Der Wechsel vom Messias,

dem Sohn Gottes zu

Jesus als „Gott“


 

Jesus war kein Trinitarier!

Der Wechsel vom Messias,

dem Sohn Gottes zu

Jesus als „Gott“

 

Lee Strobel sprach in seiner bekannten Untersuchung des christlichen Glaubens mit dem evangelikalen Gelehrten Ben Witherington,

Das Gespräch verlief folgendermaßen. Strobel fragte:

„(Jesus) tendierte dazu, sich damit zurückzuhalten direkt zu verkünden, dass er der Messias oder der Sohn Gottes ist. War der Grund dafür, dass er sich selbst nicht so sah oder hatte er andere Gründe?“ „Nein, das ist nicht deshalb so, weil er sich selbst nicht so sah“, sagte Witherington... “ wenn er einfach verkündet hätte: „Hallo Leute, ich bin Gott!“, dann würden sie das als „Ich bin Jahweh“ verstanden haben, da die Juden zu seiner Zeit noch kein Konzept der Dreieinigkeit hatten. Sie kannten nur Gott, den Vater – den sie Jahweh nannten – und nicht Gott, den Sohn oder Gott, den Heiligen Geist.“29

 

Zwei Kommentare sind dazu notwendig.

Ja, Jesus war in der Öffentlichkeit zurückhaltend über seine Identität als Messias. Es war ein politisch belasteter Titel.30

Aber er ließ im Verständnis seiner auserwählten Nachfolger nicht den geringsten Schatten eines Zweifels darüber zu, wer er ist. Wir haben gerade gesehen, dass Jesus das Verständnis über sich als Christus, den Sohn Gottes, als das notwendige Fundament des christlichen Glaubens, als den Felsen des Glaubensbekenntnisses betrachtete. Petrus wurde von Jesus für seine Erkenntnis herzlich beglückwünscht.

Das Neue Testament bestätigt diese Wahrheit jedes Mal, wenn es sich auf Jesus als Christus bezieht, was natürlich immer und immer wieder geschieht.

Er wird tatsächlich schon in Lukas 2,11 als „Christus, der Herr“ bezeichnet.

Und sogar schon zuvor wurde Maria von Elisabeth als „die Mutter meines Herrn“ (Lukas 1,43), das bedeutet der Messias, „mein Herr“ aus Psalm 110,1, begrüßt.

 

Zweitens gibt Witherington zu, dass der Glaube, dass Jesus als Teil der Dreieinigkeit Gott ist, nach den Aufzeichnungen des Neuen Testamentes über die Lehren Jesu unmöglich ist. Er hat absolut recht, als er feststellt, dass eine Aussage Jesu „Ich bin Gott“, bedeutet hätte, dass er meinte „Ich bin Jahweh, der Gott Israels.“

Die Behauptung, dass er der Gott Israels sei, würde keinen Sinn ergeben. Kein Jude könnte das ansatzweise verstanden und noch weniger als wahr akzeptiert haben. Und auch Jesus glaubte nicht, dass er Jahweh war.

Er behauptete, dass er Jahwes Sohn sei. Und Witherington hat auch absolut recht, wenn er sagt, dass die Juden in Jesu Tagen nichts von einem dreieinigen Gott wussten.

Solch ein Konzept wäre als gotteslästerliche Erfindung radikal und schockierend gewesen. Diese Tatsache ist die nötige Hintergrundinformation, die wir brauchen, wenn wir mit unserer Untersuchung fortfahren. Was dachte Jesus dann, wer Gott sei? Jesus selbst behauptete im Gespräch mit einem Juden, das wir uns nun im Detail ansehen werden, dass er dem jüdischen unitarischen Glaubensbekenntnis, dem Shema – dem „Höre, Israel“ (5. Mose 6,4) - zustimmte.

 

Das Shema proklamiert, dass Gott nur eine Person ist. Das bringt das ganze Thema, das wir hier diskutieren, auf den Punkt.

Jesus bestätigt und zitiert das strenge monotheistische Glaubensbekenntnis der Juden (Markus 12,28-34).

Er sagt auch, dass „das Heil von den Juden kommt“ und „wir beten an was wir kennen“ (Joh. 4,22).

Jeder sollte wissen, dass dies kein dreieiniger Gott war. Jesus identifizierte ausnahmslos seinen eigenen Vater mit seinem eigenen Gott und dem der Juden. „Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts; es ist mein Vater, der mich ehrt, von welchem ihr sagt, er sei euer Gott.“ (Joh. 8,54) Und auch ein Amen zu Witherington´s korrektem Statement, dass „die Juden zur Zeit Jesu noch kein Konzept der Dreieinigkeit hatten“.

