Durch den Leidensweg Jesu und Seine Auferstehung erfüllen sich die vier Frühjahrsfest- und Gedenktage


 

3. Mose 23, 5-22
In allen vier Evangelien des ursprünglichen Wortes und allen unrevidierten Schriften
steht geschrieben, daß Jesus, morgens an einem Wochensabbat, durch Gott Vater von
den Toten auferweckt wurde. Ebenso steht geschrieben, daß Jesus am dritten Tag
auferstand, Matth, 17, 23; 20, 19; Luk. 24, 21; Apg. 10, 40. Folgerichtig ist Er dann an
einem Donnerstag am Kreuz gestorben und an einem Freitag ruhte Er im Grab!

 

Auf diese Erkenntnis gründet der folgende, kontinuierliche Verlauf Seines
Erlösungsweges:
Jesus starb als unser Passalamm, 1. Kor. 5, 7, am 14. Nisan, dem Tag des Herrn Passa,
3. Mos. 23, 5, an dem Rüsttag für den großen Sabbat, Joh. 19, 31, an einem Donnerstag.
Der folgende Freitag, der 15. Nisan, der Tag der ungesäuerten Brote, 3. Mos. 23, 6-7, ist
der große Sabbat, an dem Jesus im Grabe ruhte. - Am 16. Nisan, 3. Mos. 23, 10-11,
dem Tag der ersten Garbe, ist Er in der Frühe auferstanden. - Das war der dem großen
Sabbat folgende Wochensabbat, ein Samstag.

 

Ein jeder dieser Tage hat vor Gott IEUE seine eigenständige und besondere Bestimmung.
Es sind die drei ersten von den sieben Jahresfest- und Gedenktagen nach 3. Mos. 23, 5-14, die in 3. Mos. 23, 4 zu den Festen des Herrn gezählt werden.
Von besonderer Bedeutung beim Leidensweg Jesu sind die Originaltexte Joh. 19, 31
und Matth. 28, 1, Konkordante Bibel:
Die Juden nun, weil es der Vorbereitungstag war, auf daß die Körper nicht
sollten am Kreuze bleiben am Sabbat (denn groß war der Tag jenes Sabbats), ..
Es war aber der Abend der Sabbate. Da es nun dämmert zu einem der
Sabbattage, kam Maria, ... Joh. 19, 31 kann unverändert in jeder Bibel als großer Sabbat nachgelesen werden. -
Offensichtlich erkannten die Veränderer die Bedeutung dieses großen Sabbats nicht, so
daß Joh. 19, 31, gemäß dem Grundtext, auch in allen revidierten Schriften erhalten
blieb.

 

Das aber ist gerade die Schriftstelle, die davon zeugt, daß dem Kreuzigungstag
Jesu der große Sabbat, der Jahressabbat, der 15. Nisan, Seine Grabesruhe, folgte!
In der Kreuzigungswoche Jesu fiel also der große Sabbat auf keinen Wochensabbat! -
Denn dann hätten die Juden von „den Sabbaten“ oder „dem Tag der Sabbate“
gesprochen:
Es gab wöchentliche und die jährlichen Sabbate der großen Feste. Wenn ein
solcher mit einem wöchentlichen Sabbat zusammentraf, sprach man von
„den Sabbaten“ oder „dem Tag der Sabbate“. Konkord. Bibel, Seite 557.

Die Feststellungen in Matth. 28, 1 „der Abend der Sabbate“ und „zu einem der
Sabbattage“ (siehe oben) werden in der Konkordanten Bibel, Seite 558, erklärt:
Der große jährliche S (Sabbat) der ungesäuerten Brote nach dem Passah
wird erwähnt in dem Satz „Abend der Sabbate“ (der Abend, der ihn
beschloß und der der Anfang des folgenden wöchentlichen (Auferstehungs-)
Sabbats war) Matth. 28, 1und Mk. 15, 42 ...

