10. Reicher Mann und armer Lazarus


Es ist nun notwendig, dass wir uns mit dem Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus befassen, das schon viel Kopfzerbrechen verursacht hat. Wir wollen dabei ganz ausführlich auf einige unwichtig scheinende Einzelheiten eingehen.

Als erstes ist es wesentlich, festzustellen, was Jesus veranlasste, von dem reichen Mann und dem armen Lazarus zu erzählen. In einer Fussnote zuLukas 16:1-31 drückt die Jerusalemer Bibel das aus, was jedem Bibelausleger, der sich mit diesem Kapitel befasst, ins Auge fällt:

„Das Kapitel stellt zwei Gleichnisse und mehrere Aussprüche Jesu über den guten und schlechten Gebrauch des Geldes zusammen.“

Lesen wir Lukas 16 sorgfältig durch, dann sehen wir tatsächlich, dass sich Jesus mit den Menschen unter seinen Zeitgenossen auseinandersetzte, die ihre Hoffnung weitgehend auf ihren materiellen Besitz legten. Um sie aus ihrem materialistischen Denken aufzurütteln, erzählte er ihnen zwei Gleichnisse, die beide mit dem Sätzchen beginnen:

Es war ein reicher Mann. „ (Lukas 16:1-19.)

 

Die Reaktion der Zuhörer, der reichen Pharisäer, zeigt denn auch, dass sie z. B. Jesu erste Erzählung als ein Gleichnis verstanden, das keinen andern Inhalt und Zweck hatte, als ihre Geldgier zu tadeln.

Lukas berichtet:

Die geldgierigen Pharisäer hörten das alles und verhöhnten ihn.“

(Lukas 16:14-15, Jerusalemer Bibel.)

 

Aus dem ganzen Zusammenhang geht klar hervor, was Jesus ihnen hatte sagen wollen:

„1. Irdische Segnungen sind bestenfalls von kurzer Dauer und ungewiss.

2. Reiche Leute sind nicht nur für das verantwortlich, was sie mit ihrem Reichtum anfangen, sondern auch für das, was sie mit ihren Schätzen nicht tun.

3. Das gegenwärtige Leben bietet die einzige Gelegenheit zur Vorbereitung für die Zukunft.

4. Selbstsüchtige Unmenschlichkeit und verkehrter Gebrauch von Reichtümern machen ungeeignet für eine Aufnahme ins Reich Gottes.

5. Die klaren Lehren der Heiligen Schrift genügen, uns den Weg zum ewigen Heil zu weisen.“1

1 „Questions an Doctrine“, S. 562.563. Review and Herald, Washington, 1957.

Es wäre demnach verfehlt, bei diesem Gleichnis Jesu Schlussfolgerungen zu ziehen, die der Erzähler seinen Zuhörern gar nicht nahegelegt hatte. Ein Gleichnis ist eine Erzählung, die den Rahmen bildet zu einer Belehrung, damit diese eindrücklicher und leichtverständlicher wird.

Und wenn Jesus ein Gleichnis erzählte, machte er meistens selbst sehr deutlich, was er dabei beabsichtigte – so eben auch beim Gleichnis von dem reichen Mann und dem armen Lazarus. Viele Bibelausleger haben dies vergessen und die Schwerpunkte des vorliegenden Gleichnisses unbeachtet gelassen und es statt dessen benützt, um mit demselben ein Lehrgebäude aufzustellen über das Ergehen guter oder böser Menschen, wenn sie sterben. Im Gleichnis von dem reichen Mann und dem armen Lazarus geht es nicht um den Zustand der Toten, sondern es zeigt vielmehr, dass dieses Leben die einzige Gelegenheit ist für die Vorbereitung auf das ewige Leben.

 

Ein Gleichnis

Wenden wir uns nun der Lehr-Erzählung Jesu zu, und hüten wir uns, Jesus Dinge in den Mund zu legen, die er nie ausgesprochen hat. Ein Gleichnis Jesu darf nie unabhängig von andern Aussagen ausgelegt werden, die er über ein bestimmtes Thema machte.

Zuerst betrachten wir jenen Teil des Gleichnisses, der sich mit Lazarus beschäftigt. Jesus schildert das Los eines armen Menschen, wie es deren so viele in dieser Welt gab und gibt. Der arme Lazarus ist Sinnbild vieler Menschenschicksale. Eines zeichnet ihn jedoch aus, und das Bedeutsame, das er so vielen Armen voraus hat, ist in seinem Namen angedeutet: Lazarus (abgeleitet vom hebräischen Namen Eleasar = Gotthilf). Um in Abrahams Schoss zu gelangen, braucht es mehr als nur Armut, es setzt all das voraus, was im Namen „Gotthilf“ ausgedrückt werden soll. Es ist Armut, die reich in Gott ist.

