Ist Gott eine Dreieinigkeit?

Beweise für die Dreieinigkeit?



Ist Gott eine Dreieinigkeit?

Beweise für die Dreieinigkeit?

 

Es gibt einige Schriftstellen, die die Dreieinigkeitstheorie zu „belegen“ scheinen. Doch bei näherer Betrachtung offenbart sich, dass dies nicht der Fall ist. Werfen wir einen Blick auf diese Schriftstellen.

 

Ist 1. Johannes 5,7.8 ein Beweis für die Dreieinigkeit?

1. Johannes 5,7.8 dürfte wohl die am häufigsten zitierte Textstelle zum „Beweis“ der Dreieinigkeit Gottes sein. Die Pattloch-Bibel überträgt sie folgendermaßen: „Denn drei sind es, die Zeugnis geben [im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist; und diese drei sind eins. Und drei sind, die Zeugnis geben auf Erden]: der Geist und das Wasser und das Blut, und diese drei beziehen sich auf das Eine.“

Diese Passage in der Pattloch-Bibel wird von einigen zum Beweis für die Persönlichkeit des Heiligen Geistes herangezogen. Doch dies entspricht keinesfalls der Wahrheit. Mit derselben Argumentation zu Vers 7 („drei sind es, die Zeugnis geben [im Himmel: der Vater, das Wort, und der Heilige Geist, und diese drei sind eins“), müssten wir aus Vers 8 („drei sind, die Zeugnis geben auf Erden]: der Geist und das Wasser und das Blut, und diese drei beziehen sich auf das Eine“) schlussfolgern, dass „Wasser“ und „Blut“ ebenso Personen sind. Doch niemand würde dies ernsthaft behaupten.

Darüber hinaus sind sich die meisten Experten einig, dass die in eckigen Klammern gesetzten Worte von Vers 7: „im Himmel: der Vater, das Wort, und der Heilige Geist, und diese drei sind eins“, von der katholischen Kirche im Nachhinein hinzugefügt worden sind, um das Dreifaltigkeitsdogma „beweisen“ und stützen zu können, und dass diese Worte nicht in den ursprünglichen Bibeltexten vorhanden sind. Viele Bibelübersetzungen und –kommentare erklären, dieser spezielle Satz, das sogenannte „Comma Johanneum“, ist „in den besten Textzeugen nicht überliefert und eine spätere Ergänzung, die sich im lateinischen Text verbreitet hat“ (Pattloch-Bibel, Anmerkungen auf Seite 85).

Die Zürcher Bibel bemerkt in einer Fußnote, dass diese Passage im vierten Jahrhundert in den lateinischen Text und einzig im fünfzehnten Jahrhundert in einige griechische Texte aufgenommen wurde. Die New International Version ergänzt in einer Fußnote, dass diese gesonderten Worte lediglich „in späten Manuskripten der lateinischen Bibel“ enthalten und sie “in keinen griechischen Manuskripten vor dem sechzehnten Jahrhundert“ zu finden sind. Weitere Anmerkungen betonen ausdrücklich die Falschheit dieses Satzteils und befürworten, dass er in modernen Übersetzungen nicht einmal mehr als Fußnote auftaucht. Aus diesem Grund kann diese Passage nicht als Beweis jener These dienen, der Heilige Geist sei eine eigene göttliche Person.

 

Ist Matthäus 28,19 ein Beweis für die Dreieinigkeit?

Neben dem 1. Johannesbrief (5,7.8) zählt Matthäus 28,19 zu den meist zitierten Bibelstellen, um die vermeintliche Trinitätslehre zu „beweisen“. Lesen wir sie im Kontext, mit Vers 18 beginnend:

„Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Auch diese Worte von Jesus bekunden keine Trinität. Die Rolle Christi in der Taufzeremonie ist von größter Bedeutung (vgl. Römer 6,1-4; Galater 3,27), wie auch die Rolle des Vaters. Der Vater opferte seinen Sohn, um uns das ewige Leben zu ermöglichen. Sobald wir bereuen und glauben, müssen wir getauft werden als ein äußeres Zeichen der inneren Reue, um „unser altes Ich zu begraben“. Nach unserer Taufe müssen wir ein neues Leben führen, wozu wir die Hilfe des Heiligen Geistes benötigen.

Wir sollen Jünger hervorbringen, indem wir sie taufen und in der Lehre Christi unterweisen. Wir taufen jemanden „auf den“ oder „im“ (griechisch: eis) Namen (griechisch: onoma; dies kann auch „Besitz“ oder „Eigentum“ bedeuten) des Vaters und des Sohnes, die beide durch den Heiligen Geist anwesend sind. Diese Worte, „auf den Namen des … taufen“, auf griechisch „eis (to) onoma tinos“, vermitteln überdies auch die Bedeutung: unter die „Kontrolle“ oder „Gewalt“ des Vaters und des Sohnes kommen (siehe Strong’s, #3836, und William Arndt und F. Wilbur Gingrich, Seite 575). Und wie wir im nächsten Abschnitt sehen werden, haben wir durch den Heiligen Geist, der vom Vater und vom Sohn ausgeht, Gemeinschaft mit dem Vater und Jesus Christus.