Auch Jesus hatte das nicht! Er glaubte exakt genauso wie seine jüdischen Zeitgenossen an die zentrale Aussage des Judentums, dass Gott eine einzige Person ist.

Das Glaubensbekenntnis Jesu sollte das Glaubensbekenntnis der Kirche sein. Dass dies nicht der Fall ist, sollte uns alle alarmieren. Jesus war ein Unitarier, da er glaubte, dass Gott, der Vater, allein der wahrhaftige Gott ist (Joh. 17,3).

 

Das Thema ist sehr klar.

Wie verlässlich wurde das Verständnis von Jesus über Gott und sich selbst als Messias durch die Jahrhunderte an uns weitergegeben, seit Petrus seine historischen Worte über die entscheidend wichtige Identität von Jesus als Christus und Sohn Gottes (Matthäus 16,16-18) aussprach?

Ich betone, dass den Kirchen essentielle Elemente dieser grundlegenden Wahrheit verloren gingen. Die Übermittlung der zentralsten aller geistlichen Informationen, die Identität Gottes – so wie Jesus sie definierte – und Jesu eigene Identität hat eine subtile und erstaunliche Verdrehung erlitten.

Und diese Verdrehung der ursprünglichen Wahrheit formte sich bereits so früh, wie in der Mitte des zweiten Jahrhunderts, nur etwas mehr als hundert Jahre nach dem Tod Jesu. Zuvor hatten die Apostel hart gegen die verschiedenen gegnerischen Ideen gekämpft, die drohten zu verdunkeln, wer Gott und Jesus sind. Bald nach ihrem Tod, nachdem die Stabilität der apostolischen Autorität entfernt war, schlichen sich neue und widersprechende Ansichten über Jesus und seine Identität, wie auch über Gottes Identität gemäß Jesu, ein.

 

Der Sohn Davids, Gottes einzigartiger Sohn wurde durch einen fremden heidnischen Gott ersetzt. Das Resultat dieses späteren theologischen Denkens, das in den Glaubensbekenntnissen einzementiert wurde, hält bis heute die Gedanken zahlloser hingegebener Kirchgänger gefangen.

Es ist ihnen meist nicht bewusst, dass ein Wandel in der Erkenntnis im Zentrum ihres Glaubens stattgefunden hat. Sie wurden großteils davon überzeugt zu glauben, dass im Neuen Testament, welches die Lehren Jesu und seiner bevollmächtigten Apostel enthält, die gleichen Lehren niedergeschrieben sind, die sie in ihren Kirchen hören.

Ich denke, diese Annahme muss schon im Interesse der Ehrlichkeit überprüft werden, um so mehr, da wir alle die Gesinnung Christi teilen sollten. Ich nehme an, dass der grundlegende Glaube der wahren Religion von nachbiblischen Autoritäten ausgetauscht wurde, da sie tatsächlich das Glaubensbekenntnis Jesu ablehnten, das dieser zur wichtigsten geistlichen Wahrheit erklärt hatte.

Eine ganze Schule professioneller Meinungen, bemerkenswert von führenden britischen und deutschen Bibelexperten der Gegenwart bestätigt, unterstützen meine zentrale These, dass das was wir nun als „den Glauben“ kennen, in wichtigen Punkten von dem Glauben, den Jesus kannte, abweicht.

Wir werden aufgefordert dem Glauben nachzueifern, den Judas - der Halbbruder von Jesus – so bemüht zu erhalten war. Die Treuen sollen im Angesicht des Widerstandes im ersten Jahrhundert, der versuchte den Glauben „der den Heiligen ein für allemal übergeben worden ist“ (Judas 3) zu unterwandern, hartnäckig am ursprünglichen Glauben festhalten.

 

Www.bibel-aktuell.org

 

29 Lee Strobel, The Case for Christ, Zondervan, 1998, Seite 133.

30 Das Neue Testament spielt die politische Rolle des Messias als Gottes beauftragter Vertreter zur Errichtung einer neuen politischen Ordnung bei seiner Wiederkunft auf der Erde nirgends herunter. Jesus stellt sogar tatsächlich fest, dass das Geschenk eines königlichen Amtes im kommenden Königreich eine zentrale Rolle im neuen Bund spielt (Matthäus 19,28; Lukas 22,28-30 – die Verheißung eines Amtes wird den Jüngern zugesprochen).

 

Quelle: http://www.trinitaet.com/images/PDF/Buecher/Jesus-war-kein-Trinitarier.pdf


!!!1.Thessalonicher 5:21 prüfet aber alles.

Das Gute behaltet,!!!



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