Nun sagt Jesus von diesem „Gotthilf“:

Es begab sich aber, dass der Arme starb.“ (Luk. 16:22.)

 

Ihn trifft nun das Los, das allen Menschen zugemessen ist, seitdem die Sünde die Herrschaft angetreten hat – er stirbt. Sein Begräbnis geht so unbeachtet vor sich, dass dadurch kein Aufsehen erregt wird; ja, es wird nicht einmal erwähnt. Das Grab schliesst seine Pforten hinter ihm, und es wird still. Kein lobpreisender Nachruf macht die Runde. Man vergisst ihn einfach. Es war ja nur ein Armer, wie deren so viele immer wieder sterben.

Die Menschen lassen sich in ihrer Tagesordnung nicht einmal stören. Wieder ist einem Menschen in diesem Leben nicht Gerechtigkeit zuteil geworden.

Dann erzählt Jesus in seiner Gleichnisrede weiter, dass Lazarus in Abrahams Schoss getragen wurde. Merkwürdigerweise findet sich nun nicht der Ausdruck

des Lazarus Seele“

oder eine ähnliche Bezeichnung im Text, sondern es heisst:

Der Arme starb und ward getragen.“

Es ist also vom ganzen Lazarus die Rede. Im ganzen Gleichnis wird nichts von einer Seele gesagt, sondern von leiblichen Gestalten mit Augen, Fingern und Zunge. Ebenso wird von Abrahams Schoss gesprochen.

Um den Sinn besser zu erfassen, müssen wir den Begriff

Abrahams Schoss“

klären. Das im Griechischen verwendete Wort für Schoss heisst „kolpos“. Es bezeichnet die vordere Innenseite der im Morgenland gebräuchlichen langen Kleider.

Wir finden das gleiche Wort in Johannes 13:23:

Es war aber einer unter seinen Jüngern, welchen Jesus liebhatte, der lag bei Tische an der Brust Jesu.“

Langes Bibelwerk2 schreibt darüber:

„Bei dem Schoss, eigentlich Busen Abrahams, denke man an den bauschigsten Teil des Gewandes, der durch das Umschlagen desselben auf der Brust entsteht. Auch hier, wie in Matth. 8:11-12; Luk. 13:25-29 und anderen Stellen, wird die künftige Glückseligkeit unter dem Bilde eines Gastmahles gezeichnet, wo der Liebling des Hausvaters, hier Abraham, so auf dessen Lager liegt, dass er an seinem Busen ruhen kann.“

2 Van Oosterzee: „Das Evangelium nach Lukas“, Langes Bibelwerk, III, S. 254. Verlag Velhagen und Klasing, Bielefeld, 1859.

Ebenso deutlich heisst es in dem Bibelwerk von O. v. Gerlach3:

„Die Seligkeit des ewigen Lebens stellt Jesus hier wieder, wie in Kapitel 13:25-29; Matth. 8:11; Matth 26:29, unter dem Bilde eines Gastmahls mit dem Patriarchen (als die innigste, freudenreichste Lebensgemeinschaft mit ihnen) dar, wo der Liebling des Hausvaters (hier der Vater der Gläubigen, Abraham) nach der Sitte der Alten so auf der Ruhebank liegt, dass er, ausgestreckt, sich an seine Brust lehnt.“

3 Von Gerlach, Otto: „Das Neue Testament“, S. 195. Verlag Gustav Schlawitz, Berlin, 1854.

 

Wenn Jesus also von Lazarus sagt, er sei in Abrahams Schoss getragen worden, so bedeutet das genausoviel wie seine andernorts gegebene Verheissung:

Viele werden kommen vom Osten und vom Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sitzen.“ (Matth. 8:11.)

Unter Abrahams Schoss haben wir daher nur eines zu verstehen:

das zukünftige Reich des Menschensohnes, wo Christus „sich aufschürzen und sie zu Tisch setzen und zu ihnen treten und ihnen dienen wird“ (Luk. 12:37).

Zu diesem grossen Fest im Reiche Gottes werden die Erlösten durch die Engel hingeführt. An jenem Tage werden auch die Lazarusse dabei sein.

Es stellt sich die Frage: „Wann wird der arme Lazarus von den Engeln in Abrahams Schoss getragen?“ Darüber äussert sich Jesus in diesem Gleichnis mit keinem Wort. An anderer Stelle jedoch erfahren wir aus dem Munde Christi ganz präzise Angaben:

Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen:

Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündel, dass man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune.“
(Matth. 13:30.)

