Die Zentner



Christi Gleichnisse

Kapitel 25:

Die Zentner

Auf der Grundlage von Matthäus 25,15-30.


Christus hatte auf dem Ölberge zu seinen Jüngern von seiner Wiederkunft auf diese Erde gesprochen. Er hatte gewisse Zeichen angegeben, an welchen die Nähe seines Kommens zu erkennen war, und seinen Jüngern geboten, zu wachen und bereit zu sein.

Wiederum wiederholte er die Warnung: „Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird.“


Dann zeigte er, was es bedeutet, auf seine Wiederkunft zu warten, und wollte durch das Gleichnis von den Zentnern lehren, daß die Zeit nicht in müßigem Warten, sondern in fleißigem Arbeiten verbracht werden soll.

„Gleichwie ein Mensch,“ sagte er, „der über Land zog, rief seine Knechte und tat ihnen seine Güter aus; und einem gab er fünf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, einem jeden nach seinem Vermögen, und zog bald hinweg.“


Der Mensch, der über Land zog, stellt Christum dar, der, als er dies Gleichnis sprach, bald von dieser Erde in den Himmel gehen sollte. Die Knechte, von denen im Gleichnis die Rede ist veranschaulichen die Nachfolger Christi.

Wir sind nicht unser eigen. Wir sind „teuer erkauft“, „nicht mit vergänglichem Silber oder Gold, ...sondern mit dem teuren Blut Christi,“ „auf daß die, so da leben, hinfort nicht ihnen selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist.“ 1.Korinther 6,20; 1.Petrus 1,18.19; 2.Korinther 5,15.


Alle Menschen sind mit diesem so unendlich großen Preise erkauft. Indem Gott alle Schätze des Himmels über diese Welt ausschüttete, indem er uns in Christo den ganzen Himmel gab, hat er den Willen, die Zuneigungen, das Gemüt, die Seele eines jeden menschlichen Wesens erkauft. Ob Gläubige oder Ungläubige, alle Menschen sind das Eigentum des HERRN. Alle sind berufen, ihm zu dienen und von allen wird am großen Gerichtstage Rechenschaft gefordert über die Art und Weise, wie sie Gottes Forderungen nachgekommen sind. Aber die Ansprüche Gottes werden nicht von allen anerkannt.

Im vorliegenden Gleichnis werden diejenigen, welche vorgeben, in dem Dienst Christi zu stehen, als seine Knechte dargestellt. Christi Nachfolger sind erlöst worden, um zu dienen.

Unser Herr lehrt, daß Dienen der wahre Lebenszweck ist. Christus selbst war ein Arbeiter und er fordert von allen seinen Nachfolgern, daß sie dienen und zwar Gott und ihren Mitmenschen. Christus hat hier der Welt eine höhere Auffassung vom Leben gezeigt, als sie jemals gehabt hatte.

Indem der Mensch lebt, um anderen zu dienen und zu nützen, wird er in Verbindung mit Christo gebracht. Das Gesetz des Dienens verbindet uns mit Gott und unseren Mitmenschen. Christus tut seinen Knechten „seine Güter“ aus, etwas, das sie treu für ihn benutzen sollen.

Er gibt „einem jeglichen sein Werk“.

Ein jeder hat im ewigen Plane Gottes seinen Platz. Ein jeder soll in Gemeinschaft mit Christo zum Heil von Seelen wirken.

Daß uns ein Platz in den himmlischen Wohnungen bereitet ist, ist nicht sicherer, als daß uns hier auf Erden ein besonderer Platz bestimmt ist, in welchem wir für Gott wirken sollen.



Die Gaben des heiligen Geistes

Die Zentner, welche Christus seiner Gemeinde anvertraut, beziehen sich besonders auf die durch den heiligen Geist mitgeteilten Gaben und Segnungen.

„Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden vor der Erkenntnis nach demselbigen Geist; einem andern der Glaube in demselbigen Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in demselbigen Geist; einem andern, Wunder zu tun; einem andern Weissagung; einem andern, Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derselbige einige Geist, und teilet einem jeglichen seines zu, nach dem er will.“ 1.Korinther 12,8 11.


Alle Menschen erhalten nicht dieselben Gaben; aber einem jeden Knechte des Meisters ist irgend eine Gabe des Geistes verheißen. Ehe Christus seine Jünger verließ, „blies er sie an“ und sprach zu ihnen: „Nehmet hin den heiligen Geist!“ Ferner sagte er ihnen: „Siehe, ich will auf euch senden die Verheißung meines Vaters.“ Johannes 20,22; Lukas 24,49.


Aber erst nach seiner Himmelfahrt wurde die Gabe in ihrer Fülle empfangen. Erst als die Jünger im Glauben und im Gebet sich dem Wirken des heiligen Geistes hingegeben hatten, wurde derselbe über sie ausgegossen. Dann wurden in besonderem Sinne den Nachfolgern Christi die Himmelsgüter mitgeteilt. „Er ist aufgefahren in die Höhe und hat das Gefängnis gefangen geführet, und hat den Menschen Gaben gegeben.“ „Einem jeglichen aber unter uns ist gegeben die Gnade nach dem Maß der Gabe Christi,“ der Geist, welcher „teilet einem jeglichen seines zu, nach dem er will.“ Epheser 4,8.7; 1.Korinther 12,11.


Diese Gaben gehören uns schon jetzt in Christo aber ihr tatsächlicher Besitz hängt von unserer Annahme des Geistes Gottes ab. Die Verheißung des Geistes wird nicht geschätzt, wie sie geschätzt werden sollte; sie erfüllt sich nicht wirklich, wie es der Fall sein könnte. Es ist die Abwesenheit des Geistes, durch die die Predigt des Evangeliums so kraftlos bleibt. Man mag Gelehrsamkeit, Talent, Beredsamkeit und alle möglichen, natürlichen oder angeeigneten Fähigkeiten besitzen; aber ohne die Gegenwart des Geistes Gottes wird kein Herz ergriffen, kein Sünder für Christum gewonnen werden.

Wenn dagegen der ärmste und unwissendste Jünger Christi mit dem Herrn verbunden ist und die Gaben des Geistes besitzt, wird er eine Kraft haben, deren Wirkung auf die Herzen nicht ausbleiben wird. Gott macht solche Menschen zu Kanälen, durch welche die edelsten Einflüsse auf das Weltall sich ergießen.



Andere Gaben

Die besonderen Gaben des Geistes sind nicht die einzigen Gaben, die im Gleichnis durch Zentner oder Pfunde dargestellt werden. Hierin sind alle Gaben und Fähigkeiten, ob natürliche oder angeeignete, körperliche oder geistige eingeschlossen. Alle sollen im Dienste Christi benutzt werden. Wenn wir seine Jünger werden, übergeben wir uns ihm mit allem was wir sind und haben. Unsere Gaben gibt er uns gereinigt und veredelt zurück, damit wir sie zu seiner Ehre, zum Segen unserer Mitmenschen benutzen. Gott hat „einem jeden nach seinem Vermögen“ gegeben. Er hat die Zentner nicht nach seiner Laune bemessen. Wer imstande ist, fünf Zentner zu benutzen, empfängt fünf. Wer nur zwei verwerten kann, empfängt zwei.Wer weislich nur einen verwenden kann, erhält einen. Niemand braucht sich zu beklagen, daß er nicht mehr Gaben erhalten hat; denn er, der einem jeden das Seine zugeteilt hat, wird durch die Nutzanwendung der Güter geehrt, gleichviel ob dieselben klein oder groß sind. Der, dem fünf Zentner anvertraut worden sind, muß treu mit den fünfen handeln; wem nur ein Zentner gegeben ist, der hat nur den einen nützlich anzuwenden.

Gott erwartet Früchte, nach dem ein Mensch hat, „nicht, nach dem er nicht hat.“ 2.Korinther 8,12.



Die Benutzung der Zentner

Im Gleichnis „ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit denselbigen, und gewann andere fünf Zentner. Desgleichen auch, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei andere.“


Die Gaben, wie wenige ihrer auch sein mögen, sollen benutzt werden.

Die Frage von größter Wichtigkeit für uns ist nicht: wie viel habe ich empfangen? Sondern: was tue ich mit dem, das ich empfangen habe?

Die Entwicklung aller unserer Kräfte und Gaben ist die erste Pflicht, die wir Gott und unseren Mitmenschen schulden.

Wer nicht täglich fähiger und nützlicher wird, erfüllt seinen Lebenszweck nicht. Indem wir bekennen, an Christum zu glauben, verpflichten wir uns, unser möglichstes zu tun, um nützliche Arbeiter für den Meister zu werden; und wir sollten alle unsere Fähigkeiten bis zum höchsten Grade der Vollkommenheit ausbilden, damit wir möglichst viel Gutes tun können.

Der HERR hat ein großes Werk, das getan werden muß, und er wird im zukünftigen Leben dem das meiste geben, der hier in diesem Leben am treuesten und willigsten diente. Der HERR wählt seine Werkzeuge und gibt ihnen an jedem Tage unter verschiedenen Umständen Gelegenheit, etwas in seinem Werke zu tun. Auf Grund eines jeden von Herzen kommenden Bestrebens, Gottes Plan auszuführen, wählt der HERR seine Werkzeuge, nicht weil dieselben vollkommen sind, sondern weil sie durch die Verbindung mit ihm Vollkommenheit erlangen können.

Gott wird sich nur derer annehmen, die entschlossen sind, nach einem hohen Ziele zu streben. Er legt einem jeden menschlichen Werkzeuge die Pflicht auf, das Beste zu tun, was es tun kann.

Sittliche Vollkommenheit verlangt er von allen. Wir sollten niemals den Maßstab der Gerechtigkeit herabsetzen, um ihn unseren ererbten oder genährten Neigungen zum Unrechttun anzupassen.

Wir müssen erkennen, daß Unvollkommenheit des Charakters Sünde ist.

Alle gerechten Charaktereigenschaften sind als ein vollkommenes, harmonisches Ganzes in Gott vereinigt und jeder, der Christum als einen persönlichen Heiland annimmt, hat das Vorrecht, diese Eigenschaften zu besitzen.

Alle die Gottes Mitarbeiter sein wollen, müssen nach Vollkommenheit eines jeden Organs des Körpers, einer jeden Eigenschaft der Seele streben. Die wahre Erziehung ist eine Vorbereitung der körperlichen, geistigen und sittlichen Kräfte zur Verrichtung einer jeden Pflicht; sie besteht in der Ausbildung des Körpers, des Geistes und der Seele für den göttlichen Dienst. Dies ist die Ausbildung, die bis ins ewige Leben reicht.


Der HERR fordert von einem jeden Christen, daß seine Tüchtigkeit und Leistungsfähigkeit in allen Zweigen zunehme. Christus hat mit seinem Blut und Leiden uns unseren Sold bezahlt, um sich unseren willigen Dienst zu sichern.

Er kam auf unsere Welt, um uns ein Vorbild zu sein, wie wir wirken und mit welchem Geist wir an unsere Arbeit gehen sollten. Er will, daß wir darüber nachdenken sollen, wie wir sein Werk am besten fördern, seinen Namen in der Welt verherrlichen und dem Vater, der die Welt also geliebet hat, „daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16), mit Ehre krönen und ihm die größte Liebe und Hingabe bezeigen

können.


Aber Christus hat uns keine Versicherung gegeben, daß es eine leichte Sache ist, Vollkommenheit des Charakters zu erreichen. Ein edler, vollkommener Charakter wird nicht ererbt; wir erhalten ihn nicht durch Zufall. Ein edler Charakter wird durch persönliches Streben mittels der Verdienste und Gnade Christi erlangt.