Wenn wir auf den, oder im, Namen oder Besitz von Jesus getauft werden, werden wir in seinen Tod getauft (Römer 6,3). Wenn wir uns aus dem Taufwasser erheben, legt ein ordinierter Diener Gottes seine Hände auf unseren Kopf und bittet Gott, den Vater, um den Heiligen Geist, der von ihm und dem Sohn ausgeht. Dann wird der Heilige Geist Gottes in uns hineinfließen und uns dazu befähigen, ein neues Leben zu beginnen. Zur selben Zeit werden wir auch erkennen, dass wir als gezeugte, wenn auch noch nicht als geborene Kinder Gottes, des Vaters, und als Brüder und Schwestern unseres älteren Bruders Jesu Christi in die Gottfamilie eintreten. In diesem Sinne werden wir zum Besitz oder auch „Eigentum“ der Gottfamilie, und all das wird durch den in uns wohnenden Heiligen Geist Gottes möglich gemacht. Anstatt die Persönlichkeit des Heiligen Geistes zu lehren, handelt Matthäus 28,19 vielmehr davon, wie Gott es uns durch seinen Geist in uns ermöglicht, ein Teil der Gottfamilie werden zu können.

 

Ist 2. Korinther 13,13 ein Beweis für die Dreieinigkeit?

2. Korinther 13,13 lautet: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!“ Wir müssen verstehen, mit wem die Gemeinschaft oder Mitgliedschaft besteht, die wir durch den Heiligen Geist erlangen. Im 1. Korintherbrief (1,9) heißt es: „Denn Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.“ (Beachten wir hierbei Philipper 2,1, wo die Gleichstellung zwischen der „Ermahnung in Christus“, dem „Trost der Liebe“ und der „Gemeinschaft des Geistes“ betont wird.) Und 1. Johannes 1,3 ergänzt: „[W]as wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.

Unsere Gemeinschaft mit dem Vater und Jesus Christus kommt durch den von Gott ausströmenden Heiligen Geist zustande, der uns mit Gott und unseren Geschwistern verbindet. Die Passage im 2. Korintherbrief (13,13) vermittelt also nicht, dass der Heilige Geist ein Gottwesen sei.

 

Ist Apostelgeschichte 5 ein Beweis für die Dreieinigkeit?

Einige ziehen Apostelgeschichte 5,1-9 als Beweis für die Dreieinigkeit in Erwägung. Diese Textstelle handelt von Hananias und seiner Frau Saphira, die sich einmütig dazu entschieden, ein Besitztum zu verkaufen und einen Teil des Erlöses den Aposteln zu geben, jedoch unter dem Vorwand, den ganzen Erlös gegeben zu haben. Petrus erwiderte: „Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, daß du den heiligen Geist belogen […] hast […]. Du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen“ (Vers 3f.). Später sagt er auch zu Saphira: „Warum seid ihr euch denn einig geworden, den Geist des Herrn zu versuchen?“

Es wird irrtümlicherweise vermutet, dass Petrus den Heiligen Geist hier mit Gott gleichsetzt. Dies ist falsch. Vielmehr hat er Hananias und Saphira dargelegt, dass der Geist Gottes – der „Geist des HERRN“ – in ihm und den anderen Aposteln wohnte, und Gott durch den Heiligen Geist präsent war. Hananias und Saphira haben nicht nur Menschen belogen, sondern auch den Heiligen Geist Gottes, der in diesen Menschen wohnte. Und da Gott, der Vater, und Jesus Christus durch den Heiligen Geist in uns wohnen, haben sie in der Tat Gott, den Vater, und den Sohn, belogen. Petrus hat nicht gesagt, der Heilige Geist sei Gott, sondern dass Gott durch seinen Heiligen Geist präsent ist.

Denken wir daran – Gott ist durch seinen Geist allgegenwärtig. David verdeutlicht auch in Psalm 139,7, dass Gott durch seinen Geist überall ist: „Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?“ Der Heilige Geist ist kein einzelnes, gesondertes Gottwesen, sondern entspringt Gott, so dass Gott trotz seiner (geistigen) Form und Gestalt allgegenwärtig ist.

Wir haben dargestellt, wie die Heilige Schrift verdreht werden kann, um sogenannte Beweise für etwas zu liefern, was nicht der Wahrheit entspricht. Wenn wir willens genug sind, werden wir die Antworten auf schwierige Fragen finden, die nur die Bibel offenbart, die wahren Beweise also.

 

Quelle, siehe hier:

https://www.jesus-christus-erloesungsweg-zum-ewigen-leben.de/ist-gott-eine-dreieinigkeit.php

 

Www.bibel-aktuell.org


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