 

Vielleicht ist es gut, sich hier noch eines Textes aus dein Buch des Propheten Jesaja zu erinnern. In einem Bussgebet des Gottesvolkes wird darauf hingewiesen, dass Gott allein helfen könne:

Bist du doch unser Vater; denn Abraham weiss von uns nichts, und Israel kennt uns nicht. Du, Herr, bist unser Vater; ,Unser Erlöser‘, das ist von alters her dein Name.“ (Jes. 63:16.)

Der Prophet wusste also, dass Abraham und Jakob gestorben waren und folgedessen nichts von den zur Zeit Jesajas lebenden Juden wissen und sie auch nicht kennen konnten. Dieser Text allein zeigt schon klar, dass es sich in Lukas 16 nur um eine Lehr-Erzählung handeln kann.

Die Aussage Jesu bei der Auseinandersetzung mit den Sadduzäern, wo es um die Totenauferstehung ging, zeigt, dass Gott sich

Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs“

nennt, weil er sie auferwecken wird. Die Auferweckung ist so gewiss, dass er sich Gott der Lebendigen nennt.

Was aber die Toten angeht, dass sie auferweckt werden, habt ihr nicht im Buche Mose, in der Geschichte vom Dornbusch gelesen, wie Gott zu ihm sprach: ,Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs‘? Er ist kein Gott von Toten, sondern von Lebenden.“ (Mark. 12:26-27, Jerusalemer Bibel.)

 

Als Jesus diese Aussage tat, waren die Erzväter noch nicht auferweckt, sie hatten das Verheissene noch nicht empfangen (Hebr. 11:39).

Lazarus kann also erst am Jüngsten Tag „in Abrahams Schoss“ sein. In den Versen von Matth. 13:39. 43 und 49 erklärte Jesus:

Die Ernte ist das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel ... Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich.

Wer Ohren hat, der höre! ... Also wird es auch am Ende der Welt gehen:

die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden.“

Bei der Ernte am Ende der Welt werden die Engel Gottes die Scheidung zwischen Guten und Bösen vornehmen. Bei der Wiederkunft Jesu

wird er senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden sammeln seine Auserwählten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern“
(Matth. 24:31).

 

Woher nähmen wir das Recht, bei dem armen Lazarus und dem reichen Mann eine Ausnahme zu vermuten? Beide sind gestorben; über die Zeit zwischen dem Sterben und der Austeilung der Belohnung oder der Strafe sagt Jesus im Gleichnis nichts. Durch sein Schweigen über einen sogenannten Zwischenzustand widerlegt Jesus die unbiblische Ansicht aller jener Leute, die Belohnung oder Bestrafung gleich nach dem Tode eintreten lassen wollen. Gottes Zeit, den Menschen Gnade zu schenken, ist vor dem Tode; und Gottes Zeit für die Belohnung ist nach der Auferstehung. Jesus wollte mit seinem Gleichnis nicht aufheben, was er über sein zweites Kommen und das Gericht am Ende der Tage verkündigt hatte.

Wie oft wird der im Gleichnis beispielhaft genannte Lazarus den aufgekommenen Gedanken, warum Gott bei der vielen Ungerechtigkeit auf dieser Welt nicht eingreife, bei sich unterdrückt haben! Doch sein ausdauernder Glaube ist belohnt worden. Jesus konnte ihm einen Platz im Reiche Gottes verheissen; er sah ihn im Geiste schon an der Brust Abrahams liegen, nie mehr von Sorge und bitterem Leid gequält. Der arme Lazarus wird bei der Auferstehung zum reichen Lazarus. Seine Stellung wird eine so bevorzugte, dass ihn alle Welt darüber beneiden könnte.

Auch für den reichen Mann, der nach der Lehr-Erzählung Jesu „alle Tage herrlich und in Freuden lebte“, kam die Zeit des Sterbens. Nur bestand ein gewaltiger Unterschied zwischen ihm und dem armen Lazarus. Dieser war vorbereitet, der reiche Mann aber nicht. Er hatte ja alles, was er sich wünschen konnte. Und schliesslich hatte er noch beinahe ein gutes Herz, liess er doch den Armen vor seiner Tür gewähren und gestattete, dass etwas von seinem Überfluss dem Lazarus zugute kam. Eigentlich hätte er Gott danken dürfen, dass er durch den armen „Gotthilf“ jeden Tag an die eigene Vergänglichkeit erinnert wurde; aber hatte er das nötig? War er denn nicht ein Sohn Abrahams? So dachte er wenigstens und vergass, dass uns fromme Vorfahren nicht retten können, sondern dass nur eine persönliche Verbindung mit Gott Rettung bringt.