Gott gibt die Zentner, die Verstandeskräfte; wir bilden den Charakter. Er wird durch harte, ernste Kämpfe mit dem eigenen Ich gebildet. Ein Kampf nach dem andern muß gegen ererbte Neigungen ausgefochten werden. Wir müssen uns selbst aufs genaueste kritisieren und dürfen nicht einen einzigen ungünstigen Charakterzug unberichtigt lassen.

Niemand sage: ich kann meine Charakterfehler nicht ablegen. Wer zu dieser Entscheidung kommt, wird sicherlich des ewigen Lebens verlustig gehen.

Die Unmöglichkeit liegt im eigenen Willen.

Wer nicht will, der kann nicht überwinden. Die wirkliche Schwierigkeit entsteht durch die Verderbtheit eines ungeheiligten Herzens und die Unwilligkeit, sich der Herrschaft Gottes zu unterwerfen.

Viele, die Gott befähigt hat, vortreffliche Arbeit zu tun, richten wenig aus, weil sie wenig versuchen. Tausende gehen durch dies Leben, als ob sie keinen bestimmten Lebenszweck und kein Ziel zu erreichen hätten. Solche werden eine ihren Werken angemessene Belohnung erhalten.

Bedenkt, daß ihr niemals ein höheres Ziel erreicht, als ihr euch selbst steckt.

Darum setzt euch ein hohes Ziel und dann steigt Schritt für Schritt, selbst wenn es durch schmerzliche Anstrengungen, durch Selbstverleugnung und Selbstaufopferung führt, die ganze Stufenleiter hinauf.

Laßt euch durch nichts hindern. Das Schicksal hat seine Maschen um kein menschliches Wesen so fest gewoben, daß es hilflos und in Ungewißheit bleiben muß. Schwierige Umstände sollten euch zu dem festen Entschluß bringen, sie zu überwinden.

Das Wegräumen eines Hindernisses wird größere Fähigkeit und neuen Mut geben, vorwärts zu gehen. Dringt mit Entschlossenheit in der rechten Richtung voran, dann werden die Umstände eure Gehilfen und keine Hindernisse sein.

Strebt ernstlich darnach, zu des Meisters Verherrlichung eine jede edle Charaktereigenschaft zu nähren. Ihr sollt zu jeder Zeit in eurem Charakteraufbau Gott gefallen. Das könnt ihr tun; auch Henoch gefiel Gott, obgleich er in einem entarteten Zeitalter lebte, und in unsrer Zeit gibt es auch noch hier und da einen Henoch.

Steht fest wie Daniel, jener treue Staatsmann, ein Man, den keine Versuchung beirren konnte. Enttäuscht ihn nicht, der euch so liebte, daß er sein eigenes Leben gab, um eure Sünden auszutilgen.

Er sagt: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Johannes 15,5.


Bedenkt dies!

Wenn ihr Fehler gemacht habt, könnt ihr sicherlich den Sieg gewinnen, wenn ihr diese Fehler erkennt und sie euch als Warnungslichter dienen laßt. So könnt ihr eure Niederlage in einen Sieg verwandeln, den Feind enttäuschen und euren Erlöser ehren.

Ein nach dem göttlichen Bilde gestalteter Charakter ist der einzige Schatz, den wir von dieser Welt in die zukünftige mitnehmen können. Wer sich in diesem Leben unter die Lehren Christi stellt, wird das Göttliche, das er sich dadurch aneignet, in die himmlischen Wohnungen mitnehmen und wird im Himmel beständig vollkommener werden. Wie mächtig also ist die Entwicklung des Charakters in diesem Leben!

Die himmlischen Wesen werden mit dem Menschen zusammenwirken, der mit festem Glauben nach jener Vollkommenheit des Charakters trachtet, die in Vollkommenheit der Handlungen zum Ausdruck kommt.

Zu einem jeden, der sich an diese Aufgabe macht, sagt Christus: Ich bin zu deiner Rechten, um dir zu helfen. Indem der Wille des Menschen mit dem Willen Gottes zusammenwirkt, vermag er alles. Alles, was auf Gottes Befehl getan werden soll, kann auch in seiner Kraft getan werden. Alle seine Gebote sind auch Befähigungen.



Geistige Fähigkeiten

Gott verlangt, daß die geistigen Fähigkeiten ausgebildet werden. Er will, daß seine Knechte mehr Verstand und klarere Unterscheidungskraft haben, als der Weltmensch. Ihm mißfallen die, welche zu achtlos oder zu träge sind, um fähige, gutunterrichtete Arbeiter zu werden. Er gebietet uns, ihn von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit allen Kräften und dem ganzen Gemüt zu lieben. Dadurch wird uns die Verpflichtung auferlegt, die Verstandeskraft zu ihrer vollsten Entwicklung zu bringen, damit wir unseren Schöpfer recht erkennen und mit ganzer Seele lieben können.

Je gründlicher unsere Verstandeskraft entwickelt wird, wenn sie unter den Einfluß des Geistes Gottes gebracht ist, um so wirksamer kann sie im Dienste Gottes benutzt werden.

Der ungebildete Mann, der sich Gott geweiht hat und den darnach verlangt, anderen zum Segen zu werden, kann und wird auch vom HERRN in seinem Dienste benutzt werden. Die aber, welche außer diesem Geist der Hingabe das Vorrecht einer gründlichen Ausbildung gehabt haben, können ein viel größeres Werk für Christum tun. Sie nehmen eine vorteilhaftere Stellung ein.

Der HERR wünscht, daß wir unsere Kenntnisse soviel wie möglich erweitern, und zwar mit dem Ziel vor Augen, sie anderen mitteilen zu können.

Niemand kann wissen, wo oder wie Gott ihn beruft, für ihn zu wirken oder zu sprechen. Unser himmlischer Vater allein sieht, was er aus dem Menschen machen kann. Oft liegen Möglichkeiten vor uns, die unser schwacher Glaube nicht erkennt. Wir sollten aber so ausgebildet sein, daß wir, wenn es sein muß, die Wahrheit des Wortes Gottes vor den höchsten irdischen Autoritäten in einer solchen Weise vorführen können, daß sein Name dadurch verherrlicht wird. Wir sollten auch nicht eine Gelegenheit unbenutzt vorübergehen lassen, um für das Werk Gottes geistig befähigt zu werden.


Die Jugend, welche einer Ausbildung bedarf, sollte mit Entschlossenheit darangehen, sie zu erlangen.

Wartet nicht, bis sich euch eine Gelegenheit bietet, schafft euch selbst eine. Ergreift jede kleine Gelegenheit, die sich euch darbietet, etwas zu lernen.

Übt Sparsamkeit, gebt euer Geld nicht für die Befriedigung des Appetits oder für Vergnügungen aus.

Seid entschlossen, so nützlich und tüchtig zu werden, wie Gott euch beruft zu sein. Seid gründlich und treu in allem, das ihr unternehmt.

Ergreift alle in eurem Bereich liegenden Vorteile, um euren Geist auszubilden. Vereinigt das Studium von Büchern mit nützlicher, körperlicher Arbeit und sichert euch durch treues Streben, durch Wachsamkeit und Gebet die Weisheit, die von oben kommt.


Dies wird euch eine vielseitige Ausbildung geben. Auf diese Weise werdet ihr euren Charakter entwickeln und einen Einfluß über andere gewinnen, der euch befähigen wird, sie auf den Pfad der Gerechtigkeit und Heiligkeit zu führen.

Es könnte viel mehr Erfolg in der Selbstbildung erzielt werden, wenn wir unsere Gelegenheiten und Vorrechte erkennen und benutzen würden.

Wahre Bildung umfaßt mehr als die Hochschulen geben können. Obgleich das Studium der Wissenschaften nicht vernachlässigt werden sollte, so gibt es doch eine höhere Bildung, die nur durch eine lebendige Verbindung mit Gott zu erlangen ist; deshalb nehme ein jeder Schüler seine Bibel und verkehre mit dem großen Lehrer und lasse seinen Geist so ausgebildet, so erzogen werden, daß er es mit den Schwierigkeiten im Forschen nach göttlicher Wahrheit aufnehmen kann.

Die, welche nach Erkenntnis hungern, um ihren Mitmenschen zum Segen sein zu können, werden selbst Segen von Gott empfangen. Durch das Studium seines Wortes werden ihre geistigen Kräfte zu ernster Tätigkeit angeregt. Ihre Fähigkeiten werden sich entwickeln und erweitern, und die geistige Fassungskraft wird an Stärke und Tüchtigkeit zunehmen.

Selbstzucht muß von einem jeden, der für Gott arbeiten will, geübt werden.

Dies wird mehr ausrichten, als Beredsamkeit, oder selbst die glänzendsten Talente. Durch einen gewöhnlichen, aber gut in Zucht gehaltenen Verstand wird ein Mensch mehr und bessere Arbeit verrichten, als wenn er die beste Erziehung genossen und die größten Gaben hat, aber keine Selbstbeherrschung besitzt.



Die Sprache

Das Sprachvermögen ist eine Gabe, die sorgfältig ausgebildet werden sollte. Von allen Gaben, die wir von Gott empfangen haben, kann keine zu einem größeren Segen werden, als gerade diese. Mit der Stimme können wir überzeugen und überreden; mit ihr bringen wir Gott Gebete und Lobpreisungen dar, mit ihr erzählen wir anderen von der Liebe des Erlösers. Wie wichtig ist es also, sie so auszubilden, daß sie die höchste Wirkung zum Guten ausübt.

Die Ausbildung und der richtige Gebrauch der Stimme werden sehr vernachlässigt, sogar von Personen, die einsichtsvoll und für Christum tätig sind. Viele sprechen entweder so leise oder so schnell, daß sie nicht leicht verstanden werden können. Einige haben eine schwere, undeutliche Aussprache; andere sprechen in scharfen, schrillen Tönen, die den Hörern unangenehm sind.

Schriftstellen, Lieder, Berichte und andere Notizen, die in öffentlichen Versammlungen vorgelesen werden, werden oft so gelesen, daß sie nicht verstanden werden können, und oft so, daß die ganze Kraft und Nachdrücklichkeit derselben verloren gehen.

Dies ist ein Übel, dem abgeholfen werden kann und sollte.

Die Bibel gibt uns eine Anweisung betreffs dieses Punktes.

Von den Leviten, die in den Tagen Esras die heiligen Schriften dem Volke vorlasen, wird gesagt: „Und sie lasen im Gesetzbuch Gottes klar und verständlich, daß man verstand, was gelesen ward.“ Nehemia 8,8.


Durch Fleiß und Anstrengung können alle die Fähigkeit erlangen, verständlich zu lesen und in einem vollen, klaren Ton, in deutlicher und eindrucksvoller Weise zu sprechen. Wenn wir uns darin üben, können wir unsere Tüchtigkeit als Arbeiter für Christum ganz bedeutend erhöhen.

Ein jeder Christ ist berufen, andere mit den unerforschlichen Reichtümern Christi bekannt zu machen; deshalb sollte er nach Vollkommenheit im Sprechen trachten. Er sollte das Wort Gottes in einer Weise vortragen, die es den Zuhörern angenehm macht. Gott will nicht, daß seine menschlichen Werkzeuge rauh und grob sein sollen.

Es ist nicht sein Wille, daß der Mensch den himmlischen Strom, der durch ihn in die Welt fließt, verringern oder herabwürdigen soll. Wir müssen auf Jesum, das vollkommene Muster, blicken, um die Hilfe des heiligen Geistes bitten und in seiner Kraft darnach trachten, ein jedes Organ so auszubilden, daß es seine Aufgabe in vollkommener Weise erfüllen kann.


