Altertümliche Stimmen des Protestes


 

Jesus war kein Trinitarier!

Altertümliche Stimmen des Protestes

 

Der gefeierte Dichter John Milton war gemeinsam mit Sir Isaac Newton und John Locke (und vielen anderen studierten Andersdenkenden) einer von drei berühmten Denkern im 17. Jahrhundert, die gegen die Dreieinigkeitslehre der Kirchen protestierten.

 

Miltons angebrachter Rat an uns begründete sich nur auf die Schrift: „Lasst uns nun die Verstandesbegründungen in den heiligen Angelegenheiten ablegen und folgen wir ausschließlich der Lehre der Heiligen Schriften... es ist offensichtlich... von zahllosen Stellen in den Schriften, dass es in der Realität nur einen allerhöchsten und unabhängigen Gott gibt; und so wie er einer genannt wird (genauso wie ihn der menschliche Verstand und die gewöhnliche Sprache der Menschheit, und die Juden als Volk Gottes, ihn immer nur als eine Person betrachtet haben, das bedeutet einer in einem numerischen Begriff), lasst uns wieder auf die heiligen Schriften zurückgreifen, um zu wissen, wer der eine und allerhöchste Gott ist.

 

Diese Erkenntnis sollte in erster Linie aus den Evangelien stammen, da die klarste Lehre im Respekt des einen Gottes notwendigerweise die ausgiebig erläuterte Offenbarung in Bezug auf Ihn sein muss, die Christus selbst seinen Aposteln überlieferte, und dann von den Aposteln ihren Nachfolgern weitergegeben wurde.

 

Es kann nicht angenommen werden, dass die Evangelien bei diesem Thema zweideutig oder unklar sind, denn sie wurden nicht zu dem Zweck gegeben, neue und unvorstellbare Lehren in Bezug auf das Wesen Gottes bekannt zu machen, die bis dahin vom eigenen Volk ungehört waren, sondern die Errettung der Heiden durch den Messias, den Sohn Gottes, in Übereinstimmung mit dem Versprechen zum Gott Abrahams, zu verkünden

„Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoße des Vaters ist, der hat uns Aufschluss über ihn gegeben“ (Johannes 1,18).

 

Lasst uns daher an erster Stelle bezüglich Gott den Sohn zu Rate ziehen. Gemäß dem Zeugnis des Sohnes, das in den klarsten Aussagen gegeben wurde, ist der Vater der wahre Gott, durch den alle Dinge sind.

Als er von einem der Schriftgelehrten gefragt wurde (Markus 12,28-32), welches das wichtigste Gebot von allen ist, antwortete er mit 5. Mose 6,4. „Das wichtigste aller Gebote ist: Höre, oh Israel, der HERR, unser Gott, ist allein der HERR“.

 

Der Schriftgelehrte pflichtete ihm bei „es ist nur ein Gott und es ist kein anderer außer ihm“ und im nächsten Vers bestätigte Jesus seine Antwort. Nichts kann klarer sein, als dass es sich auch um die Meinung des Schriftgelehrten handelte, so wie auch die aller anderen Juden, dass mit der Einheit Gottes auch die Einheit seiner Person gemeint ist.

Dass dieser Gott niemand anderer als der Vater ist, beweist auch Johannes 8,41 und 54 „Wir haben einen Vater, Gott... es ist mein Vater, der mich ehrt, von welchem ihr saget, er sei euer Gott.“ Johannes 4,21: „Weder auf diesem Berge noch zu Jerusalem werdet ihr den Vater anbeten.“

 

Christus stimmt also mit dem gesamten Volk Gottes überein, dass der Vater der eine und wahre Gott ist. Wer kann von dem ersten Gebot möglicherweise denken, es sei von der Kirche durch den Lauf der Zeiten so unklar und falsch verstanden worden, dass zwei weitere Personen gleichwertig der Anbetung berechtigt sind, dass dies dem Volk Gottes völlig unbekannt blieb und jenen so die göttlichen Ehren versagt wurden?...

Christus selbst, der Sohn Gottes, lehrt uns daher nirgends im Evangelium bezüglich des einen Gottes etwas anderes, als das Gesetz zuvor lehrte und klar auf den Vater bezog. Johannes 17,3:

„Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Johannes 20,17: „Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.“

 

Wenn daher der Vater der Gott von Christus, und jener auch unser Gott ist, und wenn es keinen anderen Gott gibt als einen, kann es auch keinen Gott außer dem Vater geben.“85

 

Nachdem er noch die klar verständlichen unitarischen Aussagen von Paulus untersuchte, reflektiert Milton auf die ungeheuren Versuche der Kirche, solch eine einfache Wahrheit, dass Gott einer ist, zu verwirren: „Obwohl all das (die numerische Einzahl und Einzigartigkeit von Gott) so selbstverständlich ist, dass es gar keiner Erklärung benötigt – nämlich, dass der Vater, der als einziger ein selbstexistierender Gott ist und dass ein Wesen, das nicht selbstexistierend ist, nicht Gott sein kann – ist es erstaunlich, mit welch sinnloser Spitzfindigkeit, oder besser gesagt mit welch jonglierenden Kunstgriffen, verschiedene Einzelpersonen sich bemüht haben, die einfache Bedeutung der Schriften zu umgehen und zu verdunkeln; indem sie bei ihrem Umbau keinen Stein auf dem anderen ließen, jedes Mittel versuchten, als ob es nicht ihr Ziel wäre, das reine und unverfälschte Evangelium den Armen und Einfachen zu predigen, sondern mittels Ungestüm und Hartnäckigkeit etwas Absurdes und Paradoxes durch heimtückische Unterstützung von Trugschlüssen und mit verbalen Unterscheidungen, die sie von der barbarischen Unwissenheit der damaligen Schulen geliehen hatten, vor dem Fall zu bewahren und in Gang zu halten.“86

 

www.bibel-aktuell.org

 

85 John Milton, „On the Son of God and the Holy Spirit“, rep. A Journal from the Radical Reformation, 5:2, 1996, Seite 56 – 58.

86 Wie oben, Seite 60.

 

Quelle: http://www.trinitaet.com/images/PDF/Buecher/Jesus-war-kein-Trinitarier.pdf


!!!1.Thessalonicher 5:21 prüfet aber alles.

Das Gute behaltet,!!!


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