 

Der Schwerpunkt

Über den reichen Mann, der in unserm Gleichnis wiederum eine bestimmte Menschenklasse darstellt, wird nun folgendes ausgesagt:

Der Reiche aber starb auch und ward begraben. Als er nun bei den Toten war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoss.“
(Luk. 16:22-23.)

Wir haben den Text in der Luther-Übersetzung angeführt, da diese die gebräuchlichste ist. Leider ist aber gerade dieser Vers unklar wiedergegeben. Pastor Dächsel4 bemerkt hierzu in dem nach ihm benannten Bibelwerk:

4 Dächsel, August: „Dächsels Bibelwerk“, V, S. 810. A. Deichertsche Verlagsbuchhandlung, Leipzig.

„Nach der [früheren ] Luther-Übersetzung:

,als er nun in der Hölle und in der Qual war‘,

könnte man Hölle und Qual als gleichbedeutend oder doch als notwendig zusammengehörig nehmen, aber der Grundtext verbindet beides nicht so, sondern es heisst: Und im Hades, als er seine Augen aufhob, da er in Qualen war, sah er Abraham von weitem und Lazarus in seinem Schoss. Es wird also, dass er in Qualen war, davon, dass er im Hades war, durch die Wortstellung und den Satzbau unterschieden ...“

Ferner ist noch sehr zu beachten, dass die lateinische Bibelübersetzung (Vulgata) die Anfangsworte des 23. Verses „im Hades“ noch zum Ende des 22. Verses genommen hat.

Sie schreibt:

Er ward begraben in dem Hades.“

 

Dazu kommt als ganz bedeutsamer Hinweis, dass in der ältesten und berühmtesten griechischen Handschrift (Sinaiticus) das Wörtlein „und“ zwischen dem 22. und 23. Vers fehlt.

Es heisst dort,

der Reiche aber starb und ward begraben. In dem Hades“

usw. Ungefähr die Hälfte der alten lateinischen Texte bringen diesen Abschnitt so:

Der Reiche aber starb und ward begraben in dem Hades.“

Gleichlautend bringt ihn auch Marcion. Wir gehen also nicht fehl, wenn wir erklären, dass das Setzen des Punktes nach „Hades“ mindestens ebenso berechtigt ist wie die jetzt übliche Lesart. Früher hatte ja auch die Lutherbibel geschrieben:

Der Reiche aber starb und ward begraben in die Hölle [Hades].“

 

Beachten wir aber, dass bei beiden Lesarten der Schwerpunkt der Erzählung Jesu nicht im Hades liegt, sondern erst mit dem Augenblick des Aufhebens der Augen beginnt. Das Aufheben der Augen fällt mit dem Erwachen zusammen. Die Bibel erklärt an verschiedenen Stellen, dass die Toten erst am Tage der Auferstehung und des Gerichts erwachen und auferstehen werden (Jes. 26,19; Joh. 6,39.40; Offb. 20,5). Nicht der Ort der Toten ist also der Schauplatz, sondern zukünftiges Geschehen: Auferstehung und Gericht. Über die Zeit vom Tode bis zur erfolgten Auferstehung wird keine Aussage gemacht.

Mit dem Aufkommen der platonischen Philosophie begann man, sich den Hades – das Grab – belebt vorzustellen. So entstand der Gedanke, das Gespräch des reichen Mannes mit Abraham in den Hades zu verlegen. Jesus hat dies jedoch nicht getan. Zwischen dem „Begrabenwerden in den Hades“ und dem „Augenauf heben in der Qual“ liegt die Zeit des Todes, über die Jesus nichts aussagt. Er mass ihr eben keine Bedeutung bei. Es bleibt keinerlei Raum, diesen Zwischenzustand auszuschmücken.

Pfr. Reinhardt5 hat in dem von ihm übersetzten Neuen Testament zu Luk. 16:23 eine Fussnote angebracht, in der er von seiner Wandlung im Verständnis dieses Textes schreibt:

5 Reinhardt, L.: „Das Neue Testament“, Fussnote zu Luk. 16,23

„Beeinflusst von der kirchlichen Orthodoxie glaubte ich früher annehmen zu müssen, dass Jesus mit poetischer Freiheit in seinem Gleichnis den zweiten Teil des Dramas in die Scheol verlege, ohne dass er selbst an ein Leben in derselben dachte. Nähere Überlegung hat mir aber gezeigt, dass eine solche Annahme gar nicht nötig ist, und dass die Sache viel einfacher liegt. ,Als er im Grab (Scheol) seine Augen aufhob‘ ist im Sinne Jesu gleichbedeutend mit ,als er nun aus dem Tode erwachte‘ oder auferstund und sich (im Tal Hinnom) in Qualen befand usw. Die messianischen Erwartungen und Anschauungen Jesu und seiner Zeitgenossen bilden auch hier die Grundvoraussetzung des Gleichnisses.“

Vom armen Lazarus wird kein Begräbnis erwähnt. Nichtbegrabenwerden bedeutete aber das Schlimmste, was einem Menschen bei seinem Tode zustossen konnte. Der Reiche aber wurde offenbar mit grossem Aufwand zu seiner Ruhestätte begleitet. Wir erkennen den Gegensatz zwischen dem irdischen Ergehen des armen Lazarus und demjenigen des reichen Mannes.