Ganz besonders gilt dies denen, die zum öffentlichen Dienst berufen sind. Prediger und Lehrer sollten bedenken, daß sie dem Volke eine Botschaft geben, die ewige Angelegenheiten einschließt. Die von ihnen verkündigte Wahrheit wird sie am jüngsten Tage richten und für einige Seelen wird die Art und Weise, wie sie die Botschaft verkündigen, ihre Annahme oder ihre Verwerfung bestimmen.

Möge das Wort deshalb so gesprochen werden, daß es das Verständnis ergreift und Eindruck auf das Herz macht. Es sollte langsam, deutlich, feierlich und mit allem Ernst, den die Wichtigkeit der Botschaft verlangt, gesprochen werden.


Die richtige Ausbildung und Benutzung des Sprachvermögens kommt in allen Zweigen christlichen Wirkens zur Geltung; Sie macht sich bemerkbar im Familienleben und in unserem Verkehr miteinander. Wir sollten uns daran gewöhnen, im angenehmen Ton zu sprechen, reine und richtige Ausdrücke und gütige, liebevolle Worte zu gebrauchen. Liebliche, gütige Worte sind der Seele wie ein Tau und sanfter Regen. Die Schrift sagt von Christo, daß seine Lippen holdselig waren, daß er „wisse, mit dem Müden zu rechter Zeit zu reden.“ Psalm 45,3; Jesaja 60,4. Und der Herr gebietet uns: „Eure Rede sei allezeit lieblich,“ „daß es holdselig sei zu hören.“ Kolosser 4,6; Epheser 4,29.


Indem wir versuchen, andere dahin zu bringen, daß sie unrichtige Gewohnheiten ablegen, sollten wir in der Benutzung unserer Worte sehr sorgfältig sein. Sie werden ein Geruch des Lebens zum Leben, oder ein Geruch des Todes zum Tode sein.

Viele bedienen sich, wenn sie tadeln oder einen Rat geben, scharfer, harter Ausdrücke, Worte, die nicht geeignet sind, die verwundete Seele zu heilen.

Durch solche unüberlegten Ausdrücke wird der Geist gereizt und oft werden die Irrenden zur Widerspenstigkeit angeregt.

Alle, die für die Grundsätze der Wahrheit eintreten wollen, müssen das himmlische Öl der Liebe empfangen. Unter allen Umständen sollten tadelnde Worte liebreich gesprochen werden. Dann werden unsere Worte bessernd und nicht erbitternd wirken. Christus wird durch seinen heiligen Geist die Kraft, die Macht geben. Dies ist sein Werk.

Nicht ein Wort darf unbedacht gesprochen werden. Kein Afterreden, kein leichtfertiges Gespräch, kein verdrießliches Murren, keine unreine Andeutung wird den Lippen derer entweichen, die Christum nachfolgen.

Der Apostel Paulus sagt durch die Eingebung des heiligen Geistes:

„Lasset kein faul Geschwätz aus eurem Munde gehen.“ Epheser 4,29.


Mit faulem Geschwätz sind nicht nur ruchlose Worte gemeint, sondern irgend ein Ausdruck, der gegen heilige Grundsätze und reine, unbefleckte Religion ist, der unreine Andeutungen und verdeckte, auf Böses hinzielende Anspielungen enthält. Wenn solchem Geschwätz nicht sofort widerstanden wird, kann es die Ursache zu großer Sünde werden.

Jeder Familie, jedem Christen obliegt die Pflicht, gemeiner, verderbter Sprache den Weg zu versperren. Wenn wir in Gesellschaft solcher sind, die sich törichtem Geschwätz hingeben, so ist es unsere Pflicht, wenn möglich, das Thema der Unterhaltung zu ändern.

Durch die Gnade Gottes sollten wir ruhig ein paar Worte einschalten, oder durch irgend einen Gegenstand die Unterhaltung auf ein nützlicheres Gebiet lenken. Es ist die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder zu richtigen Gewohnheiten in der Redeweise anzuleiten. Die allerbeste Schule hierzu ist das Familienleben.

Von frühester Jugend an sollten die Kinder gelehrt werden, achtungsvoll und in Liebe zu ihren Eltern und zueinander zu sprechen. Man sollte sie lehren, daß nur sanfte, wahre und reine Worte über ihre Lippen kommen dürfen. Die Eltern selbst sollten täglich in der Schule Christi lernen. Dann können sie durch Wort und Beispiel ihre Kinder lehren, wie man ehrbarlich und „mit heilsamem und untadeligem Wort“ (Titus 2,7.8) redet.

Dies ist eine ihrer größten und verantwortlichsten Pflichten.


Als Nachfolger Christi sollten unsere Worte derart sein, daß sie anderen zur Hilfe und zur Ermutigung im christlichen Leben dienen. Wir müssen weit mehr als wir es tun, von unseren köstlichen Erfahrungen reden. Wir müssen von der Barmherzigkeit und Güte unseres Gottes, von der unvergleichlichen Tiefe der Heilandsliebe zeugen. Unsere Worte sollten Worte des Lobes und des Dankes sein.

Wenn Gemüt und Herz von der Liebe Gottes erfüllt sind, wird sich dies in unserer Unterhaltung offenbaren. Es wird nicht schwierig sein, etwas mitzuteilen, was unser geistliches Leben durchdrungen hat.

Große Gedanken, edles Streben, klare Begriffe von der Wahrheit, selbstlose Absichten, das Verlangen und Sehnen nach Frömmigkeit und Heiligkeit werden sich in Worten kundtun, aus denen die Natur des Schatzes, den wir im Herzen haben, ersichtlich ist.


Wenn Christus so in unseren Worten offenbart wird, dann werden sie auch Macht haben, Seelen für ihn zu gewinnen.

Wir sollten von Christo reden zu denen, die ihn nicht kennen.

Wir sollten handeln, wie er handelte.

Wo er auch war, in der Synagoge, auf der Landstraße, in dem vom Ufer abgestoßenen Schiff, beim Gastmahl des Pharisäers oder am Tische des Zöllners: überall sprach er zu den Menschen von den Dingen des höheren Lebens.

Die Dinge in der Natur, die Vorkommnisse des täglichen Lebens wurden von ihm mit dem Worte der Wahrheit in Verbindung gebracht. Die Herzen seiner Zuhörer wurden zu ihm hingezogen; denn er hatte ihre Kranken geheilt, die Betrübten unter ihnen getröstet, ihre Kinder in seine Arme genommen und gesegnet.

Wenn er seine Lippen öffnete, um zu sprechen, war ihre Aufmerksamkeit gefesselt und jedes Wort wurde irgend einer Seele ein Geruch des Lebens zum Leben.

So sollte es auch mit uns sein. Wo wir auch sind, sollten wir uns nach Gelegenheiten umschauen, zu anderen vom Heilande zu sprechen.

Wenn wir Christi Beispiel folgen und anderen Gutes tun, dann werden sich auch uns die Herzen erschließen, wie sie sich ihm erschlossen. Nicht hastig, sondern mit von göttlicher Liebe geborner Anmut können wir ihnen von dem erzählen, der „auserkoren unter vielen Tausenden“ und „ganz lieblich“ (Hohelied 5,10.16) ist.

Auf diese Weise können wir in dem höchsten, edelsten Werk die uns verliehene Gabe der Sprache benutzen. Sie wurde uns gegeben, um Christum als den sündenvergebenden Heiland darstellen zu können.



Einfluß

Das Leben Christi übte einen sich beständig erweiternden, unbegrenzten Einfluß aus, einen Einfluß, der ihn mit Gott und der ganzen menschlichen Familie verband.

Gott hat den Menschen durch Christum mit einem Einfluß ausgestattet, der es ihm unmöglich macht, für sich selbst zu leben. Wir sind als einzelne Personen mit unseren Mitmenschen, einem Teil der großen Familie Gottes, verbunden und stehen unter gegenseitigen Verpflichtungen. Keiner kann gänzlich unabhängig von seinen Mitmenschen sein, denn das Wohlbefinden des Einzelnen übt seine Wirkung auf andere aus.

Nach dem Plane Gottes soll ein jeder fühlen, daß er zur Wohlfahrt anderer notwendig ist und darnach zu trachten hat, deren Glück zu fördern. Eine jede Seele ist von einer ihr eigenen Atmosphäre umgeben, einer Atmosphäre, die erfüllt sein kann mit der lebengebenden Kraft des Glaubens, des Mutes und der Hoffnung und mit dem süßen Duft der Liebe, oder die schwer und drückend sein kann durch düstere Unzufriedenheit und Selbstsucht, oder vergiftet mit tödlicher Ansteckung von gehegten Sünden.

Durch die uns umgebende Atmosphäre wird jede Person, mit der wir in Berührung kommen, bewußt oder unbewußt beeinflußt.

Dies ist eine Verantwortlichkeit, der wir uns nicht entziehen können.

Unsere Worte, unsere Handlungen, unsere Kleidung, unsere Haltung, ja selbst unser Gesichtsausdruck üben einen Einfluß aus; und von dem in dieser Weise gemachten Eindruck hängen Folgen entweder zum Guten oder zum Bösen ab, die kein Mensch ermessen kann. Ein jeder auf diese Weise mitgeteilter Antrieb ist ein Same, der seine Ernte bringen wird. Er ist ein Glied in der langen Kette menschlicher Ereignisse, von denen wir nicht wissen, wie weitreichend sie sein mögen. Wenn wir durch unser Beispiel anderen in der Entwicklung guter Grundsätze helfen, so stärken wir in ihnen die Kraft, Gutes zu tun.

Sie üben ihrerseits wieder denselben Einfluß auf andere aus und jene wieder auf noch andere und so können unbewußterweise durch den von uns ausgehenden Einfluß Tausende gesegnet werden.

Wenn man einen Kiesel in den See wirft, so bildet sich ein Ring und innerhalb desselben noch einer und wieder einer, und während die Zahl zunimmt, erweitern sich die Kreise, bis der erste das Ufer erreicht. So ist es auch mit unserem Einfluß. Weit über unsere Kenntnisse und unsere Herrschaft hinaus wirkt er auf andere, ihnen entweder zum Segen oder zum Fluch.
Der Charakter ist eine Macht. Das stille Zeugnis eines treuen, selbstlosen, gottseligen Lebens hat einen beinahe unwiderstehlichen Einfluß. Indem wir den Charakter Christi in unserem eigenen Leben offenbaren, arbeiten wir mit dem Herrn am Werke der Seelenrettung.

Nur dadurch, daß wir in unserem Leben seinen Charakter offenbaren, können wir mit ihm zusammen wirken und je größer der Bereich unseres Einflusses ist, desto mehr Gutes können wir tun.

Wenn die, welche bekennen Gott zu dienen, Christi Beispiel folgen und die Grundsätze des Gesetzes in ihrem täglichen Leben ausführen, wenn jede Handlung Zeugnis davon ablegt, daß sie Gott über alles lieben und ihren Nächsten wie sich selbst, dann wird die Gemeinde Macht haben, die Welt zu bewegen.


Doch es sollte nie vergessen werden, daß der Einfluß nicht weniger eine Macht zum Bösen sein kann. Es ist schrecklich, die eigene Seele zu verlieren, aber es ist weit schrecklicher, die Ursache zu sein, daß andere Seelen verloren gehen.

Daß unser Einfluß ein Geruch des Todes zum Tode sein sollte, ist ein furchtbarer Gedanke; dennoch ist dies möglich.

