möchte nun versuchen zu zeigen, dass das Ergebnis dieser Entwicklung sowohl die Überarbeitung von der theologischen Idee des Monotheismus, wie der philosophischen Ideen der Einheit war.“66

 

Diese Aussage verlangt nach einer sorgfältigen Analyse.

Der jüdische Glaube war als Glaube an Gott als eine einzige Person immer unitarisch. Aber die Kirche – so die Argumentation des Professors – überarbeitete ihre unitarische Sicht von Gott und machte aus Gott ein Wesen aus drei Personen, während sie diese Sichtweise gleichzeitig als Monotheismus bezeichnete. Hören wir der leidenschaftlichen Ablehnung zu, die Juden dem trinitarischen Glaubensbekenntnis entgegenbringen, das von jenen angenommen wurde, die behaupten, dass sie dem Juden Jesu nachfolgen:

Ein Platz für den Meister aus Nazareth innerhalb der Struktur des jüdischen Gedankengutes ist nur unter der Bedingung möglich, dass klar zwischen dem Christus der christlichen Lehre und Jesus, dem Juden, unterschieden wird...

 

Die christliche Wahrnehmung von Jesus in Begriffen der Heiligen Dreieinigkeit beruht auf einem tragischen Missverständnis... die Wiederherstellung des „historischen Jesus“ auf Kosten des orthodoxen Sohn Gottes... es ist nur eine vage und verwässerte christliche Theologie, die sich vorstellt, es wäre möglich, anders zu einem Einverständnis mit dem Judentum zu kommen.

In der Realität gibt es kein Verständnis zwischen den beiden Glaubensrichtungen: sie besitzen keinen gemeinsamen Nenner, der die Basis für eine „theologische Brücke“ sein könnte...

Montefiore ist sich dieser Schwierigkeit voll bewusst, wie wir aus einer seiner frühesten Bemerkungen sehen können: Das Zentrum der Lehre über den historischen Jesus ist Gott: das Zentrum der Kirchenlehre ist er (Jesus selbst). Es ist diese eigentümliche Haltung zu Jesus, welche die Kirche für immer von der Synagoge trennt.“67

 

Der gleiche Autor unterstreicht die jüdische Sicht von der Einheit Gottes: Das Wesen des Judentums ist die Lehre von der absoluten und unveränderbaren Einheit Gottes. Professor Moore´s meisterhafte Definition des jüdischen Konzeptes dieser Einheit kann schwerlich übertroffen werden.

Er bezeichnet es als „numerischen, exklusiven und kompromisslosen persönlichen Monotheismus“ .

Damit steht und fällt das Judentum. Tatsächlich, die absolute Einheit des Gottes Israels zusammen mit der Torah, die Offenbarung dieses einen und einzigen Gottes, formt das Herz und das Wesen des Judentums.

Der Rest des jüdischen Gedankengutes und der Glaubenspraxis ist von zweitrangiger Wichtigkeit, wenn man es mit diesen zwei fundamentalen Wahrheiten vergleicht...

Dieser lebenswichtige Grundsatz, wie er sowohl von orthodoxen wie auch von liberalen Juden verstanden wird, steht in direkter Opposition zu der trinitarischen Lehre der christlichen Kirche.“68

 

Aber wer entscheidet, welches Glaubensbekenntnis Christen akzeptieren sollen?

Was geschah mit dem eigenen Glaubensbekenntnis Jesu, das in den Evangelien als das unitarische Glaubensbekenntnis Israels aufgezeichnet ist?

Am Ende seines Dienstes bestätigte Jesus die Tatsache, dass Gott einer ist und dass dieser eine Gott mit all unserem Wesen geliebt werden soll, als das entscheidendste, wichtigste geistliche Gebot von allen.

Wir stellen fest, dass Jesus das Glaubensbekenntnis seiner jüdischen Herkunft auf keinste Weise überarbeitet hat. Jesus hat nirgends eine neue Definition von Gott autorisiert!

 

Professor Hodgon sprach zuvor von dem „Ringen“ der Kirche, als sie damit kämpften, ihren Glauben in Jesus auszudrücken.

Aber wer sagte, dass das Glaubensbekenntnis geändert werden darf, oder dass es einer Änderung bedarf und damit als Glaubensbekenntnis von Jesus unkenntlich wird? Wer sagt, dass das Glaubensbekenntnis der Bibel etwas ist, worum man ringen muss?

Weder Paulus noch ein anderer Schreiber des Neuen Testamentes versuchten das Glaubensbekenntnis Jesu oder das ihrer jüdischen Herkunft zu „verbessern“.

 

Es war die spätere nachbiblische Kirche, die durch einen verschlungenen und umständlichen Prozess allmählich von ihrer biblischen Herkunft abkam, die in den eigenen Worten Jesu begründet war. Nach erbitterten Kämpfen wurde 325 nach Christus der Monotheismus Jesu offiziell überarbeitet, um nun drei Personen zu beinhalten. Überarbeitet?

Kann jemand unbeschadet das Glaubensbekenntnis verlassen und die Worte Jesu einfach unter den Tisch kehren?

 

Www.bibel-aktuell.org

 

65 Dies ist zu unterscheiden von den modernen Unitarier-Universalisten, deren Theologie sich auch von jener in diesem Buch drastisch abgrenzt.

66 Leonard Hodgson, Christian Faith and Practice, Blackwell, 1952, Seite 74.

67 Jacob Jocz, The Jewish People and Jesus Christ, SPCK, 1962, Seite 262.

68 Ebd., Seite 262-265

 

Quelle: http://www.trinitaet.com/images/PDF/Buecher/Jesus-war-kein-Trinitarier.pdf


!!!1.Thessalonicher 5:21 prüfet aber alles.

Das Gute behaltet,!!!


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