Schon Salomo hat auf solche Ungerechtigkeiten hingewiesen:

Dabei habe ich auch gesehen, dass Gottlose begraben wurden und zur Ruhe eingingen, während Leute, die rechtschaffen gelebt hatten, von der heiligen Stätte wegziehen mussten und in der Stadt in Vergessenheit gerieten; auch das ist Eitelkeit.“
(Pred. 8:10, Menge-Übers.)

Auf diesem Hintergrund wirkt das, was Jesus nachher sagt, umso gewaltiger. Es ist völlig unrichtig zu denken, der Leib des reichen Mannes sei begraben worden, seine Seele dagegen sei an einen andern Ort, in den Hades gekommen.

Ganz eindeutig wird gesagt:

Der Reiche“, also derganze Mensch, „starb und ward begraben in dem Hades.“

 

Die endgültige Scheidung zwischen den Gläubigen und den Gottlosen findet erst am jüngsten Tage statt, obwohl die Entscheidung für den einzelnen Menschen bei seinem Tode bereits gefallen ist. Wir haben keinerlei biblischen Grund für die Annahme zweier verschiedener Abteilungen im Hades. Erst die Auferstehung bringt die Scheidung, weil ihr ein prüfendes Gericht vorausgeht.

Denn es wird geschehen, dass des Menschen Sohn kommt in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und alsdann wird er einem jeglichen vergelten nach seinen Werken.“ (Matth. 16:27.)

Dieses Wort gilt auch für den reichen Mann und den armen Lazarus. Die Reihenfolge der Ereignisse im Gleichnis stimmt also genau mit den übrigen biblischen Angaben überein. Der Reiche starb. Er wurde im Friedhof begraben. Nach der Auferstehung zum Gericht hebt er die Augen auf. Von diesem Tage spricht auch das Buch der Offenbarung:

Und das Meer gab die Toten, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeglicher nach seinen Werken.“ (Offb. 20:13.)

Beachten wir, dass es heisst:

Der Hades gab die Toten, nicht die „Seelen“ oder die „Schatten“.

Der Tod muss seine Beute hergeben, die Toten müssen auferstehen, in diesem Fall zum Gericht. An jenem Tage wird der unbarmherzige Reiche erkennen, dass er verloren ist, dass er das Heil versäumt hat. Nun weiss er angesichts des Neuen Jerusalems, das kurz vor der Auferweckung der Gottlosen auf die Erde herabkommt (vergleiche Offb. 21:2 mit Kapitel 20:7-9), dass er sich draussen befindet bei der Schar der Ausgeschlossenen.

Da wird sein Heulen und Zähneklappen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber hinausgestossen. Und es werden kommen vom Osten und vom Westen, vom Norden und vom Süden, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes.“ (Luk. 13:28-29.)

Dieser Text deckt sich vollständig mit der im Gleichnis beschriebenen Situation des reichen Mannes. Nach seiner Auferstehung hebt er die Augen auf und sieht dann Abraham mit den Erlösten im Reiche Gottes, sich selbst aber hinausgestossen. Das ist nun der Anfang seiner Qual, und nun weiss er auch, dass seiner noch das Gerichtsfeuer Gottes wartet, wo

der Tod und sein Reich in den feurigen Pfuhl geworfen wurde. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. Und so jemand nicht gefunden ward geschrieben in dem Buch des Lebens, der ward geworfen in den feurigen Pfuhl“ (Offb. 20:14-15).

 

Niemand muss dem Heiland zutrauen, er habe seine Mahnungen in unbiblische Lehren eingekleidet. Wohl hat Jesus bekannte, aber falsch verstandene Ausdrücke in sein Gleichnis eingebaut, doch hat er ihnen mit keinem Wort den Sinn verliehen, den ihm gewisse von der griechischen Unsterblichkeitslehre angehauchte Leute gaben. Auch Paulus hat oft Wörter, die in der griechischen Umwelt eine ganz andere Bedeutung erlangt hatten, verwendet, ohne sie mit der platonischen Brille zu lesen. Was Jesus und die Apostel nicht taten, sollten auch wir unterlassen.