Viele, die bekennen, mit Christo zu sammeln, zerstreuen und treiben die Menschen von ihm fort; deshalb ist die Gemeinde so schwach.

Viele erlauben es sich, zu kritisieren und zu beschuldigen und lassen sich, indem sie Verdächtigungen, neidischen Gefühlen und der Unzufriedenheit Ausdruck geben, von Satan als seine Werkzeuge benutzen. Ehe sie erkennen, was sie tun, hat der Widersacher seinen Zweck durch sie erreicht.

Der schlechte Eindruck ist gemacht, der Schatten ist geworfen worden, die Pfeile Satans haben ihr Ziel getroffen. Mißtrauen, Zweifel, ja krasser Unglaube haben von denen Besitz ergriffen, die sonst vielleicht Christum angenommen hätten. Mittlerweile blicken die Werkzeuge Satans selbstzufrieden auf die, welche sie zum Unglauben getrieben haben und die jetzt gegen alle Bitten und Ermahnungen verhärtet sind.

Sie schmeicheln sich, daß sie im Vergleich zu diesen Seelen tugendhaft und gerecht sind. Sie erkennen nicht, daß diese zugrunde gehenden Charaktere das Werk ihrer ungezügelten Zungen und empörerischen Herzen sind. Durch ihren Einfluß sind diese Versuchten gefallen.

In dieser Weise wenden sich durch Leichtfertigkeit, Sichgehenlassen und Gleichgültigkeit seitens bekenntlicher Christen viele Seelen vom Pfade des Lebens ab.

Es gibt viele, die sich fürchten werden, vor dem Richterstuhl Gottes den Folgen ihres Einflusses zu begegnen. Einzig und allein durch die Gnade Gottes können wir den rechten Gebrauch von unserem Einfluß machen. Aus uns selbst haben wir nichts, womit wir andere zum Guten beeinflussen können.

Wenn wir unsere Hilflosigkeit und unser Bedürfnis der göttlichen Kraft erkennen, werden wir nicht auf uns selbst vertrauen. Wir kennen nicht die Folgen, die ein Tag, eine Stunde oder ein Augenblick haben mögen, und wir sollten nie den Tag beginnen, ohne unsere Wege unserem himmlischen Vater anzubefehlen.

Seine Engel haben den Auftrag, über uns zu wachen und wenn wir uns ihrer Hut anvertrauen, werden sie in jeder Zeit der Gefahr uns zur Rechten stehen.

Wenn wir unbewußt in Gefahr stehen, einen schlechten Einfluß auszuüben, werden die Engel an unserer Seite sein und uns veranlassen, eine bessere Richtung einzuschlagen; sie werden unsere Worte für uns wählen und unsere Handlungen beeinflussen.

So kann unser Einfluß eine stille uns selbst unbewußte, aber dennoch starke Macht sein, andere Seelen zu Christo und der himmlischen Welt zu ziehen.



Die Zeit

Unsere Zeit gehört Gott. Ein jeder Augenblick gehört ihm und es ist unsere heilige Pflicht, ihn auch zu seiner Verherrlichung zu benutzen. Von keinem uns anvertrauten Zentner fordert er genauere Rechenschaft, als von unserer Zeit.

Der Wert der Zeit übersteigt alle Berechnung.

Christus betrachtete jeden Augenblick als köstlich und so sollten auch wir die Zeit betrachten. Das Leben ist zu kurz, um mit Kleinigkeiten zugebracht zu werden. Wir haben nur eine kurze Probezeit, um uns für die Ewigkeit vorzubereiten.

Wir haben keine Zeit zu vergeuden, keine Zeit für selbstsüchtige Vergnügungen, keine Zeit uns dem Dienst der Sünde hinzugeben. Jetzt ist die Zeit, in der wir Charaktere für das zukünftige, das unvergängliche Leben bilden sollen. Jetzt müssen wir uns vorbereiten auf das Untersuchungsgericht.

Die menschliche Familie hat kaum zu leben begonnen, wenn sie schon wieder anfängt zu sterben und die unaufhörliche Arbeit der Welt endet in Nichts; es sei denn, daß eine rechte Erkenntnis betreffs des ewigen Lebens erlangt wird. Der Mensch, der die Zeit als seine Arbeitszeit schätzt, wird sie dazu anwenden, sich für eine unvergängliche Wohnung und ein ewiges Leben geschickt zu machen. Für ihn ist es ein Glück, geboren zu sein.

Wir werden ermahnt, die Zeit auszukaufen; vergeudete Zeit kann nie eingeholt werden. Wir können auch nicht einen Augenblick zurückrufen. Die einzige Art und Weise, wie wir unsere Zeit auskaufen können, ist durch treue Benutzung der uns noch bleibenden, indem wir Mitarbeiter Gottes in seinem großen Erlösungsplane sind.

In einem Menschen, der dieses tut, findet eine Umbildung des Charakters statt. Er wird ein Kind Gottes, ein Glied der königlichen Familie, ein Kind des himmlischen Königs; er wird geschickt, ein Gesellschafter der Engel zu sein.


Jetzt ist unsere Zeit, für das Heil unserer Mitmenschen zu wirken. Es gibt Menschen, welche glauben, daß, wenn sie Geld zur Förderung der Sache Christi geben, sie alles tun, was von ihnen gefordert wird; die köstliche Zeit, in der sie persönlich für ihn wirken könnten, lassen sie unbenutzt an sich vorübergehen.

Aber es ist das Vorrecht und die Pflicht aller, die Gesundheit und Kraft haben, Gott einen tätigen Dienst zu leisten. Alle sollen wirken, um Seelen für Christum zu gewinnen. Gaben an Geld können nie und nimmer die Stelle des persönlichen Wirkens einnehmen.


Ein jeder Augenblick trägt ewige Folgen.Wir sollten deshalb immer bereit stehen, um bei jeder Aufforderung sofort Dienste leisten zu können. Die Gelegenheit, die wir jetzt haben, einer bedürftigen Seele Worte des Lebens zu bringen, mag sich nie wieder bieten.

Gott könnte sagen: „Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern“ und sie möchte infolge unserer Vernachlässigung nicht bereit sein. Wie werden wir am großen Gerichtstage unserem Gott Rechnung ablegen können?


Das Leben ist zu feierlich, um ganz und gar von zeitlichen und irdischen Dingen in Anspruch genommen zu werden. Um sozusagen immer in Angst und Sorge betreffs der Dinge zu sein, die doch nur wie ein Stäubchen sind im Vergleich mit Dingen von ewigem Interesse.

Dennoch hat Gott uns berufen, ihm in den zeitlichen Angelegenheiten des Lebens zu dienen. Fleiß in dieser Arbeit ist gerade soviel ein Teil wahrer Religion als Andacht.


In der Bibel wird der Müßiggang nicht geduldet. Er ist der größte Fluch der Welt. Jeder wahrhaft Bekehrte wird ein fleißiger Arbeiter sein.

Von der richtigen Benutzung unserer Zeit hängt unser Erfolg ab, Kenntnisse und geistige Ausbildung zu erlangen. Die Ausbildung des Geistes braucht nicht durch Armut, geringe Herkunft oder ungünstige Umgebung gehindert zu werden. Man muß nur die Augenblicke auskaufen.

Ein paar Augenblicke hier und dort in nutzlosem Geschwätz vergeudet, die so oft im Bett verschwendeten Morgenstunden, die Zeit, die man beim Reisen, auf Straßen- oder Eisenbahnen oder im Warten auf der Station zubringt, die Augenblicke, indem man auf Mahlzeiten wartet, oder auf Leute, die bei einer verabredeten Zusammenkunft unpünktlich sind, wenn man darüber ein Buch führen und diese Bruchstücke der Zeit zum Studium, zum Lesen oder sorgfältigen Nachdenken benutzen würde, wie viel Gutes könnte dann nicht ausgerichtet werden.


Ein fester Entschluß, ausdauernder Fleiß und sorgfältige Benutzung der Zeit werden die Menschen instand setzen, genügend Kenntnisse und geistige Bildung zu erlangen, um für irgend eine einflußreiche und nützliche Stellung fähig zu sein.

Es ist die Pflicht eines jeden Christen, sich Ordnung, Gründlichkeit und Schnelligkeit in der Arbeit anzugewöhnen. Es gibt keine Entschuldigung für langsame, stümperhafte Arbeit irgendwelcher Art.

Wenn jemand immer an der Arbeit ist und die Arbeit doch nie getan wird, so liegt die Ursache darin, daß Gemüt und Herz nicht in der Arbeit sind.

Jemand, der langsam ist oder keine Vorteile von seiner Arbeit hat, sollte es sich klar machen, daß hier Fehler vorliegen, die abgelegt werden müssen. Er sollte darüber nachdenken und Pläne machen, wie er seine Zeit ausnutzen kann, um die besten Erfolge zu erzielen.

Durch richtige Methode werden einige in fünf Stunden eben soviel Arbeit tun, als andere in zehn. Einige, die Hausarbeit zu verrichten haben, sind immer an der Arbeit, nicht weil sie so viel zu tun haben, sondern weil sie nicht planen und nachdenken, wie sie Zeit sparen können. Durch ihre Langsamkeit und Saumseligkeit machen sie sich selbst viel Arbeit, wo nur wenig ist. Aber alle, die ernstlich wollen, können diese Gewohnheiten überwinden. Sie müssen sich in ihrer Arbeit ein bestimmtes Ziel stellen, müssen überlegen, eine wie lange Zeit für eine bestimmte Aufgabe notwendig ist und dann alle Kräfte anstrengen, um die Arbeit in der festgesetzten Zeit zu verrichten. Die Ausübung der Willenskraft wird die Hände flinker und gewandter machen.

Durch Mangel an Entschlossenheit, daran zu gehen und sich gründlich zu ändern, können die Menschen in ihrer unrechten Gewohnheit unverbesserlich werden, wohingegen sie durch Ausbildung ihrer Gaben die Fähigkeit erlangen können, die besten Dienste zu leisten, so daß sie überall verlangt und nach dem vollen Maß ihrer Gaben gewürdigt und geschätzt werden.

Von vielen Kindern und jungen Leuten wird Zeit verschwendet, die damit hätte zugebracht werden können, häusliche Pflichten zu verrichten und dadurch ein liebendes Interesse für Vater und Mutter zu bekunden. Die Jugend könnte viele Verantwortlichkeiten auf ihre starken, jungen Schultern nehmen, die irgend jemand doch tragen muß.


Das Leben Christi war von seiner frühesten Kindheit an ein Leben ernster Tätigkeit. Er lebte nicht, um sich selbst zu befriedigen. Er war der Sohn des ewigen Gottes, dennoch arbeitete er mit seinem Vater Joseph als Zimmermann. Sein Handwerk war bedeutungsvoll.

Er war in diese Welt gekommen als der Baumeister des Charakters und als solcher war all seine Arbeit vollkommen. Er legte dieselbe Vollkommenheit in seine weltliche Arbeit hinein, wie in die Charaktere, die er durch seine göttliche Kraft umbildete. Er ist unser Muster und Vorbild.

Eltern sollten ihren Kindern den Wert und die rechte Benutzung der Zeit lehren. Lehrt sie, daß es der Mühe wert ist, darnach zu streben, etwas zu tun, das Gott verherrlicht und der Menschheit zum Segen gereicht. Schon in früher Jugend können sie Missionsarbeiter sein und für Gott wirken.

