Das Thema


 

 

Jesus war kein Trinitarier!

Das Thema

 

Das Thema, welches in diesen Kapiteln behandelt wird, kann auf diese Kernfrage reduziert werden: Rechtfertigt die einfache, transparente und biblische Erklärung Jesu, dass „der HERR, unser Gott ALLEIN der HERR ist“ (Markus 12/29), wirklich die Streitgespräche durch die Jahrhunderte darüber, wer Gott ist, oder haben die Kirchen einfach ihren jüdischen Gründer und Heiland als das grundlegende Fundament abgelehnt? Ist die Aussage Jesu über die Identität Gottes wirklich so schwer zu verstehen?

Ist es wirklich ein unbegreifliches Mysterium? Oder haben wir in die Definition Jesu über Gott eine schreckliche Komplikation eingebracht? Widersetzt sich dieses Glaubensbekenntnis, wie uns viele moderne Verteidiger der „Orthodoxie“ glauben machen wollen, wirklich einer Beschreibung und bleibt so unergründlich und unerreichbar für die Gesetze der Logik und Sprache?

Ist das Glaubensbekenntnis Jesu mit jeder Begründung verhandelbar?

Hat nicht eher die Kirche und nicht die Bibel ein Problem daraus gemacht, wer Gott ist und steckt nun unnötigerweise ihre Energie in den Versuch, das eigene Rätsel zu entwirren?

Gibt es da möglicherweise auch ein bedauerliches antisemitisches Vorurteil gegen die Akzeptanz eines jüdischen Jesus und seiner Definition von Gott in seinem Glaubensbekenntnis? Wenn das so ist, muss die Kirche das bekennen und sich in Versöhnung zu den anderen ausstrecken, die sie als „Ketzer“ abgelehnt hat.

Die Kirche muss sich selbst rückversichern, dass ihre Traditionen nicht Jesu grundlegenden Glauben über die Identität Gottes als ungültig erklärt haben. Ich sage nicht, dass wir alles über Gott verstehen können!

Ich sage, dass uns Gott durch die Bibel bereits klarer offenbart hat, wie viele Er ist. Übereinstimmung in diesem Punkt könnte die Spannungen in hohem Maße verringern, die nun zwischen großen religiösen Gruppierungen existieren.

Ein Beginn könnte damit gemacht werden, mehr zu sehen, wer wirklich Gott ist, „der allein wahre Gott“, „der alleinige Gott“ wie Jesus Ihn nannte (Johannes 17,3; 5,44) und was

 

Er in Seinem einzigartigen Sohn Jesus offenbart hat. Wird von Christen nicht erwartet, dass sie Jesus Christus nachfolgen, und wenn das so ist, warum zitieren sie dann nicht einmütig sein Glaubensbekenntnis? Könnte es sein, dass der Abwendung vom Glaubensbekenntnis Jesu in der Kirche zwangsläufig Verwirrung folgte – als Strafe dafür, dass das richtige Verständnis darüber, wer Gott ist, durcheinander gebracht wurde?

Billigt das Neue Testament Tausende unterschiedlicher Denominationen, die sich gegenseitig widersprechen? 23

Billigt es jemals eine Abwendung von der klaren Lehre Jesu, wer Gott ist? Die Kirche hat, in merkwürdiger Art und Weise von einer Abneigung gegen Jüdisches getrieben, das jüdische Glaubensbekenntnis ihres jüdischen Gründers und Heilands, Jesus Christus, über Bord geworfen. Das Resultat dieses gigantischen kirchlichen Morasts, der sich daraus ergab, ist überall um uns herum sichtbar.

 

Die Kirchengeschichte ist bis zum Rand gefüllt mit peinlichem, offensichtlichem Streit, Exkommunikationen, sogar Morden – und das alles wegen der Frage, wer Gott und Jesus sind. Diese Konflikte sind nicht die Frucht des Geistes. Jesus hat niemals das Morden anderer Gläubiger wegen Lehrfragen gebilligt.

Und doch ist es geschehen. Protestanten und Katholiken sind erstaunlicher Grausamkeit an jenen schuldig geworden, die ihre theologische Autorität herausforderten und schreckten sogar vor der Ermordung ihrer Gegner nicht zurück. Statt sich in Liebe und Geduld jenen zuzuwenden, die als „Ketzer“ betrachtet wurden, nahm die Kirche buchstäblich das Schwert gegen sie in die Hand. Und die Information über das gefühllose Morden in Jesu Namen wurde oftmals von der Masse der Kirchgänger zurückgehalten.

Die Christenheit ist in viele tausende konkurrierende Gruppen zerteilt. Milliarden von Muslimen und Christen haben wechselseitig ein exklusives Verständnis darüber wer Gott und Jesus sind. Und den Juden ist es gemeinsam mit den Muslimen durch ihr Festhalten am strikten Monotheismus verboten, gemeinsame Sache mit Christen zu machen, die behaupten, dass der jüdische Messias, der gekommen ist (und wiederkommen wird), Gott war.