In seiner Gleichnisrede lässt Jesus den verstorbenen reichen Mann von seinen Qualen sprechen und Bitten vorbringen. Dies geschieht nur zur Belebung der Darstellung. In der Bibel begegnet uns diese Lehrweise nicht selten.

In Richter 9:7-15 wird uns ein anschauliches Beispiel gegeben.

Der Prophet schildert, wie Bäume einen König wählten und salbten. Ölbaum, Feigenbaum und Weinstock lehnten diese Ehre dankend ab, nur der Dornbusch willigte ein, König über die Bäume zu werden. (Siehe auch 2.Kön. 14:9.)

Natürlich glaubte weder damals noch glaubt heute jemand, die Bäume hätten so beraten und gehandelt. Es handelt sich um Bildersprache wie beim „sprechenden verstorbenen reichen Mann“.

Ähnliche Bilder finden wir an andern Stellen im Alten Testament. Hiob fragt, ob sein Acker wider ihn geschrien und die Furchen miteinander geweint hätten (Hiob 31:38). Jesaja lässt die Bäume in die Hände klatschen, Berge und Hügel frohlocken und jauchzen (Jes. 55:12; 44:23; 49:13). Ströme sollen frohlocken und Berge fröhlich sein (Ps. 98:8). Bei Habakuk schreien die Steine in der Mauer, und die Sparren im Gebälk antworten ihnen (2:11).

 

Der arme Reiche

Doch jetzt soll uns das Ergehen des reichen Mannes beschäftigen, der nun zum Ärmsten aller Armen geworden ist. Nach der Auferstehung zum Gericht befindet er sich in Qualen; es sind seelische und körperliche Schmerzen, die er auszustehen hat.

Er ist mit den Eigenschaften, die er zu Lebzeiten entwickelt hatte, auch auferstanden.

Vater Abraham, erbarme dich mein!“

Beweist nicht eben diese Bitte, dass er ein „frommer“ Mann war? Aber er gründete sein Heil nicht auf Gott; er vertraute auf seine Abkunft von Abraham. Ihm mangelte eine persönliche Erfahrung und Gemeinschaft mit Christus.

Wie vielen Menschen gleicht doch der so Gekennzeichnete! Hat nicht Jesus anderswo die gleiche Warnung ausgesprochen? Nur dann ist jemand Abrahams Nachkomme, wenn er Abrahams Werke vorzuweisen hat (Joh. 8:37-40).

Noch ist der eben auferstandene Reiche kühn genug, zu erwarten, dass Lazarus sein Diener sein soll; Lazarus, der bei Lebzeiten so ungetröstet vor seiner Türschwelle sass und dem er seine Schmerzen nicht gelindert hatte. Dieser Lazarus soll ihm nun in seiner Not Hilfe bringen! Nur einen Tropfen Wasser auf den äussersten Teil seines Fingers; ihm, der nicht zu jenen gehörte, die den Hungrigen gespeist, den Durstigen getränkt, den Nackten gekleidet, den Kranken und Gefangenen besucht hatten (Matth. 25:35-40).

Der Verlorene ist durch den Tod nicht anders geworden; ein gewaltiger Schrecken für alle diejenigen, die erwarten, dass der Tod einen Menschen verändere, dass in einem neuen Leben vieles korrigiert werden könne. Eine unfassbare Enttäuschung für alle, die meinen, sie könnten sich nach dem Tode noch bekehren. Das Wort Jesu lässt keinen Raum für solche Spekulationen! Der Gottlose steht auf, wie er ins Grab sank; seiner wartet nur das Gericht.

Auch Abraham kann dem armen Mann nicht helfen; er kann ihm keinen mitleidvollen Lazarus senden. Abraham billigt dem Bittsteller zu, dass er ein „Sohn Abrahams“ ist; aber Abraham ist ja nicht Heiland gewesen, er hat sich nie als solchen ausgegeben. Er ist Vater und Beispiel der Glaubenden, er liess in seinem Leben hinsichtlich Glauben und Gehorsam Segensspuren zurück und wurde so der Verheissung Gottes teilhaftig; aber nie hat er beansprucht, andere erlösen zu können, auch nicht seine leiblichen Nachkommen. Ismael bildet einen Beweis dafür!

Es braucht in der Gleichnisrede niemand anzunehmen, dass es sich um ein buchstäbliches Gespräch zwischen Abraham und dem reichen Mann handle, sondern Jesus benutzt die Form des Zwiegesprächs zur lebendigeren, anschaulicheren Darstellung und zeichnet auf meisterhafte Weise die Verfassung eines verlorenen Menschen, der all die Ausreden und Ausflüchte, die er auf dieser Welt zu seiner Entschuldigung benutzte, nicht mehr stichhaltig finden kann. Vielleicht gibt es in der ganzen Heiligen Schrift keine schrecklichere Warnung vor selbstsüchtigem, gottlosem Reichtum, als wie sie jene Strafandrohung im Gleichnis von dem reichen Mann und dem armen Lazarus darstellt.