 

Nach Gottes Willen beginnt der Tag am Abend und endet wieder am Abend, bei
Sonnenuntergang, beim Beginn des nächsten Tages, 1. Mos. 1, 5, siehe Graphik Seite
13. ( unten)

Unter Beachtung dieser göttlichen Ordnung sind die aus dem ursprünglichen Wort
entnommenen Schriftstellen Matth. 28, 1und Joh. 19, 31 die tragenden Pfeiler der
Beweisführung über Seine Auferstehung an einem Wochensabbat. Sie bestätigen die
Richtigkeit aller Bibelstellen, die davon zeugen!
Das Passamahl wurde am 13. Nisan zwischen den „Abenden“, in der Zeit zwischen dem
Abendopfer (15°° Uhr) und dem Abend, dem Sonnenuntergang, zubereitet. Und
gegessen wurde das Passalamm am Abend, mit Beginn des 14. Nisan.
Das geschah so beim Einsetzen des Passa vor dem Auszug aus Ägypten. - So
wiederholte es Josua am gleichen Tag in Gigal nach vierzig Jahren in der Wüste und
Jesus mit Seinen Jüngern aßen gemeinsam ebenfalls am Abend, mit Beginn des 14.
Nisan, das Passaessen, siehe 2. Mos. 12.; Jos. 5, 10-12; Matth, 26, 2; Luk. 22, 7-20.

 

An des Herrn Passa wurde den Israeliten in Ägypten geboten das Blut des Opfertieres
an beide Pfosten der Tür und an die obere Schwelle zu streichen; denn der Herr ging in
derselben Nacht durch das Land Ägypten und schlug alle Erstgeburt an Mensch und
Vieh. An jenen, die das Zeichen an der Tür hatten, ging Er vorüber. Und kein Mensch
ging zu seiner Haustür heraus bis zum Morgen. Erst mit Beginn des Morgens, des
14. Nisan, sammelte das Volk ihr Vieh, Hab und Gut und das von den Ägyptern
gegebene silberne und goldene Geschmeide und Kleider. Mit Beginn des 15. Nisan, am
Abend, waren sie bereit für den Auszug, den sie gemäß der Schrift bei Nacht des 15.
Nisan begannen, 5. Mos. 16, 1; 4. Mos. 33, 3.

Für den Herrn war die Nacht des 14. Nisan eine Nacht des Wachens, um Sein Volk aus
Ägypten zu führen: Darum sollen die Kinder Israel diese Nacht dem Herrn zu Ehren
wachen, 2. Mos. 12, 42. - Auch Jesus gebot Seinen Jüngern in der Nacht des 14. Nisan
mit Ihm zu wachen, Matth. 26, 38-41:
Jesus gab noch während des Essens den Jüngern bekannt, daß einer von ihnen Ihn
verraten wird. Nachdem nun Jesus dem Judas, genannt Ischarioth, den eingetauchten
Bissen gab, fuhr der Satan in ihn und er verließ die Versammelten, um den Verrat an
Jesus zu vollbringen, Joh. 13, 21-30..

 

Es folgten die Worte Jesu an die verbliebenen Jünger, u. a.:

„Ich sage dir, Petrus, keinesfalls wird heute ein Hahn krähen, bis du es dreimal verleugnen wirst, von mir zu wissen.“ Luk. 22. Kapitel. Danach ging Jesus, nach Seiner Gewohnheit, auf den Ölberg und die Jünger folgten Ihm. Er gebot ihnen zu bleiben und mit Ihm zu wachen und zu beten, bevor Er Sich einen Steinwurf weit von ihnen entfernte. - Als Er wieder zu Seinen Jüngern zurückkam, fand Er sie schlummernd vor Betrübnis, Luk. 22, 39-45, Konk. Bibel. – Da Er aber noch mit den Jüngern sprach, erschien Judas mit einer Schar und nahte sich Jesus, ihn zu küssen. – Jesus sprach zu ihm: „Judas, mit einem Kuß verrätst du den Sohn des Menschens?“, Luk. 22, 47-48. – Sie griffen Ihn nun und führten Ihn ab in das Haus der
Priesterfürsten. Petrus aber folgte von ferne und so erfüllten sich die Worte Jesu, daß
Petrus Ihn dreimal verleugnen würde. - Das war die Nacht des Wachens vor Seinem
Kreuzigungstod.