Eltern können keine größere Sünde begehen, als wenn sie ihren Kindern erlauben, nichts zu tun. Die Kinder gewinnen bald den Müßiggang lieb und wachsen heran zu hilflosen, nutzlosen Männern und Frauen. Wenn sie alt genug sind, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und Beschäftigung finden, dann arbeiten sie in einer langweiligen, trägen Weise, erwarten aber, so bezahlt zu werden, als ob sie treu und fleißig wären. Es ist ein großer Unterschied zwischen dieser Weise von Arbeitern und denen, die erkennen, daß sie treue Haushalter sein müssen.


Wer in seiner weltlichen Arbeit träge und nachlässig ist, wird diese Gewohnheit auch ins religiöse Leben hineinbringen und wird daher nicht geschickt sein, in fähiger, erfolgreicher Weise für Gott zu wirken. Viele, die durch fleißige Arbeit der Welt hätten zum Segen gereichen können, sind durch Müßiggang verdorben worden. Mangel an Beschäftigung oder einem bestimmten Ziel in derselben öffnen tausend Versuchungen die Tür. Böse Gesellschaften und lasterhafte Gewohnheiten verderben das Gemüt und die Seele und die Folge ist das Verderben sowohl für dieses wie für das zukünftige Leben.

In welchem Arbeitszweig wir auch tätig sein mögen, das Wort Gottes lehrt uns:

„Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brünstig im Geiste. Schicket euch in die Zeit.“ Römer 12,11.


„Alles was dir vor Händen kommt zu tun, das tue frisch,“ „und wisset, daß ihr von dem HERRN empfangen werdet die Vergeltung des Erbes; denn ihr dienet dem Herrn Christo.“ Prediger 9,10; Kolosser 3,24.



Gesundheit

Die Gesundheit ist ein Segen, dessen Wert nur wenige schätzen, dennoch hängt die Wirksamkeit unserer geistigen und körperlichen Kräfte zum großen Teil davon ab. Unsere Triebe und Leidenschaften haben ihren Sitz im Körper und derselbe muß im besten Zustande und unter den günstigsten Einflüssen gehalten werden, wenn unsere Talente am besten verwertet werden sollen.

Alles, was die körperliche Kraft verringert, schwächt den Geist und macht ihn weniger fähig, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. Unsere Fähigkeit, das Gute zu wählen, wird verringert und wir haben weniger Willenskraft, das zu tun, was wir als Recht erkennen.

Der Mißbrauch unserer körperlichen Kräfte verkürzt die Zeit, in der unser Leben zur Ehre und Verherrlichung Gottes benutzt werden könnte, und macht uns untüchtig das Werk zu verrichten, das Gott uns aufgetragen hat.

Indem wir schlechte Gewohnheiten pflegen, spät zur Ruhe gehen und den Appetit auf Kosten der Gesundheit befriedigen, legen wir den Grund zur Schwäche. Indem wir körperliche Bewegung vernachlässigen oder Körper und Geist überarbeiten, bringen wir unser Nervensystem aus dem Gleichgewicht. Menschen, die in dieser Weise ihr Leben verkürzen und sich für den Dienst Gottes untüchtig machen, weil sie die Naturgesetze mißbrauchen, berauben Gott und auch ihre Mitmenschen.

Die Gelegenheit, anderen zum Segen zu werden, gerade das Werk, wozu Gott sie in die Welt gesandt hat, geht durch ihre eigene Handlungsweise verloren und sie haben sich selbst untüchtig gemacht, das zu tun, was sie in einer kürzeren Zeit hätten verrichten können. Der HERR hält uns für strafbar, wenn wir durch unsere schädigenden Gewohnheiten auf diese Weise der Welt das Gute vorenthalten.


Die Übertretung des Gesetzes, dem unser Körper unterworfen ist, ist auch eine Übertretung des Sittengesetzes, denn Gott ist gerade so gut der Urheber der physischen Gesetze, wie er der Urheber des Sittengesetzes ist.

Sein Gesetz steht, von seinem eigenen Finger geschrieben, auf einem jeden Nerven, einem jeden Muskel, auf jeder Fähigkeit, die dem Menschen gegeben ist; und ein jeder Mißbrauch irgend eines Teiles unseres Organismus ist eine Übertretung jenes Gesetzes.

Alle sollten mit dem Bau des menschlichen Körpers bekannt sein, damit letzterer in einem solchen Zustande erhalten werden kann, wie er zum Werk des HERRN erforderlich ist.

Das leibliche Wohl muß sorgfältig bewahret und entwickelt werden, damit die göttliche Natur in ihrer Fülle in der Menschheit offenbar werde. Die Lehre über das Verhältnis des leiblichen Organismus zum geistlichen Leben ist einer der wichtigsten Zweige der Erziehung, dem in der Familie und auch in der Schule sorgfältige Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Alle müssen mit ihrem Körperbau und den Gesetzen, die das natürliche Leben regieren, bekannt gemacht werden.


Wer freiwillig in Unwissenheit betreffs solcher Gesetze bleibt und dieselben aus Unkenntnis übertritt, sündigt gegen Gott. Alle sollten, soviel sie irgend können, darnach trachten, gesundheitsgemäß zu leben.

Unsere Gewohnheiten müssen unter die Leitung des Verstandes gebracht werden, der selbst unter der Herrschaft Gottes steht.

„Wisset ihr nicht,“, sagt der Apostel Paulus, „daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst? Denn ihr seid teuer erkauft; darum so preiset Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes.“ 1.Korinther 6,19-20.


darum so preiset Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes.“ 1.Korinther 6,19-20.



Kraft

Wir sollen Gott nicht nur von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und von ganzer Seele, sondern auch von allen Kräften lieben.

Dies schließt die vollständige, einsichtsvolle Benutzung der körperlichen Kräfte ein.

Christus war ein treuer Arbeiter sowohl in zeitlichen, als auch in geistlichen Dingen, und alle seine Werke zeugten von einem festen Entschluß, des Vaters Willen zu tun. Irdische und himmlische Dinge sind enger verbunden und stehen direkter unter Christi Aufsicht, als viele glauben.

Es war Christus, der die Einrichtung des ersten irdischen Heiligtums, der Stiftshütte, plante.

Er gab all die genauen Vorschriften betreffs des Baues des salomonischen Tempels.

Er, der in seinem Leben hier auf Erden in dem Dörfchen Nazareth als Zimmermann arbeitete, war der himmlische Architekt, der den Plan des heiligen Gebäudes entwarf, in welchem sein Name geehrt werden sollte.

Christus war es auch, der den Erbauern der Stiftshütte Weisheit gab, die geschicktesten und schönsten Arbeiten zu verrichten.

Er sagte: „Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohns Hurs, vom Stamm Juda, und habe ihn erfüllet mit dem Geist Gottes, mit Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit allerlei Geschicklichkeit, künstlich zu arbeiten am Gold, Silber, Erz, künstlich Steine zu schneiden und einzusetzen, und künstlich zu zimmern am Holz, zu machen allerlei Werk. Und siehe, ich habe ihm zugegeben Oholiab, den Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan; und habe allerlei Weisen die Weisheit ins Herz gegeben, daß sie machen sollen alles, was ich dir geboten habe.“ 2.Mose 31,2-6.


Gott will, daß seine Arbeiter in einem jeden Zweige des Werkes zu ihm aufblicken, als zu dem Geber alles dessen, das sie besitzen.

Alle guten Erfindungen und Verbesserungen haben ihre Quelle in ihm, dessen Rat wunderbarlich ist und der alles herrlich hinausführt. Die geschickte Hand des Arztes, seine Kraft über Nerven und Muskel, seine Vertrautheit mit dem zarten Organismus des Körpers ist die Weisheit göttlicher Kraft, die zum Heil der Leidenden benutzt werden soll. Die Gewandtheit, mit welcher der Zimmermann den Hammer benutzt, die Kraft, mit welcher der Schmied den Amboß erklingen macht, kommt von Gott.

Er hat den Menschen Gaben anvertraut und er erwartet, daß sie zu ihm aufblicken, um Rat und Weisheit zu bekommen. Was wir auch tun, mit welcher Arbeit wir uns auch befassen, er will uns ganz regieren, damit unser Werk vollkommen sein möge.


Religion und Geschäft sind nicht zwei voneinander unabhängige Dinge; sie gehören zusammen. Die Religion der Bibel soll mit allem, was wir tun oder sagen, verwoben werden. Göttliche und menschliche Kräfte sollen sich in zeitlichen sowohl wie in geistlichen Bestrebungen vereinen.

Sie sollen in allen menschlichen Beschäftigungen, in mechanischen und landwirtschaftlichen Arbeiten, in kaufmännischen und wissenschaftlichen Unternehmungen verbunden sein. In allen Zweigen christlicher Tätigkeit muß sich dies Zusammenwirken zeigen.

Gott hat die Grundsätze, nach welchen allein dies Zusammenwirken möglich ist, uns kundgetan. Seine Verherrlichung muß der Beweggrund aller seiner Mitarbeiter sein. Alles, was wir tun, muß aus Liebe zu Gott geschehen und im Einklang mit seinem Willen sein.


Es ist gerade so wesentlich, den Willen Gottes zu tun, wenn wir ein Gebäude errichten, als wenn wir am Gottesdienst teilnehmen. Und wenn die Arbeiter die rechten Grundsätze beim Aufbau ihres eigenen Charakters verfolgen, dann werden sie beim Errichten eines jeden Gebäudes an Gnade und Erkenntnis zunehmen.
Aber Gott wird die größte Gabe oder die großartigste Huldigung nicht annehmen, wenn das eigene Ich nicht als ein lebendiges Opfer auf seinen Altar gelegt wird.

Die Wurzel muß heilig sein, sonst kann die Frucht keine dem HERRN angenehme sein.

Der HERR machte Daniel und Joseph zu scharfsichtigen Verwaltern. Er konnte durch sie wirken, weil sie nicht lebten, um ihre eigenen Neigungen zu befriedigen, sondern um Gott zu gefallen.


Daniels Fall enthält für uns eine Lehre. Er offenbart die Tatsache, daß ein Geschäftsmann nicht notwendigerweise ein spitzfindiger, schlauer Mann sein muß. Er kann bei einem jeden Schritt von Gott unterwiesen werden. Daniel war als erster Minister des babylonischen Reiches ein Prophet des HERRN und empfing das Licht der göttlichen Eingebung. Weltliche, ehrgeizige Staatsmänner werden im Worte Gottes als Gras, das da frühe blühet und bald welk wird, hingestellt.

Dennoch wünscht der HERR in seinem Dienst intelligente Männer zu haben, Männer, die zu verschiedenen Zweigen des Werkes fähig sind.

Er bedarf Geschäftsmänner, welche die großen Grundsätze der Wahrheit in allen ihren Handlungen ausleben. Sie sollten ihre Gaben durch das gründlichste Studium und die bestmögliche Ausbildung vervollkommnen.

Wenn Männer in irgend einem Beruf die Gelegenheiten, weise und tüchtig zu werden, auskaufen sollten, so sind es die, welche ihre Fähigkeiten zum Aufbau des Reiches Gottes in dieser Welt benutzen.

Von Daniel wissen wir, daß in allen seinen Geschäftshandlungen, obgleich sie der genauesten Prüfung unterzogen wurden, nicht ein einziger Fehler gefunden werden konnte. Er war ein Muster davon, was ein jeder Geschäftsmann sein kann.

Seine Geschichte zeigt, was von einem Menschen, der seine Verstandes- und Muskelkraft, sein Herz und Leben dem Dienste Gottes weiht, ausgerichtet werden kann.



Geld

Gott vertraut den Menschen auch Mittel an. Er gibt ihnen die Kraft, Reichtümer zu erwerben. Er feuchtet die Erde mit dem Tau des Himmels und mit erquickendem Regen.