Für Juden und Muslime würde dies offensichtlich einen Glauben an zwei Götter beinhalten und Glaube an zwei, die Gott sind, ist nicht Monotheismus. Dies wäre ein klarer Abfall zum Heidentum.

 

Meine These ist sicherlich keine neue Erfindung. Gelehrte aus der ersten Reihe24 haben sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart auf verschiedene Art und Weise die selben Bedenken geäußert, die auch ich in diesem Buch anführe. Aber ihre Arbeiten werden meist nur von Spezialisten gelesen oder in unzugänglichen Büchereien versteckt, und ihre Worte scheinen sehr selten irgendeinen Einfluss außerhalb der akademischen Welt zu haben.

Der durchschnittliche Kirchgänger weiß wenig oder gar nichts von dem, was sie uns mitteilten und die meisten Kirchenbesucher scheint es auch egal zu sein, wie es zu den Glaubensansichten gekommen ist, an denen sie festhalten. Irgendwie scheint für sie die Tatsache, dass viele gute Leute schon lange Zeit diese traditionellen Glaubensmeinungen vertreten, die übernommenen Ansichten wahr zu machen und erlaubt es ihnen nicht sie in Frage zu stellen.

Eine schläfrige Haltung zu den oft etwas herablassend als „Lehren“ bezeichneten Angelegenheiten scheint die Kirche überwältigt zu haben. Sehr wenige haben Gelegenheit, in Kirchen auch Predigten zu hören, die erklären, wie und warum sie sich unter der Schirmherrschaft eines dreieinigen Gottes versammeln.

Sie wissen weder etwas von der chaotischen Geschichte und den endlosen Zankereien, die zu dem akzeptierten Glaubensbekenntnis führten, noch dass das Konzept Gottes als drei Personen nicht kontinuierlich seit Beginn des Neuen Testamentes gelehrt wird .

 

Die trinitarische Idee von Gott taucht erst nach einem ausgedehnten Kampf durch einige Jahrhunderte als festes Dogma auf. Die siegreiche Partei war nicht notwendigerweise im Recht, sondern unterdrückte die Proteste und oftmals auch die Literatur ihrer Gegner. Die Frage danach, wer Gott ist, sollte zumindest für vernünftige Diskussionen auf Basis biblischer und historischer Tatsachen gestattet sein.

Jene, die wissen, dass Gott fordert, dass wir Ihn „von ganzem Herzen und ganzer Kraft“ lieben, sollten auch spüren, wie notwendig es ist, darüber informiert zu sein. Wer weniger als das tut, riskiert verführt zu werden. „Gegenwärtig ist es so: Die meisten, die sich selbst als Christen bezeichnen und bekennen... haben die Gewohnheit zu sagen, dass Jesus Christus Gott ist. Das ist die übliche Meinung; es wird von der Kirche gelehrt; es ist im Glaubensbekenntnis so formuliert.

Aber wenn du den durchschnittlichen Engländer befragst, findest du heraus, dass er diese Ansicht auf eine sehr vage und lockere Weise vertritt. Er hat nicht genau darüber nachgedacht, was er damit meint, oder überlegt, was das beinhaltet. Die Frage, ob Gott unser Himmlischer Vater ist, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit mit „Ja“ beantworten.

Wenn du ihn danach fragst, ob Jesus Christus unser himmlischer Vater ist, wird er sicherlich „Nein“ sagen. Aber wenn du dann fortfährst: „Gibt es also zwei Götter?“ wird er diesen Vorschlag völlig zurückweisen.

 

Daher trägt er in seinen Gedanken diese vier Behauptungen:

1) „Jesus Christus ist Gott“

2) „Gott ist unser himmlischer Vater“

3) „Jesus Christus ist nicht unser himmlischer Vater“

4) „Es gibt nicht zwei Götter“. Dennoch hat er es nie in Betracht gezogen, wie er diese vier unterschiedlichen Meinungen miteinander versöhnen kann; möglicherweise hatte er auch noch nie den Eindruck, dass sie miteinander unvereinbar sind... Der durchschnittliche Engländer hat sich über diese Dinge noch nie Gedanken gemacht.“25

Die Unvereinbarkeit und der Widerspruch, die in der Sichtweise von vielen Gläubiger zu finden sind, zeigt, dass schon beim Grundverständnis der Definition von Gott und Jesus etwas schief gegangen ist.

23 Aktuelle Statistiken besagen, dass es ca. 34.000 unterschiedliche christliche Denominationen gibt.

24 Interessierte Leser werden erfreut sein über die antitrinitarische Leidenschaft von Sir Issac Newton, des Dichters John Milton und des christlichen Philosophen John Locke und natürlich Tausender anderer „Andersdenkender“. Das Literaturangebot ist riesig.

25 Richard A. Armstrong, The Trinity and the Incarnation, 1904, rep. Kessinger, 2005, Seite 7-8

 

Quelle: http://www.trinitaet.com/images/PDF/Buecher/Jesus-war-kein-Trinitarier.pdf

 

Www.bibel-aktuell.org

 

!!!1.Thessalonicher 5:21 prüfet aber alles.

Das Gute behaltet,!!!



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