 

Jesus wurde vor den Hohen Rat, vor Pilatus und vor Herodes geführt. Keinerlei Schuld
konnte Ihm nachgewiesen werden. - Wörtlich antwortete Pilatus: „Unschuldig bin ich
am Blute dieses Gerechten.“ – Doch das gesamte Volk antwortete: „Sein Blut sei auf
uns und auf unseren Kindern!“ Matth. 27, 23-25 und Luk. 22. Kapitel..
Jesus wurde nun zur Kreuzigungstätte geführt und zur Zeit des Morgenopfers, um 9°°
Uhr, ans Kreuz geschlagen. Von der sechsten Stunde bis zur neunten Stunde (12°° - 15°° Uhr) ward eine Finsternis über das ganze Land. - Zur neunten Stunde des 14.
Nisan, das war die Zeit des Abendopfers (15°°), verstarb Jesus als das unschuldige
Passalamm, Luk. Kap. 23.

 

Beim Eintritt Seines Todes zerriß der Vorhang im Tempel von oben nach unten,
Matth. 27, 51. – Es war vollbracht – es war erfüllt, Joh. 19, 30; Kol. 2, 14-17, d. h.,
fortan war die Opfergesetzgebung, die Gott an allen Tagen, auch an den Fest- und
Gedenktagen nach 3. Mos. 23, geboten hatte, aufgehoben. Es sollte an diesen Tagen
nicht mehr gefeiert werden, Gott machte damit ein Ende, Hosea 2, 13! – Nicht
aufgehoben wurden aber die Zehn Gebote Gottes, Matth. 5, 17-18; Pred. 12, 13-14. -
In der Zeit, von der Stunde Seines Todes bis Sonnenuntergang, bis zum Beginn des
großen Sabbats, wurde der Leichnam Jesu ins Grab gelegt und die Marien und Salome
kauften Gewürze und bereiteten sie mit Würzöle, Joh. 19, 31; Mk. 16, 1; Luk. 23, 56.
- Und den Sabbat über (den großen Sabbat, den 15. Nisan, der in der
Kreuzigungswoche Jesu ein Freitag war) waren sie stille nach dem Gebot. - Erst am
Wochensabbat, in der Frühe, kamen sie zum Grab, Mk. 16, 2, Konkord. Bibel.
Das ganze Geschehen um das Passa am 14. Nisan, an dem Tag des Herrn Passa, hat
Gott IEUE beim Auszug aus Ägypten nach 430jähriger Knechtschaft für Israel so
bestimmt, 2. Mos. 12, 40. Auch Josua hielt nach 40jähriger Wüstenwanderung mit den
Kindern Israel Passa am 14. Nisan, Jos. 5, 10. - Das blieb für Israel eine ewige Ordnung
bis zum Kreuzestod Jesu, 2. Mos. 12, 14; Matth. 5, 17; Joh. 19, 30. (Seite 10 und
2. Mos . 12 Kap.)

 

Der Auszug des Volkes Israel geschah mit dem Anbruch am Abend, bei Nacht, des 15.
Nisan, 5. Mos. 16, 1; 4. Mos. 33, 3.
Dieser große, jährliche Sabbat, war für das Volk Israel ein bleibender Erinnerungstag
an den Auszug, an die Befreiung nach 430jähriger Knechtschaft, aus Ägypten. Es ist
der in Joh. 19, 31 genannte große Sabbat, der nach 3. Mos. 23, 6 als das Fest der
ungesäuerten Brote bezeichnet wird. An diesem Tag, dem 15. Nisan, ruhte Jesus im
Grab, bevor Er am 16. Nisan, an dem Tag, wo die Priester die erste Garbe der Ernte
dem Herrn darbrachten, auferstand, 3. Mos. 23, 10. - Gemäß der Schrift war das in der
Kreuzigungswoche Jesu ein Wochensabbat!