Er gibt das Sonnenlicht, welches die Erde erwärmt, die Natur zu neuem Leben erweckt, die Blüten hervorruft und die Früchte reift.

Er fordert aber auch, daß wir ihm von dem Seinen etwas wiedergeben.

Unser Geld ist uns nicht gegeben worden, damit wir uns selbst ehren und verherrlichen. Wir sollten es vielmehr als getreue Haushalter zur Ehre und zur Verherrlichung Gottes benutzen.

Etliche meinen, daß nur ein Teil ihrer Mittel Gott gehört. Wenn sie diesen für religiöse und Wohltätigkeitszwecke beiseite gelegt haben, dann betrachten sie das übrige als ihr Eigentum, das sie nach ihrem Belieben benutzen können.

Das ist aber ein Irrtum.

Alles, was wir besitzen, gehört dem HERRN und wir müssen vor ihm Rechenschaft ablegen über die Verwendung seiner Gaben. In der Benutzung auch des kleinsten Geldstücks zeigen wir, ob wir Gott über alles und unseren Nächsten wie uns selbst lieben.

Geld hat großen Wert, weil viel Gutes damit getan werden kann.

In den Händen der Kinder Gottes ist es Speise für die Hungrigen, Trank für die Durstigen und Kleidung für die Nackten. Es ist eine Verteidigung für die Unterdrückten und ein Mittel, den Kranken zu helfen.

An sich aber hat das Geld nicht mehr Wert als Sand; es wird für uns erst wertvoll, wenn wir unsere Lebensbedürfnisse dadurch erlangen, oder anderen zum Segen gereichen, oder Christi Sache fördern können.


Aufgehäufter Reichtum ist nicht nur nutzlos, er ist ein Fluch. In diesem Leben ist er der Seele ein Fallstrick, der die Liebe zum himmlischen Schatze verdunkelt, und am großen Tage Gottes wird er, als Zeugnis von unbenutzten Gaben und vernachlässigten Gelegenheiten, seinen Besitzer verdammen.


Die Schrift sagt: „Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet über euer Elend, das über euch kommen wird! Euer Reichtum ist verfaulet, eure Kleider sind mottenfräßig worden. Euer Gold und Silber ist verrostet, und sein Rost wird euch zum Zeugnis sein und wird euer Fleisch fressen wie ein Feuer. Ihr habt euch Schätze gesammelt in den letzten Tagen. Siehe, der Arbeiter Lohn, die euer Land eingeerntet haben, der von euch abgebrochen ist, der schreiet, und das Rufen der Ernter ist kommen vor die Ohren des HERRN Zebaoth.“ Jakobus 5,1-4.


Christus billigt keine verschwenderische oder achtlose Benutzung der Mittel. Die von ihm betreffs der Sparsamkeit und des Haushaltens gegebene Lehre: „Sammelt die übrigen Brocken, daß nichts umkomme“ (Johannes 6,12), gilt allen seinen Nachfolgern.

Wer erkennt, daß sein Geld ein ihm von Gott anvertrautes Pfund ist, wird sorgfältig damit haushalten und wird es sich zur Pflicht machen, zu sparen, um geben zu können.


Je mehr Geld wir für äußeres Gepränge und für die Befriedigung selbstsüchtiger Gelüste ausgeben, desto weniger werden wir haben, um Hungrige zu speisen und Nackte zu kleiden. Durch ein jedes unnötig ausgegebene Geldstück verringert der Betreffende die köstlichen Gelegenheiten, Gutes zu tun. Er beraubt Gott der Ehre und der Verherrlichung, die durch die richtige Benutzung der den Menschen anvertrauten Gaben ihm hätten zuteil werden können.



Freundliches Entgegenkommen und Herzlichkeit

Freundlichkeit, edle Triebe und schnelles Erfassen geistlicher Dinge sind köstliche Gaben und legen ihrem Besitzer eine schwere Verantwortung auf.

Alle diese Eigenschaften sollten im Dienst Gottes benutzt werden. Aber hier begehen viele einen Fehler. Zufrieden im Besitz dieser Eigenschaften versäumen sie es, dieselben im täglichen Dienst für andere zu verwerten.

Sie schmeicheln sich, daß sie, wenn sich Gelegenheiten bieten sollten, wenn die Umstände günstig wären, ein großes und gutes Werk tun würden. Aber sie warten immer auf solche Gelegenheiten. Sie verachten die Engherzigkeit des knickerigen Geizhalses, welcher den Bedürftigen selbst die kleinste Gabe mißgönnt.

Sie sehen, daß er nur für sich selbst lebt und wissen, daß er für seine mißbrauchten Gaben Rechenschaft ablegen muß.

Mit großer Selbstgefälligkeit ziehen sie einen Vergleich zwischen sich selbst und solchen engherzigen Menschen und halten ihren eigenen Zustand für viel besser, als den von solch unedel denkenden Nachbarn.

Aber sie betrügen sich selbst.

Das alleinige Besitzen unbenutzter Eigenschaften und Gaben erhöht nur noch die Verantwortung. Menschen, die von Natur aus freundlich sind, stehen Gott gegenüber unter der Verpflichtung, diese Herzlichkeit nicht nur ihren Freunden zuteil werden zu lassen, sondern allen, die ihrer Hilfe bedürfen.

Angenehm im gesellschaftlichen Verkehr zu sein, ist auch eine Gabe, die zum Nutzen aller derer, die unter ihren Einfluß kommen, angewandt werden sollte.

Die Liebe, die nur gegen einige gütig ist, ist keine Liebe, sondern Selbstsucht.

Sie wird in keiner Weise Seelen nützen, noch zur Verherrlichung Gottes beitragen. Menschen, die auf diese Weise die ihnen von ihrem Meister anvertrauten Gaben unbenutzt lassen, werden schuldiger dastehen, als die, gegen welche sie eine solche Verachtung fühlten; zu ihnen wird dereinst gesagt werden: ihr wußtet eures Meisters Willen, tatet ihn aber nicht.



Die Zentner werden durch Benutzung vervielfältigt

Benutzte Zentner oder Gaben sind vervielfältigte Zentner. Erfolg wird nicht erzielt durch Zufall oder Schicksal, sondern er ist die Ausarbeitung der göttlichen Vorsehung, die Belohnung des Glaubens und sorgfältigen Handelns, der Tugend und ausdauernden Strebens.

Der HERR will, daß wir eine jede Gabe, die wir besitzen, benutzen und wenn wir dies tun, werden wir größere Gaben empfangen, um auch sie zu benutzen.

Er stattet uns nicht in einer übernatürlichen Weise mit den Eigenschaften aus, die uns mangeln, sondern während wir das benutzen, was wir haben, will er uns helfen und dadurch eine jede Geistesfähigkeit kräftigen und vergrößern.

Durch jedes aufrichtige, ernste Opfer, um dem Meister dienen zu können, werden unsere Kräfte zunehmen.Wenn wir uns zu Werkzeugen des heiligen Geistes hingeben, dann wird die Gnade Gottes in uns bewirken, daß wir alten Neigungen entsagen, starke, natürliche Lüste überwinden und neue Gewohnheiten bilden.

Indem wir das Mahnen des heiligen Geistes lieben und ihm gehorchen, werden unsere Herzen erweitert, um immer mehr von seiner Kraft in uns aufzunehmen und größere und bessere Arbeit tun zu können; unbenutzte, ruhende Kräfte werden erweckt und angeregt, und gelähmte Geistesfähigkeiten erhalten neues Leben.


Der demütige Arbeiter, der dem Rufe Gottes gehorsam ist, kann des göttlichen Beistandes sicher sein.

Eine so große und heilige Verpflichtung anzunehmen, erhebt an sich selbst schon den Charakter, setzt die höchsten Verstandes- und Geisteskräfte in Tätigkeit und stärkt und reinigt Gemüt und Herz. Es ist wunderbar, wie stark ein schwacher Mann durch den Glauben an die Kraft Gottes werden kann, wie entschieden in seinen Bemühungen, wie reich an großen Erfolgen!

Wer mit geringer Erkenntnis in einer einfachen Weise anfängt und mitteilt, was er weiß, während er fleißig nach weiterer Erkenntnis sucht, der wird finden, daß der ganze himmlische Schatz ihm zur Verfügung steht.

Je mehr er darnach trachtet, Licht mitzuteilen, desto mehr Licht wird er selbst empfangen. Je mehr jemand aus Nächstenliebe anderen das Wort Gottes zu erklären versucht, desto klarer wird es ihm selbst werden. Je mehr wir unsere Erkenntnis benutzen und unsere Kräfte anwenden, desto mehr Erkenntnis und Kraft werden wir haben.


Eine jede Anstrengung um Christi willen wird uns selbst zum Segen. Wenn wir unsere Mittel zu seiner Verherrlichung benutzen, wird er uns mehr geben.

Indem wir darnach trachten, Seelen für Christum zu gewinnen, und sie mit vielem Flehen vor Gott bringen, werden unsere eigenen Herzen von dem belebenden Einfluß der Gnade Gottes ergriffen werden. Unsere eigene Zuneigung wird in göttlicher Inbrunst erglühen, unser ganzes christliches Leben wird mehr Wirklichkeit, wird ernster und gebetsvoller werden.

Der Wert des Menschen wird im Himmel darnach geschätzt, wie fähig das Herz ist, Gott zu erkennen.

Diese Erkenntnis ist die Quelle, der alle Kraft entspringt.

Gott schuf den Menschen, damit eine jede Fähigkeit die Fähigkeit des göttlichen Geistes sein möge, und er trachtet beständig darnach, den menschlichen Geist in Gemeinschaft mit dem göttlichen zu bringen.

Er bietet uns das Vorrecht an, Mitarbeiter Christi zu sein, dadurch, daß wir seine Gnade der Welt offenbaren, damit wir ein größeres Maß der Erkenntnis himmlischer Dinge empfangen möchten.

Hinblickend auf Jesum erhalten wir einen klaren und deutlichen Begriff von Gott und durch das Schauen werden wir verändert.

Güte, Liebe zu unseren Mitmenschen, wird ein Teil unserer Natur. Wir entwickeln einen Charakter, der dem göttlichen Charakter ähnlich ist und indem wir zu seinem Ebenbilde heranwachsen, erweitert sich unsere Fähigkeit Gott zu erkennen.

Immer mehr treten wir in Gemeinschaft mit der himmlischen Welt und haben eine fortwährend wachsende Kraft, die Reichtümer der Erkenntnis und der ewigen Weisheit in uns aufzunehmen.



Der eine Zentner

Der Mensch, der den einen Zentner erhielt, „ging hin und machte eine Grube in die Erde und verbarg seines Herrn Geld.“


Es war der, welcher die kleinste Gabe erhalten hatte, der dieselbe unbenutzt ließ. Hierin liegt für alle, die meinen, daß die Geringfügigkeit ihrer Gaben sie von der Teilnahme am Werke Christi entschuldigt, eine Warnung.

Könnten sie etwas Großes tun, würden sie es gern unternehmen, aber weil sie nur in kleinen Dingen dienen können, halten sie es für gerechtfertigt, nichts zu tun.

Aber sie irren sich.

Der HERR prüft durch die Verteilung seiner Gaben den Charakter. Der Mann, der es unterließ, seinen einen Zentner zu benutzen, erwies sich als ein untreuer Knecht. Hätte er fünf Zentner empfangen, so würde er sie alle in die Erde vergraben haben, wie er den einen vergrub. Die Nichtanwendung des einen Zentners zeigte, daß er die himmlischen Gaben verachtete.


„Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu.“ Lukas 16,10. Die Wichtigkeit der kleinen Dinge wird oft unterschätzt, weil diese eben klein sind, und dennoch erhalten wir gerade durch sie viel wirkliche Erziehung im Leben. Sie sind im Leben des Christen durchaus nicht unwichtig und unbedeutend. Beim Bilden unseres Charakters werden wir auf viele Gefahren stoßen, wenn wir die Wichtigkeit der kleinen Dinge unterschätzen.


„Wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Großen unrecht.“

Durch Untreue selbst in den kleinsten Pflichten beraubt der Mensch seinen Schöpfer des Dienstes, den er ihm schuldig ist. Diese Untreue schädigt ihn selbst.

Er kann nicht die Gnade, die Kraft und die Charakterstärke erhalten, die durch rückhaltslose Übergabe an Gott erlangt werden können.

Von Christo getrennt ist er den Versuchungen Satans ausgesetzt und er begeht in seinem Wirken für den Meister Mißgriffe.

Weil er sich nicht in kleinen Dingen von den rechten Grundsätzen leiten läßt, wird er verfehlen, in großen Dingen, die er als seine besondere Aufgabe betrachtet, Gott zu gehorchen.

Die Fehler, die er in den kleinen Dingen des Lebens nährt, machen sich dann auch in wichtigeren Angelegenheiten geltend. Er handelt nach den Grundsätzen, an welche er sich gewöhnt hat. So entstehen aus den wiederholten Handlungen Gewohnheiten; Gewohnheiten bilden den Charakter und durch den Charakter wird das Schicksal für Zeit und Ewigkeit entschieden

Nur durch Treue in kleinen Dingen kann die Seele dahingebracht werden, auch unter größeren Verantwortlichkeiten Treue zu üben.


Gott führte Daniel und seine drei Freunde mit den Großen des babylonischen Reiches zusammen, damit diese heidnischen Männer mit den Grundsätzen der wahren Religion bekannt werden möchten. Inmitten eines götzendienerischen Volkes sollte Daniel den Charakter Gottes darstellen. Wie wurde er befähigt eine so große Vertrauensstellung, ein solches Ehrenamt zu bekleiden?

Seine Treue in kleinen Dingen war es, die sein ganzes Leben und alle seine Handlungen kennzeichnete. Er ehrte Gott in den allerkleinsten Pflichten und der HERR wirkte mit ihm.

Dem Daniel und seinen Gefährten „gab Gott Kunst und Verstand in allerlei Schrift und Weisheit; Daniel aber gab er Verstand in allen Gesichten und Träumen.“ Daniel 1,17.


Wie Gott den Daniel berief, um für ihn in Babylon zu zeugen, so beruft er auch uns heute in der Welt seine Zeugen zu sein. Sowohl in den geringfügigsten als auch in den größten Angelegenheiten des Lebens sollen wir den Menschen die Grundsätze seines Reiches offenbaren.


Christus lehrte uns in seinem Leben hier auf Erden, den kleinen Dingen sorgfältige Beachtung zu schenken. Das große Erlösungswerk lastete beständig auf seiner Seele. Während er lehrte und heilte, wurden alle seine körperlichen und geistigen Kräfte aufs äußerste in Anspruch genommen; dennoch beachtete er die einfachsten Dinge im Leben und in der Natur. Seine lehrreichsten Unterweisungen waren die, in denen er durch die einfachsten Dinge in der Natur die großen Wahrheiten des Reiches Gottes veranschaulichte.

Er übersah nicht die Bedürfnisse des niedrigsten seiner Knechte. Sein Ohr hörte jeden Hilferuf; er fühlte die Berührung jenes von Krankheit geplagten Weibes selbst in der Volksmenge, die allerleiseste Berührung im Glauben wurde erwidert.

Als er die Tochter des Jairus von den Toten auferweckte, erinnerte er ihre Eltern daran, daß sie etwas zu essen haben müsse. Als er durch seine eigene mächtige Kraft aus dem Grabe erstand, hielt er es nicht unter seiner Würde, die Grabtücher, in welche man ihn gelegt hatte, zusammen zu falten und sorgfältig beiseite zu legen.


Das Werk, zu welchem wir als Christen berufen sind, besteht darin, mit Christo für die Errettung von Seelen zu wirken. Um dies Werk zu tun, haben wir einen Bund mit ihm gemacht; vernachlässigen wir es, so erweisen wir uns untreu gegen Christum. Um aber dies Werk auszuführen, müssen wir seinem Beispiele folgen, müssen den kleinen Dingen treue und gewissenhafte Aufmerksamkeit schenken. Hierin liegt das Geheimnis des Erfolges allen christlichen Wirkens und Einflusses.


Der Herr wünscht, daß seine Nachfolger die höchste Stufe der Leiter erreichen, und ihn dadurch verherrlichen, daß sie die Fähigkeiten besitzen, die er ihnen so gern geben möchte. Durch die Gnade Gottes sind alle Vorkehrungen getroffen, die es uns ermöglichen, kundzutun, daß wir nach besseren Plänen handeln, als die Welt zum Muster hat. Wir sollen eine Überlegenheit im Verständnis, in Geschicklichkeit und Erkenntnis bekunden, weil wir an Gott und seine Macht, auf Menschenherzen einzuwirken, glauben.

Doch brauchen solche, die keine großen Gaben besitzen, nicht entmutigt zu werden. Sie sollen nur das, was sie haben, benutzen, sollen genau auf jeden schwachen Punkt in ihrem Charakter acht Wir sollten in allen Handlungen Genauigkeit und Treue üben und die Eigenschaften entwickeln, die uns befähigen werden, das Werk auszuführen.


Gewohnheiten der Nachlässigkeit sollten mit Entschiedenheit überwunden werden. Viele glauben, daß Vergeßlichkeit eine genügende Entschuldigung für die gröbsten Irrtümer ist. Besitzen sie aber nicht so gut wie andere Verstandesgaben und Denkvermögen?

Dann sollten sie ihr Gedächtnis so schulen, daß es Kraft bekommt, etwas zu behalten. Es ist eine Sünde zu vergessen und es ist eine Sünde nachlässig zu sein.

Wenn ihr euch gewöhnt, nachlässig zu sein, dann möchtet ihr eurer eigenen Seelen Seligkeit vernachlässigen. Und zuletzt finden, daß ihr nicht bereit seid für das Reich Gottes.

Große Wahrheiten müssen auf kleine Dinge übertragen werden. Praktische Religion muß in den kleinen Pflichten des täglichen Lebens bekundet werden. Die höchste Befähigung irgend eines Menschen liegt in dem unbedingten Gehorsam gegen das Wort Gottes.


Viele glauben, daß ihr Leben, weil sie nicht direkt irgendwie in Gottes Werk angestellt sind, nutzlos ist, daß sie nichts zur Förderung des Reiches Gottes tun.

Aber das ist ein Irrtum. Wenn sie etwas tun, das von irgend jemand getan werden muß, dann sollten sie sich nicht den Vorwurf machen, im großen Haushalte Gottes nutzlos zu sein. Die geringsten Pflichten sollten nicht unbeachtet gelassen werden. Jede ehrliche Arbeit ist ein Segen und durch Treue in derselben können wir zu höheren Pflichten geschickt werden.

Wie gering auch irgend eine Arbeit sein mag, so ist sie doch, wenn sie für Gott und mit voller Übergabe des eignen Ichs getan wird, dem HERRN gerade so angenehm, als der höchste und größte Dienst. Keine Gabe, die mit aufrichtigem Herzen und freudiger Seele dargebracht wird, ist klein zu nennen.


Christus gebietet uns, wo wir auch sein mögen, die uns sich darbietende Pflicht aufzunehmen. Bist du in der Familie, so gehe willig und mit rechtem Ernst daran, das Heim zu einem angenehmen Aufenthaltsort zu machen. Bist du eine Mutter, so erziehe deine Kinder für Christum.

Dadurch wirkst du gerade so gut für Gott wie der Prediger auf der Kanzel. Liegt deine Pflicht in der Küche, dann versuche dort vollkommen in deiner Arbeit zu werden; bereite Speisen, die gesund, nahrhaft und appetitlich sind und indem du beim Bereiten dieser Speisen die besten Zutaten benutzt, denke daran, daß du auf gleiche Weise dein Gemüt mit den besten Gedanken beschäftigen sollst. Ist es deine Arbeit den Acker zu pflügen, oder irgend einem anderen Geschäft oder Handwerk obzuliegen, so erfülle die vorliegende Pflicht voll und ganz. Verwende deine ganze Kraft auf deine Arbeit. In allem was du tust, stelle Christum dar. Handle so, wie er an deiner Stelle handeln würde.


Wie klein auch die dir verliehene Gabe sein mag, Gott will sie verwenden. Der eine Zentner, weislich benutzt, wird das ausrichten, wozu er gegeben wurde. Durch Treue in kleinen Pflichten wird unsere Gabe wachsen und Gott wird sie für uns vervielfältigen. Diese geringen Gaben üben oft die köstlichsten Einflüsse in seinem Werke aus.

Laß den lebendigen Glauben gleich Goldfäden die Verrichtung aller, selbst der kleinsten Pflichten durchziehen. Dann wird unser tägliches Wirken das christliche Wachstum fördern. Wir werden beständig aufblicken auf Jesum. Die Liebe zu ihm wird in allem, was wir unternehmen, die leitende Kraft sein.

Auf diese Weise werden wir durch die richtige Benutzung unserer Gaben wie durch eine goldene Kette mit der höheren Welt verbunden. Dies ist wahre Heiligung; denn Heiligung besteht in der freudigen Verrichtung unserer täglichen Pflichten in vollkommenem Gehorsam gegen den Willen Gottes.


Aber viele Christen warten darauf, daß ihnen ein großes Werk übertragen werde. Weil sie keinen Platz finden können, der hoch genug wäre, um ihren Ehrgeiz zu befriedigen, so unterlassen sie es, die gewöhnlichen Pflichten des Lebens treu zu erfüllen.

Diese erscheinen ihnen uninteressant. Tag für Tag lassen sie die Gelegenheiten, ihre Treue gegen Gott zu bekunden, unbenutzt vorübergehen. Während sie auf irgend ein großes Werk warten, eilt ihr Leben dahin, sein Zweck bleibt unerfüllt und sein Werk unverrichtet.



Das Zurückgeben der Zentner

„Über eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt Rechenschaft mit ihnen.“

Wenn der Herr Abrechnung mit seinen Knechten hält, wird das, was mit einem jeden Zentner gewonnen wurde, einer genauen Prüfung unterworfen. Die Arbeit des betreffenden Knechtes offenbart seinen Charakter.

Die, welche die fünf oder zwei Zentner empfangen haben, geben dem Herrn die anvertrauten Gaben mit dem durch sie erworbenen Gewinn zurück, indem sie selbst keinen Verdienst beanspruchen. Die Zentner sind ihnen übergeben worden; wohl haben sie damit andere gewonnen, aber ohne die ihnen anvertrauten Zentner hätten sie auch nichts gewinnen können. Sie sehen, daß sie nur ihre Pflicht getan haben.

Das Kapital gehörte dem Herrn und das, was mit demselben gewonnen ist, gehört ihm auch. Hätte der Heiland ihnen nicht seine Liebe und Gnade zuteil werden lassen, so würden sie für die ganze Ewigkeit verloren gewesen sein.


Aber wenn der Meister die Zentner in Empfang nimmt, lobt und belohnt er die Knechte, als ob das Verdienst ihnen gebühre. Sein Antlitz ist voller Freude und Befriedigung. Es freut ihn, daß er ihnen Segnungen zuteil werden lassen kann.