Das Gespräch zwischen Abraham und dem reichen Mann wird in Wirklichkeit nie stattfinden; es ist lediglich Bestandteil der Gleichnisrede. Die dem Abraham in den Mund gelegten Worte dienen nur der lebendigen Darstellung der hoffnungslosen Lage eines Menschen, der sein Heil nicht beim Herrn gesucht hat, sondern sich auf seine fleischliche Abstammung und seine Reichtümer verliess. Der Tod ändert nicht, was im Leben versäumt worden ist. Kein Ungläubiger kann sich nach dem Sterben noch bekehren:

Und über das alles ist zwischen uns und euch eine grosse Kluft befestigt, dass, die da wollten von hier hinüberfahren zu euch, könnten nicht, und auch nicht die von dort zu uns herüber können.“ (Luk. 16:26.)

Du hast dein Gutes empfangen in deinem Leben“;

nichts hat er ewigen Freuden nachgefragt, er hat gelebt, wie wenn es keinen Himmel und keine neue Erde gäbe. Armer reicher Mann! Er hat im Himmel keine Schätze angelegt, er hat Jesu Rat geringgeachtet:

Macht euch Beutel, die nicht veralten, einen Schatz, der nimmer abnimmt, im Himmel, wo kein Dieb zukommt und den keine Motten fressen.“ (Luk. 12:33.)

Der Tod kann keinen Menschen, der nach ewigen Reichtümern trachtet, arm machen. Aber jemand, der Schätze für sich selbst aufhäuft, kann nichts davon in den Himmel nehmen.

Lazarus wird nun getröstet, und du wirst gepeinigt.“

Was wird Christus denen sagen, die gelebt haben wie der Reiche im Gleichnis –

alle Tage herrlich und in Freuden“ –,

ohne an das Wohl anderer zu denken?

Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!“

Anders ist der Ruf, den Lazarus vernehmen darf:

Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!“ „Und der König wird antworten und sagen zu ihnen:

Wahrlich, ich sage euch:

Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Matth. 25:34. 40. 41. 46.)

Für den reichen Mann ist es nun zu spät, Busse zu tun, denn die Entscheidung fällt in diesem Leben. Abraham erklärt, dass alles Wollen später nichts mehr nützt:

Und über das alles ist zwischen uns und euch eine grosse Kluft befestigt, dass, die da wollten von hier hinüberfahren zu euch, könnten nicht, und auch nicht die von dort zu uns herüber können.“ (Luk. 16:26.)

 

Die Wahl hier und jetzt treffen

Das Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus zeigt uns unmissverständlich, dass es einst keine Umkehrmöglichkeit mehr geben wird. Keiner kann die Wahl, die er hier im Leben trifft, dann noch ändern. Merkwürdig rasch hat sich der reiche Mann mit der Antwort Abrahams abgefunden. Er weiss, seine Lebensführung auf Erden hat kein anderes Ergehen am „Auferstehungsmorgen“ verdient. Für ihn selbst bleibt nichts mehr zu hoffen, das ist ihm klar geworden:

Du hast dein Gutes empfangen in deinem Leben.“

Das traf wirklich auf ihn zu. Jesus aber will in seiner Gleichnisrede noch einen anderen Aspekt aufzeigen. Er lässt den reichen Mann folgende Bitte tun:

So bitte ich dich, Vater, dass du ihn [Lazarus] sendest in meines Vaters Haus;
denn ich habe noch fünf Brüder, dass er sie warne,
auf dass sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.“
(Luk. 16:27:28.)

Warum lässt Jesus den reichen Mann bei seiner Auferstehung solche Wünsche aussprechen? Es geht Jesus um eine wichtige Warnung: Mit dem Tage des Todes wird es zu spät sein für die Umkehr und die Wiedergutmachung dessen, was man im Leben versäumt hat. Wie viele werden am Jüngsten Tag erwachen und erkennen müssen, dass ihr trauriges Leben nicht nur ihnen die Verdammnis gebracht hat, sondern, dass sie durch ihr Beispiel noch viele andere mit ins Unglück gerissen haben!

Wie tragisch, dass der reiche Mann erst jetzt daran denkt, dass man auf ihn, den Sohn Abrahams, geschaut und dass er andere zur Sünde verleitet hat! Und wie bitter muss es erst für jene sein, die hier den Anschein der Frömmigkeit erwecken, aber versäumen, für die Rettung ihrer Mitmenschen zu arbeiten!