 

Unmißverständlich steht geschrieben, daß das Passaessen immer am Abend des 14.
Nisan stattfand und der Auszug des Volkes Israel bei Nacht, zu Beginn des 15. Nisan
erfolgte. - Dagegen behaupten viele Sonntagsauferstehungslehrer, das Passaessen wäre
erst am Abend des 15. Nisan gewesen und verleugnen so den Auszug Israels am 15.
Nisan bei Nacht. Sie wollen auch damit die auf menschlichem Geist gründende
Sonntagsauferstehungslehre „beweisen“. In Wahrheit aber werden dabei die
Schriftstellen 5.  Mos. 16, 1; 4. Mos. 33, 3 ebenso verdreht, wie jene, die von der
Sabbatauferstehung Jesu in den vier Evangelien zeugen (Seiten 5).
Noch einmal soll Mk. 16, 9 erwähnt werden: „Da Er aber morgens am ersten
Sabbat auferstand, ...“

 

Dieser „erste Sabbat“ ist der Wochensabbat, der Auferstehungstag Jesu, der 16. Nisan!
- Von diesem Tag, vom Tag nach dem Sabbat, dem großen Sabbat am 15. Nisan, sollen
sieben ganze Wochen, bis zum Tag nach dem siebenten Sabbat, nämlich fünfzig Tage,
gezählt werden (siehe 3. Mos 23, 15-16).
Dieser 50. Tag ist Pfingsten! - Folgerichtig war im Kreuzigungsjahr Pfingsten, die
Ausgießung des heiligen Geistes Gottes, ebenfalls an einem Wochensabbat, Apg. 2.
Kap., Joh. 16, 13.
Es ist wichtig zu wissen, daß die Jahresfest- und Gedenktage nach 3. Mos. 23
bewegliche Fest- und Gedenktage sind; denn sie werden nach den Neumonden des
Jahres gezählt.

 

Beginnen läßt Gott das Mondjahr mit dem ersten Mondmonat Nisan, der ab dem ersten
Neumond nach der Frühjahrs- Tages- und Nachtgleiche gezählt wird.
Wie bereits auf Seite 11 erwähnt, sind die sieben Jahresfest- und Gedenktage im Neuen
Bund nicht mehr zu halten oder zu feiern. Dennoch sollte jedem gläubigen Menschen
bekannt sein, auf welchen Tag des heutigen Kalenders sie fallen.
In ihnen offenbaren sich alle Ereignisse, die Jesus Christus bei den vier Frühjahrsfest und
Gedenktagen bereits erfüllt hat und jene, die durch Ihn, durch die drei Herbstfestund
Gedenktage, unmittelbar vor und mit Seiner Wiederkunft in den Wolken, noch
erfüllt werden, 1. Kor. 15, 50-52; 1. Thess. 4, 13-18.

 

Gott IEUE segnete und heiligte den Sabbattag, den siebenten Tag der Woche. - Er
erweckte an diesem Wochentag Jesus Christus von den Toten. - Damit ist sicher, daß
auch der 50. Tag, Pfingsten, die Ausgießung des heiligen Geistes Gottes, ebenfalls auf
einen Wochensabbat, auf einen Samstag fiel.
Die Übertragungen dieser Ereignisse auf den Sonntag, den ersten Tag der Woche, sind
Menschenlehren, Matth. 15, 8-10!
Dein Wort ist nichts als Wahrheit, ...! Ps. 119:160.
Die Graphik auf der Seite 13 und die Ablichtung von Originaltexten auf der Seite 14 werden zum
besseren Verständnis beitragen.

 

Autor:

Heinrich Ramisch

Quelle: http://www.gott-ist-der-ursprung.de/links/

 

Www.bibel-aktuell.org



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