Für einen jeden Dienst, für jedes gebrachte Opfer belohnt er sie, nicht weil es eine Schuld ist, die er ihnen abtragen muß, sondern weil sein Herz von Liebe und Güte überfließt.

„Ei, du frommer und getreuer Knecht,“ sagt er, „du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen, gehe ein zu deines Herrn Freude!“


Es ist die Treue gegen Gott und der aus Liebe geleistete Dienst, wodurch die göttliche Anerkennung erworben wird. Jedes Wirken des heiligen Geistes, wodurch die Menschen zum Guten und zu Gott geleitet werden, steht in den Himmelsbüchern verzeichnet und am Tage Gottes werden die, die ihn durch sich haben wirken lassen, gelobt werden.


Sie werden in die Freude des Herrn einstimmen, wenn sie in seinem Reiche jene sehen, die zu erretten sie ein Werkzeug gewesen sind. Es wird ihnen dann vergönnt werden, an seinem Werke dort teilzunehmen, weil sie dazu fähig geworden sind, durch ihre Teilnahme an seinem Werke hier auf Erden.

Was wir im Himmel sein werden, ist nur der Abglanz von dem, was wir jetzt im Charakter und im heiligen Dienen sind.

Christus sagte von sich selbst: „Des Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene.“ Matthäus 20,28.


Dies, sein Werk auf Erden, ist auch sein Werk im Himmel. Und die Belohnung, die uns zuteil wird, daß wir in dieser Welt Christi Mitarbeiter gewesen sind, besteht in der größeren Kraft und dem erweiterten Vorrecht, in der zukünftigen Welt seine Mitarbeiter zu sein.


„Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wußte, daß du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, da du nicht gestreut hast; und fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in die Erde. Siehe, da hast du das Deine.“


In der Weise entschuldigen die Menschen ihre Vernachlässigung der Gaben Gottes. Sie blicken auf Gott als einen strengen und tyrannischen Meister, der darauf wartet, ihre Fehler ausfindig zu machen und sie mit seinen Gerichten heimzusuchen. Sie beschuldigen ihn, daß er etwas fordert, was er nie gegeben, und daß er schneidet, wo er nicht gesät hat.

Es gibt viele, die Gott in ihrem Herzen beschuldigen, daß er ein harter Meister ist, weil er ihre Besitzungen und ihren Dienst beansprucht.

Aber wir können Gott nichts bringen, was ihm nicht schon gehört.

„Denn von dir ist‘s alles kommen,“ sagte der König David, „und von deiner Hand haben wir dir‘s gegeben.“ 1.Chronik 29,14.


Alle Dinge gehören Gott, und zwar nicht nur durch die Schöpfung, sondern auch durch die Erlösung. Alle Segnungen, die wir empfangen, ob in diesem oder im zukünftigen Leben, tragen den Stempel des Kreuzes auf Golgatha. Deshalb ist die Beschuldigung, daß Gott ein harter Meister sei, da er schneide, wo er nicht gesät habe, falsch.

Der Herr stellt die Beschuldigung des Schalksknechtes, so unrecht sie auch ist, nicht in Abrede, sondern zeigt ihm auf Grund seiner eigenen Darstellungsweise, daß seine Handlungsweise nicht gerechtfertigt werden kann. Es waren Mittel und Wege vorgesehen worden, mittels welcher der Zentner zum Besten des Eigentümers hätte verwandt werden können.

„So solltest du,“ sagte er, „mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich kommen wäre, hätte ich das Meine zu mir genommen mit Wucher.“


Unser himmlischer Vater verlangt nicht mehr und nicht weniger von uns, als wir durch die uns von ihm gegebene Fähigkeit imstande sind zu tun. Er legt seinen Knechten keine Last auf, die sie nicht tragen können; „denn er kennet was für ein Gewächs wir sind; er gedenket daran, daß wir Staub sind.“ Psalm 103,14.


Alles, was er von uns verlangt, können wir durch die göttliche Gnade ihm auch geben.


„Welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen.“ Lukas 12,48.


Ein jeder von uns wird, wenn er auch nur um ein geringes weniger tut als er fähig ist zu tun, persönlich dafür verantwortlich gehalten. Der HERR beachtet genau jede Möglichkeit, die sich uns zum Dienste bietet.

Die unbenutzt gebliebenen Fähigkeiten werden bei der Abrechnung gerade sowohl in Betracht gezogen, als die, mit denen wir gewuchert haben. Für alles, was wir durch die richtige Anwendung unserer Gaben hätten werden und tun können, hält Gott uns verantwortlich.

Wir werden gerichtet nach dem, was wir hätten tun sollen, aber nicht getan haben, weil wir unsere Kräfte nicht zur Verherrlichung Gottes benutzten.

Selbst wenn wir nicht unsere Seelen verlieren, werden wir doch in der Ewigkeit die Folgen von der Nichtbenutzung der uns verliehenen Gaben erkennen. Ewiger Verlust wird an Stelle der Erkenntnis und Fähigkeiten sein, die wir hätten bekommen können.


Wenn wir uns aber gänzlich Gott übergeben und in unserer Arbeit seinen Anweisungen folgen, nimmt er die ganze Verantwortlichkeit auf sich selbst. Er will nicht, daß wir betreffs des Erfolges unserer aufrichtigen Bestrebungen zweifeln sollen. Wir sollen nicht einmal an ein Mißlingen denken. Wir sollen Mitarbeiter dessen sein, der keinen Mißerfolg kennt.


Wir dürfen nicht von unserer eigenen Schwäche und Unfähigkeit reden, das ist ein offenbares Mißtrauen gegen Gott, ein Verleugnen seines Wortes. Wenn wir wegen der uns auferlegten Lasten murren oder uns weigern, die von uns verlangten Verantwortlichkeiten zu tragen, dann sagen wir tatsächlich, daß er ein harter Meister ist und daß er von uns etwas fordert, wozu er uns nicht die Kraft gegeben hat.


Wir sind oft geneigt, den Geist des trägen Knechtes als einen demütigen zu bezeichnen. Aber wahre Demut ist etwas ganz anderes.

Demütig sein bedeutet nicht, daß wir nicht vorwärtsstreben, oder geistig zurück und Feiglinge in unserem Leben sein sollen, oder daß wir Lasten scheuen, weil wir fürchten, sie nicht tragen zu können, wirkliche, wahre Demut führt die Absicht Gottes aus, indem sie sich auf seine Kraft verläßt.

Gott wirkt durch den er will. Manchmal wählt er das geringste Werkzeug für das größte Werk, denn seine Kraft wird durch die Schwachheit der Menschen offenbar. Wir haben unseren Maßstab und darnach sagen wir, ein Ding ist groß und das andere klein; aber Gott mißt nicht nach unserem Maßstab.

Wir dürfen nicht glauben, daß das, was uns groß scheint, auch vor Gott groß ist, oder daß das, was uns klein dünkt, auch vor ihm klein sein muß. Es steht uns nicht zu, über unsere Zentner zu urteilen, oder unsere Arbeit zu wählen. Wir sollen die Lasten tragen, die Gott uns auferlegt.

Sollen sie um seinetwillen tragen und zu ihm gehen, um Ruhe zu finden. Was auch unsere Arbeit sein mag, Gott wird durch freudigen, ungeteilten Dienst geehrt. Es freut ihn, wenn wir mit Dankbarkeit an die Erfüllung unserer Pflichten gehen und uns freuen, daß wir würdig erachtet werden, seine Mitarbeiter zu sein.



Der Zentner wird fortgenommen

Das über den trägen Knecht gesprochene Urteil lautete: „Darum nehmet von ihm den Zentner und gebet‘s dem, der zehn Zentner hat.“


Hier, wie in der Belohnung der treuen Knechte, wird nicht nur die Belohnung am schließlichen Gericht, sondern auch der allmähliche Vergeltungsvorgang in diesem Leben angedeutet. Wie es in der natürlich Welt ist, so ist es auch in der geistlichen: eine jede unbenutzt bleibende Kraft wird schwach und vergeht: Tätigkeit ist das Gesetz des Lebens; Müßiggang ist Tod. „In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutz.“ 1.Korinther 12,7.


Gaben, die zum Segen anderer angewandt werden, nehmen beständig zu; werden sie aber dazu benutzt, um dem eigenen Ich zu dienen, dann nehmen sie ab und werden schließlich ganz entzogen. Wer sich weigert, das, was er empfangen hat, mitzuteilen, wird schließlich finden, daß er nichts zu geben hat. Er überläßt sich einem Verfahren, durch welches die Fähigkeiten und Gaben der Seele verkümmern und schließlich ganz vernichtet werden.


Möchte doch niemand glauben, daß er hier ein Leben der Selbstsucht führen und dann, nachdem er seinen eigenen Interessen gedient hat, zu seines Herrn Freude eingehen kann. Solche Menschen könnten an der Freude selbstloser Liebe überhaupt nicht teilnehmen. Sie würden für die himmlischen Wohnungen nicht passend sein.

Sie könnten die reine Atmosphäre der Liebe, die den ganzen Himmel durchdringt, nicht schätzen. Die Stimmen der Engel und die Musik ihrer Harfen könnten sie nicht befriedigen. Ihnen würde die Wissenschaft des Himmels ein ungelöstes Rätsel sein.

Am großen Gerichtstage werden die, welche nicht für Christum gewirkt, die, welche mit dem Strom gegangen und keine Verantwortlichkeit getragen, die nur an sich selbst gedacht und sich selbst zu Gefallen gelebt haben, vom Richter der ganzen Erde denen gleichgestellt, die Böses getan haben. Sie werden dieselbe Verdammnis empfangen.


Viele, die bekennen Christen zu sein, vernachlässigen Gottes Ansprüche an sie und empfinden es nicht, daß sie damit Unrecht tun. Sie wissen wohl, daß der Lästerer, der Mörder, der Ehebrecher Bestrafung verdienen, aber sie erfreuen sich des Gottesdienstes.

Sie hören es gern, wenn das Evangelium gepredigt wird und halten sich deshalb für Christen. Obgleich sie ihr ganzes Leben damit zugebracht haben, für sich selbst zu sorgen, werden sie gerade so sehr überrascht sein, wie der ungetreue Knecht im Gleichnis es war, den Urteilsspruch zu hören: „Nehmet von ihm den Zentner.“


Wie die Juden begehen auch sie den Irrtum, die Freude der Segnungen allein zu genießen, anstatt sie zum Wohl anderer zu verwenden. Viele, die nicht für Christum wirken, bringen ihre Unfähigkeit zu dieser Arbeit als Entschuldigung vor.

Hat Gott sie aber so untüchtig gemacht?

Nein, sicherlich nicht. Die Unfähigkeit ist durch ihre Untätigkeit verursacht worden und sie sind aus freier Wahl untüchtig geblieben. Sie erkennen schon jetzt in ihren eigenen Charakteren die Folgen des Urteilsspruchs: „Nehmet von ihm den Zentner.“


Der beständige Mißbrauch ihrer Gaben wird das Wirken des heiligen Geistes, der doch das einzige Licht ist, für sie dämpfen.

Der Urteilsspruch: „den unnützen Knecht werft in die Finsternis hinaus,“ setzt das Siegel des Himmels auf die Wahl, die sie selbst für die Ewigkeit getroffen haben.



Christi Gleichnisse

Kapitel 25: Die Zentner

Auf der Grundlage von Matthäus 25,15-30.

 

Ellen G. White – Eine Prophetin Gottes

Bücher von Ellen Gould White als PDF

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