Soll ich meines Bruders Hüter sein?“

Diese Frage offenbart die Gesinnung Kains, wenn sie im selben Sinn einer Ablehnung der Verantwortung ausgesprochen oder gedacht wird.

Bei seiner Auferweckung weiss der reiche Mann nicht, wie lange er im Grabe geruht hat. Er weiss nicht, dass die Gnadenzeit auch für die andern abgelaufen ist. Die Zeit vom Tode bis zur Auferstehung ändert nichts an seinen Gedanken, und nun erwacht er zum Gericht. Von seinen Brüdern weiss er nur, dass, wenn sie sich nicht geändert haben, sie auch an den Ort der Qual kommen wie er.

Nebenbei hört man aus seinen Worten nicht nur die Liebe zu seinen Brüdern, sondern einen Vorwurf gegen Gott.

Dass er ihnen bezeuge.“

Nach den Worten des Heidenapostels hat sich Gott reichlich bezeugt und den Menschen unzählige Segnungen zukommen lassen:

Und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und eure Herzen erfüllt mit Speise und Freude.“ (Apg. 14:17.)

 

Wie gewaltige Donnerschläge müssen die Worte, die Jesus dem Abraham in den Mund legt, auf alle die wirken, welche sich nicht vom klaren Wort der Schrift leiten lassen, sondern immer meinen, Gott müsse für sie einen Sonderboten senden, der ihnen noch einmal das bezeuge, was er schon längst gezeigt hat, woran zu glauben sie jedoch zu nachlässig sind.

Sie haben Mose und die Propheten; lass sie dieselben hören.“
(Luk. 16:29.)

Noch ist der reiche Mann mit „Abrahams“ Antwort nicht zufrieden.

Er weiss es vermeintlich besser, wie sein kühnes „Nein“ anzudeuten scheint. Er kennt offenbar seine Brüder; er weiss, dass sie Gottes Wort in den Händen hatten oder dass sie es zum mindesten hätten haben können. Doch der blosse „Buchstabe“ – wie heute noch so manche unverantwortlicherweise sprechen – genügt ihnen nicht. Von den Toten müsste einer kommen und sie warnen; dann, ja dann! (Luk. 16:30.)

Der reiche Mann vergisst ganz, wie sich die „Söhne Abrahams“ verhielten, als einer von den Toten auferstanden war: Die Hohenpriester beschlossen, diesen Auferstandenen umzubringen
(Joh. 12:10).

Von dem Tage an war es für sie beschlossen; dass sie ihn töteten.“
(Joh. 11:53.)

 

Sie wollten also den beseitigen, der auferstanden war, und den, der ihn auferweckt hatte! Gibt es einen stärkeren Beweis, dass auch Zeichen und Wunder jenen nicht bekehren, der nicht will? Darum macht Gott unsere Rettung nicht vom Glauben an „Zeichen und Wunder“

abhängig, sondern von unserem demütigen und gläubigen Gehorsam gegen sein Wort.

„Wenn einer von den Toten zu ihnen ginge!“ Viele glauben, Tote könnten erscheinen und Botschaften ausrichten. Offenbar will Jesus nichts davon wissen, denn er geht gar nicht auf diese Möglichkeit ein, sondern erklärt, dass ein Toter zu einer solchen Mission erst auferstehen müsste. Das kann ja nur der Sinn sein der Aussage:

Wenn jemand von den Toten aufstünde.“

Ohne Auferstehung bleiben Tote eben tot!

Lukas 16:31 bestätigt mit aller Deutlichkeit, dass alle im Gleichnis von dem reichen Mann und dem armen Lazarus erwähnten Gespräche nie geführt worden sind, sondern Jesus lediglich als Lehrhilfe, als Brücke zum Verständnis wichtiger Wahrheiten dienen mussten und von ihm selbst zu diesem Zweck ausgedacht worden sind. Gespräche zwischen Verstorbenen konnten und können nie stattfinden. Eine Begegnung wie die zwischen dem reichen Mann und dem armen Lazarus in Lukas 16 geschilderte wird es erst anlässlich der Auferstehung (der zweiten, siehe Offb. 20) geben können, wo Gottlose und Gläubige in einer letzten Konfrontation einander gegenüberstehen werden.

Das Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus enthält wichtige Lehren, darf aber nicht mit unbiblischen Gedanken ausgeschmückt werden. Seine wichtigste Lehre ist: Das ewige Schicksal eines Menschen wird im gegenwärtigen Leben entschieden; es gibt keine zweite Gnadenzeit.


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