Der Protestantismus



Genüßlich wird den Protestanten, die sich nach außen hin zu dem Grundsatz »Sola Scriptura«, also zur alleinigen Autorität der Heiligen Schrift in allen Lehrfragen bekennen, anhand der Sonntagsfrage ihre Doppelmoral unter die Nase gerieben:
»Man nehme z. B. nur die Beobachtung des Sonntags mit dem Besuch des Gottesdienstes und dem Enthalten von unnötiger Arbeit, etwas, worauf die Protestanten lange Jahre großen Wert gelegt haben.
Ich möchte mich hier ganz freundschaftlich an meine protestantischen Leser wenden:
Du glaubst, daß die Bibel allein ein sicherer Führer in religiösen Dingen ist?
Du glaubst auch, daß eine der fundamentalen Pflichten, die Dein christlicher Glaube Dir auferlegt, die Sonntagsheiligung ist?
Doch wo spricht die Bibel von solch einer Verpflichtung?
Ich habe die Bibel vom ersten Vers der Genesis bis zum letzten der Offenbarung gelesen und habe keinen Hinweis auf die Pflicht der Sonntagsheiligung gefunden.
Der Tag, den die Bibel im AT erwähnt, ist nicht der Sonntag, der erste Tag der Woche, sondern der Samstag, der letzte Wochentag. …
Wenn man, wie Du, den Sonntag hält, gibt man da nicht ganz offensichtlich die Unzulänglichkeit der Bibel als alleinige Richtschnur für Glaube und religiöse Übung zu und bekundet die Notwendigkeit einer von Gott gesetzten Lehrautorität, [der katholischen Kirche] die du theoretisch verneinst?«

 

Pater John A. O’Brien, »Der
Glaube der Millionen«, P. Pattloch,
Aschaffenburg, 1951

 

»Die Vernunft und der gesunde Menschenverstand machen die Annahme der einen oder anderen Alternative erforderlich:
entweder Protestantismus und die Heilighaltung des Samstages oder Katholizismus und die Heilighaltung des Sonntages.
Ein Kompromiß ist unmöglich.

»The Catholic Mirror«,
23. Dezember 1893

 

„Bis heute werden die protestantischen Kirchen durch ihre Sonntagsheiligung
beschämt, die sie in Widerspruch bringt zum eigenen reformatorischen Grund. Die Katholische Kirche hat dies erkannt und gießt beißenden Spott über sie aus:
»Es war die Katholische Kiche … die diese Ruhe zur Erinnerung an die Auferstehung unseres Herrn auf den Sonntag übertragen hat.
Daher ist die Beobachtung des Sonntags durch die Protestanten eine Huldigung, die sie, ihrer selbst ungeachtet, der Autorität der [katholischen] Kirche zollen.“

L. Gaston de Segur, »Plain Talk about the Protestantism of Today«,
Boston 1868

 

Das Sonntagsgesetz vom 7. März 321
“Alle Richter und Bewohner der Städte, auch die Ausübung aller Gewerbe sollen am ehrwürdigen Tage der Sonne ruhen. Dennoch dürfen die Landleute den Ackerbau frei und ungehindert betrei ben, zumal es sich häufig trifft, daß an keinem andren Tage das Getreide den Furchen oder die Weinstöcke den Gruben so passend anvertraut werden können, damit nicht der Vorteil, den die himmlische Vorsehung zugestanden hat mit der Gelegenheit einer so kurzen Zeitspanne verloren gehe. Gegeben am 7. März, Krispus und Konstantin zum zweiten Male Consuln, 321.”

(Corpus Juris Civilis, II, Codex Justinianus, III, 12, 2, herausgegeben von Dr. Otto, Leipzig 1832)
zitiert aus “Wege und Irrwege der Christenheit von der Urgemeinde bis zur Vorreformation”, Walter
Eberhardt, S.304

 




Wer Jesus zu Gott macht, der ist ein Antichrist!

Warum brecht ihr die 10 Gebote?


Ihr schlagt aus was euch retten kann


An die Sadduzäer und die Pharisäer in dieser Welt


Warum beugt ihr eure Knie vor dem Baal?


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