Ist Gott eine Dreieinigkeit?

Ein Geist



Ist Gott eine Dreieinigkeit?

Ein Geist

 

Es gibt eindeutig nur einen Geist, so wie es nur eine Taufe, einen Glauben, eine Hoffnung und einen Leib gibt (vgl. Epheser 4,4.5). Doch beachten wir eines: Wenngleich es nur eine Taufe gibt, existieren viele zu taufende Personen. Und auch wenn es nur einen Leib gibt, besteht dieser aus vielen Gliedern (siehe 1. Korinther 12,14).

Dasselbe gilt für den Heiligen Geist. Es gibt EINEN Geist, allerdings sind sowohl Gott, der Vater, als auch Jesus Christus Geistwesen, und von beiden geht der Heilige Geist aus. Darum lesen wir nicht nur vom Geist des Vaters, sondern auch vom Geist Christi. Wenn von einem Geist die Rede ist, so findet eine Bezugnahme auf die vollkommene Harmonie oder Einheit zwischen Gott, dem Vater, und Jesus Christus statt. Es ist genau dasselbe, wenn Christus sagt: „Ich und der Vater sind eins“ (Johannes 10,30). Christus meinte damit nicht, dass er und sein Vater „ein“ Wesen seien, sondern „eins“ in ihren Absichten, Zielen, ihren Gedanken und im Charakter. Als Christus diese Worte sprach, war er zweifelsohne eine von Gott, dem Vater, gesonderte Person. Christus ermahnt uns in Johannes 17,11, dass seine Jünger alle eins im Geiste sein sollten, wie der Vater und Christus eins sind. Jedoch nicht in dem Sinne, dass wir alle ein Wesen werden sollten, sondern vielmehr, dass wir gleichen Geistes sein sollen. Wir sollen – wie Gott, der Vater, und Christus es sind – eins im Geiste werden.

 

Schenken wir an dieser Stelle weiteren Worten Christi Beachtung: „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen“ (Johannes 14,23). Sowohl der Vater als auch Jesus Christus wohnen in uns. Johannes 14,16-18 bekräftigt unsere Feststellung, dass nicht nur der Vater, sondern auch Jesus Christus durch den Heiligen Geist in uns wohnen: „Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tröster geben […]: de[r] Geist der Wahrheit […] wird in euch sein. Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch.“ Gott, der Vater, und Jesus Christus sind beide zu uns gekommen, und beide haben Wohnung bei uns genommen. Dies vollbringen sie durch den Heiligen Geist, der, von beiden ausgehend, in uns hineinströmt. Wie wir gleich feststellen werden, belegt dies eindeutig, dass der Heilige Geist keine Person sein kann.

Wenden wir uns für einen Moment Johannes 7,37-39 zu. Diese Bibelstelle stellt einen direkten Bezug zu Johannes 14,23 her und ist ebenfalls ein Beweis dafür, dass der Heilige Geist keine Person ist. In der Einheitsübersetzung lautet sie: „Am letzten Tag des Festes, dem großen Tag, stellte sich Jesus hin und rief: Wer Durst hat, komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagt: Aus seinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen. Damit meinte er den Geist, den alle empfangen sollten, die an ihn glauben; denn der Geist war noch nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.“

 

Das Wort „gegeben“ ist in kursiver Schrift dargestellt, da es im griechischen Urtext nicht vorhanden ist – es wurde bei der Übersetzung hinzugefügt. Andere Übersetzungen dieser Passage lauten:

Die Revidierte Luther-Bibel: „[…] denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.“

The Good News Bible: „Damals war der Geist noch nicht gekommen […].“

Die Neue Jerusalemer Bibel: „[…] denn da war kein Geist bisher […].“

Moffatts Übersetzung: „[…] bisher war da kein Geist […].“

 

Wenn wir diese Bibelstelle aus dem griechischen Original wortwörtlich übersetzen, kommt folgende Formulierung zustande: „[…] denn noch nicht war der Geist heilig, denn Jesus noch nicht war verherrlicht.“

Deutsche Übersetzungen stimmen in ihrer Wiedergabe meist überein. Sowohl in der revidierten Luther-Bibel, der Elberfelder-Bibel als auch in der Menge-Bibel lautet es: „[D]er Geist war noch nicht da […].“

Die Zürcher Bibel schreibt sogar: „[...] den Heiligen Geist gab es noch nicht […].“ In den Anmerkungen wird betont, dass einige übersetzten: „’der heilige Geist war noch nicht verliehen,’ jedenfalls, weil sie an dem wirklich vorliegenden Wortlaut Anstoss nahmen.“

Doch wie kann das sein? Wie ist es möglich zu sagen, der Heilige Geist existierte noch nicht oder war noch nicht da, weil Christus noch nicht verherrlicht war?

 

Die Antwort ergibt sich, wenn wir bedenken, dass nur ein verherrlichtes Gottwesen jemanden seinen Heiligen Geist geben kann. Als Christus diese Worte sprach, war der Heilige Geist des Vaters eindeutig zugegen und wohnte in Christus – doch Christus verwies hier auf sich selbst. Als er sagte: „Wen da dürstet, der komme zu MIR“, war Christus ein Mensch, der seine Herrlichkeit aufgegeben hatte. Daher hätte er den Heiligen Geist, der aus einem verherrlichten Gottwesen entspringt, nicht spenden können. Beachten wir: es war der Heilige Geist des VATERS (vom Heiligen Geist Christi zu unterscheiden), der in Christus wohnte und durch welchen er wunderbare Werke vollbringen konnte (vgl. Apostelgeschichte 10,38.39).

Um seinen Heiligen Geist auf andere übertragen zu können, musste Christus zuerst verherrlicht sein. Dies geht eindeutig aus seiner Rede in Johannes 16,7 hervor: „Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.“ Dies belegt gleich mehrere Dinge: Es beweist, dass Christus während seines Daseins auf der Erde ein Mensch war, aus Fleisch und Blut.. Diese Textstelle belegt auch eindeutig, dass der Heilige Geist keine Person ist. Vielmehr entspringt der Heilige Geist verherrlichten Gottwesen. Christus hatte keinen eigenen Heiligen Geist, den er hätte anderen spenden können. Darum war der Heilige Geist des verherrlichten Christus noch nicht da – anwesend war NUR des Vaters Heiliger Geist, der in Christus wohnte.

 

Nach der Auferstehung und Verherrlichung Christi können sowohl der Vater als auch der Sohn durch den Heiligen Geist, der von beiden ausgeht, in uns wohnen.

Beide Passagen, Johannes 14,23 und 7,37-39 (wie oben besprochen), zeigen uns, weshalb der Heilige Geist keine gesonderte Person oder kein separates Wesen innerhalb der Gottheit sein kann. Da der Geist des Vaters und Christi in uns wohnen, würden somit zwei Personen in uns wohnen, und die Gottheit würde nicht nur aus drei Personen bestehen, sondern aus vier – Gott, der Vater; Gott, der Sohn; Gott, der Heilige Geist des Vaters; und Gott, der Heilige Geist des Sohnes. Unserem Wissen nach verbreitet aber niemand die Lehre, Gott bestehe aus vier Personen. Und so erkennen wir: Ganz gleich, aus welcher Sicht wir es betrachten; die Theorie über den Heiligen Geist als einer eigenständigen Person stützt sich nicht auf die Bibel!

 

Quelle, siehe hier:

https://www.jesus-christus-erloesungsweg-zum-ewigen-leben.de/ist-gott-eine-dreieinigkeit.php

 

Www.bibel-aktuell.org


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